Rita Falk: Der Anfang von meinem ganz persönlichen Märchen

Teil 1: Der Weg ins Schriftstellerdasein

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist soweit. ›Zwetschgendatschikomplott‹ , der sechste Band aus Rita Falks Provinzkrimireihe rund um den berühmt-berüchtigten Polizeiwachtmeister Franz Eberhofer ist ab sofort lieferbar. Rita Falk erzählt, wie alles begann, das mit dem Schreiben. Von Rückschlägen, aufregenden Momenten, wie sich ihr Leben mit dem Erfolg der Kriminalromane veränderte und wie dankbar und glücklich sie darüber ist. Wir wollen Ihnen diese persönlichen und ergreifenden Zeilen nicht vorenthalten und wünschen Ihnen viel Spaß mit dem ersten Teil, in dem Rita Falk von den Anfängen ihrer Schreibkarriere erzählt.

Ihre dtv-Redaktion

Servus miteinander,

wer mich schon länger begleitet, dem ist die folgende Geschichte nicht neu, sie wurde in den Medien schon öfters mal erzählt. Neu daran ist nur, dass ich sie nun selber in meinen eigenen Worten erzähle, wodurch sie zum einen wohl etwas emotionaler ist, zum anderen aber somit zu hundert Prozent stimmt. Ich nenne sie jetzt einfach mal …

… Mein ganz persönliches Märchen

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Es war einmal eine leicht überarbeitete Bürokauffrau, die von heute auf morgen auf die Straße gesetzt wurde und dadurch ziemlich frustriert war. Also ich. Was dann aber passiert ist, gleicht wirklich einem Märchen. Und ich versuch’s hier mal ansatzweise auf die Reihe zu kriegen.

Geschrieben hab ich ja immer schon gerne. Früher Tagebücher (die es glücklicherweise allesamt nicht mehr gibt …), später Kurzgeschichten und Gedichte. Immer wenn ich in meine eigenen kleinen Geschichten abgetaucht bin, Figuren erfand oder über Liebe und Leichen sinnierte, hat mich das seit jeher ein bisschen aus meinem Alltag heraus- und in eine ganz andere Welt hineingebeamt. Und dafür haben oft schon wenige Minuten gereicht. Weil für Umfangreicheres hat mir als dreifache berufstätige Mutter und Ehefrau eines Polizisten im Schichtdienst schlicht und ergreifend die Zeit gefehlt.

Nur ein paar Zeilen schreiben, ein paar Ideen notieren, und ich war wieder fit, um die Jungs ins Eishockeytraining zu fahren, zu einem nervtötenden Elternsprechtag zu gehen oder schnell mal zum Aldi zu düsen, um die Wochenvorräte heimzuholen.

Im Herbst 2008 hab ich dann eben plötzlich meinen Job als Office Managerin (diesen Ausdruck find ich bis heute zum Brüllen, weil ich einfach nur in einem Büro saß und Schreibkram machte, aber gut) verloren und fiel erst mal aus allen Wolken und anschließend in eine ausgewachsene Depression. Doch irgendwann, nachdem ich mich einige Wochen lang recht erfolgreich in meinem Selbstmitleid gesuhlt hatte, hab ich beschlossen, die viele unerwartete Freizeit vielleicht doch lieber zu nutzen und endlich einmal etwas zu schreiben, was über drei Seiten hinausgeht.

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Ich weiß nicht, wie viele es bis heute geworden sind, aber ich weiß, dass es durchaus einige Hürden gab, ehe es überhaupt mal bergauf ging. Mit dem Schreiben. Und mit mir. Zum Beispiel hab ich erst einmal eine ganze Reihe dämlicher Kommentare zu hören bekommen, wenn ich von meiner Schreiberei erzählte. Von weniger kommunikativen Zeitgenossen hab ich zumindest ein hämisches Grinsen in Kooperation mit einer hochgezogenen Augenbraue geerntet. Dazu kam, dass mir in dieser Zeit zum ersten Mal aufgefallen ist, wie viele Leute überhaupt schreiben. Mich beschlich schon beinah das Gefühl, es gibt deutlich mehr Menschen, die schreiben, als solche, die lesen – was meinem leidenschaftlichen Schaffensdrang jedoch keinerlei Abbruch getan hat. […]

Im nächsten Teil erfahren Sie, wie Rita Falk auf den Boden der Tatsachen zurückfiel und einen der wohl wichtigsten Anrufe ihres Lebens meisterte. Bleiben Sie dran …

Quelle: Nachwort aus ›Zwetschgendatschikomplott‹ von Rita Falk.

Ein Kommentar zu “Rita Falk: Der Anfang von meinem ganz persönlichen Märchen

  • 1. Februar 2018 um 07:49
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    Liebe Frau Falk,
    ich wohne schon seit vielen Jahren in England und hab bei meinem letzten Deutschlandbesuch eines Ihrer Buecher am Flughafen entdeckt. Und jetzt – Sie koennen es sich denken – bin ich suechtig nach den Eberhofergeschichten! Meine Mama hat mir alle bisher erschienen Buecher geschickt und ich lese und lese. Ihre Buecher holen mich ein bisschen aus dem stressigen Alltag heraus und es tut gut was aus der Heimat zu lesen. Besonders beruehrt mich auch Ihre persoenliche Lebensgeschichte, aus eigener Erfahrung weiss ich wie es ist, einen Job zu verlieren (auch wenn einem der Job nicht besonders gefaellt und absolut nicht erfuellt) und ich bin stolze Mama einer zuckersuessen 2jaehrigen, die mir kaum Zeit zum Atmen laesst. Sie sind eine Quelle der Inspiration und ich fuehle mich ermutigt, mit meiner kleinen Geschaeftsidee weiterzumachen (ich mach Modeschmuck, zum Schreiben fehlt mir leider das Talent). Bei meinem naechsten Besuch in der Heimat, werd ich ins Geschaeft rennen und mir den „Funkenflieger“ kaufen. Machen Sie weiter so und vielen Dank fuer Ihre wunderbaren Buecher :) Viele Gruesse aus England, Vanessa

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