Der Graf von Monte Christo

Klassiker

Was würden Sie tun, wenn Sie plötzlich unermesslich reich wären? Würden Sie sich den Traum von Villa und Weltreise erfüllen? Würden Sie großzügig den Armen und Bedürftigen geben? Oder wäre Ihr Reichtum eine willkommene Waffe gegen jene, mit denen Sie noch eine Rechnung offen haben?

Nachdem er vierzehn Jahre unschuldig im Kerker saß, auf spektakuläre Weise fliehen und einen alten Schatz heben konnte, stellen sich dem Titelhelden in Alexandre Dumas‘ Roman ›Der Graf von Monte Christo‹ genau diese Fragen. Doch warum auswählen, wenn alles gleichzeitig möglich ist?

Alexandre Dumas: Der Graf von Monte Christo

Der Roman erzählt eigentlich von einem, der so ziemlich das Schlimmste erlebt hat, das man sich vorstellen kann: Lebendig begraben zu werden. Er war ganz, ganz unten und wird vom Schicksal und seinem Überlebenswillen wieder nach oben in eine gottähnliche Position geschleudert. Diese Extreme machen einen Teil der ungebrochenen Faszination aus, die ›Der Graf von Monte Christo‹ seit über 160 Jahren ausübt.

 

Jeder hat vermutlich seinen Grafen vor Augen. Er trägt die Züge von Richard Chamberlain, Marcello Mastroianni, Jean Gabin, Gérard Depardieu, Jim Caviezel… Man ist ihnen atemlos gefolgt, wenn ihr Rachefeldzug am Sonntagnachmittag im Fernsehen zu sehen war. Dass sich auch beim Lesen des 1500 Seiten starken Romans sofort neue lebendige, dramatische und unvergessliche Bilder einstellen, liegt an Dumas‘ außergewöhnlicher Erfindungsgabe und seiner Fähigkeit, die Vorstellungskraft des Lesers zu reizen. Diese Geschichte ist ein Jahrhundertstoff – und für das, was man an Abenteuer und Action, an Liebe und Hass geboten bekommt, sind 1500 Seiten dieser ungekürzten Ausgabe ein Klacks.

Thomas Zirnbauer, dtv-Presseabteilung und Verfasser des Nachworts

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