Because of you

Welche Musik hat Sarah Dessen zu ihrem neuen Roman inspiriert?

Wenn Sarah Dessen schreibt, hört sie keine Musik, da sie viel zu leicht abzulenken sei. Aber einige Lieder haben ihren aktuellen Roman ›Because of you‹ beeinflusst. »Lieder inspirieren mich und helfen mir dabei, mich in meine Charaktere einzufühlen«, so die beliebte Jugendbuchautorin. In ihrer kommentierten Playlist erklärt Sarah Dessen, warum die folgenden zehn Songs beim Schreiben von ›Because of you‹ eine so wichtige Rolle gespielt haben.

 

1. ›Love me like the world is ending‹, Ben Lee

Dieser Song war meine Hymne, während ich dieses Buch geschrieben habe. Eigentlich könnte Ben Lees Album ›Ripe‹ der Soundtrack sein, so oft habe ich es mir angehört. Aber besonders dieser Song hat mir das Versprechen des Sommers zurückgebracht. So viel liegt vor einem, all diese Möglichkeiten. Jedes Mal, wenn ich ihn höre, ist das Gefühl wieder da. Das macht einen guten Song aus.

2. ›As cool as I am‹, Dar Williams

Im Buch geht es sehr stark darum, sich als Außenseiter zu fühlen, und dich dann doch irgendwie einzufügen. Dieser Song hat das für mich immer ausgedrückt, vor allem die Zeile »And then I go outside and join the others, I am the others. (Und dann gehe ich nach draußen zu den anderen, ich bin die anderen.)« Schön gesagt.

3. ›Stolen‹, Dashboard Confessional

Ein Song über das Ende des Sommers und den Preis, den wir zahlen, wenn er endet. Traurig und melancholisch, perfekt für die Tage, an denen das Schreiben nicht vorangeht und man im Selbstmitleid versinkt.

4. ›I see monsters‹, Ryan Adams

Ich war wirklich ständig übernächtigt, während ich dieses Buch geschrieben habe (wem will ich hier was vormachen, ich schlafe immer noch zu wenig, jetzt habe ich mich einfach daran gewöhnt), deshalb mochte ich zu der Zeit besonders Songs, in denen es ums Schlafen oder nicht Schlafen ging. Außerdem liebe ich Ryan Adams einfach. Ich habe ihn schon geliebt, bevor er Mandy Moore geheiratet hat. Danach war er aber noch cooler.

5. ›Let it Rain‹, Tracy Chapman

Ich glaube, bei jedem Buch gibt es diesen Moment, in dem man einfach nur erschöpft ist und das Gefühl hat, nicht mehr zu können. Das passiert normalerweise ungefähr bei Seite 200. Mir machte also gerade all das zu schaffen und ich war vollkommen am Ende, als ich im Radio diesen Song hörte. Die Zeile »Give me hope that help is coming when I need it most. (Gib mir die Hoffnung, dass du mir hilfst, wenn ich es am nötigsten brauche),« passte ziemlich perfekt in dem Moment. Als ob das Universum zuhören würde und alles irgendwie in Ordnung käme.

6. ›Breakable‹, Ingrid Michaelson

Mein Mann weiß nie, wer Ingrid Michaelson ist, wenn ich ihre Musik höre: er sagt, sie klingt wie jeder andere weibliche Singer/Songwriter, dessen Songs bei Grey’s Anatomy gespielt werden. Aber ich liebe ihre Musik, und dieser Song hat mich ganz besonders berührt.

7. ›No One‹, Alicia Keys

Noch ein Song, der einem über schwere Zeiten hinweghilft. Ich liebe alle Songs, die ständig wiederholen, dass am Ende alles gut wird, vor allem wenn man es gerade besonders braucht. Außerdem erinnert mich dieser Song an meine Tochter. »You and me together through the days and nights. … (Du und ich gemeinsam durch die Tage und Nächte. …)« Allerdings.

8. ›People Who Died‹, the Jim Carroll Band

Manchmal verbinde ich einen bestimmten Song mit einer Romanfigur. Das passierte bei ›Angel from Montgomery‹ und Rubys Mutter in ›About Ruby‹. Und bei diesem Song muss ich an Eli denken.

9. ›No Sunlight‹, Death Cab for Cutie

Noch ein Song über die Nacht, zumindest über die Abwesenheit des Tages. Außerdem stimmt meiner Meinung nach bei Death Cab for Cutie immer irgendwie alles.

10. ›Whatever It Is‹, Ben Lee

Als ich diese Liste angefangen habe, hatte ich Ben Lee im Kopf und sie hört auch auf mit ihm. Tatsächlich habe ich diesen Song erst vor ein paar Wochen gehört und er fasst so viel von dem zusammen, worum es in diesem Buch geht. »Awake is the new sleep. (Wachsein ist der neue Schlaf).« Yep. Besser könnte ich es nicht sagen.

Playlist

 

Zum Buch

Because of you, dtv pocket

Auden schläft nicht. Seit der Scheidung ihrer Eltern streift sie nachts umher. Tagsüber lernt sie wie besessen und zieht sich immer mehr zurück. Als sie den Sommer in Colby bei ihrem Vater und seiner neuen Frau verbringt, lernt sie den gleichaltrigen Eli kennen, Einzelgänger und Nachtwanderer wie sie. Doch auch Elis Seele ist verwundet. Gibt es für beide so etwas wie eine zweite Chance?

Artikel: Stephanie Schweyer
Übersetzung: Constanze Pittrich

 

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