Rita Falk: Der Durchbruch

Teil 3: Wie Rita Falk immer wieder eine »Ganzkörpergänsehaut« bekommt

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im dritten und letzten Teil erzählt Rita Falk von ihrem schlagartigen Erfolg mit den Provinzkrimis und wem sie diesen zu verdanken hat.

[…] Plötzlich waren gleich mehrere Verlage an meinen Manuskripten interessiert (unter anderem auch drei, die ich zuvor schon persönlich kontaktiert und von denen ich postwendend eine Absage erhalten hatte …), und so bin ich also auf einmal direkt vor einem – ja, man könnte schon fast sagen – »Luxusproblem« gestanden. Nämlich dem, mich für das richtige Verlagshaus entscheiden zu müssen. Mit Georgs Hilfe und Beratung war die Entscheidung allerdings relativ einfach – und vor allen Dingen war sie auch richtig. Bianca Dombrowa vom Deutschen Taschenbuch Verlag hat den Zuschlag für meine Bücher bekommen, und diese Entscheidung hab ich niemals bereut. Und so werde ich heute nicht nur von der weltbesten Agentur vertreten, sondern darf auch für den besten Verlag schreiben. Was wieder mal bestätigt: Fleiß und Glück sind gute Partner!

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Was dann aber passiert ist, das kann ich rückblickend noch immer nicht richtig begreifen. Der Eberhofer und seine Konsorten, die haben eine Welle ausgelöst, wie ich sie niemals auch nur annähernd erwartet hätte. Und die mir jedes Mal wieder den einen oder anderen Schauer den Buckel rauf und runter jagt. Wenn ich da beispielsweise nur an meine Lesungen denke, wo ich mit so viel Herzlichkeit und einer völlig ungebremsten Begeisterung empfangen werde, dass ich jedes Mal wieder zu Tränen gerührt und im Besitz einer Ganzkörpergänsehaut bin. Wo Männlein und Weiblein jeder erdenklichen Altersstufe Arschbacke an Arschbacke sitzen, ganze Eberhofer-Fan-Cliquen oder komplette Familienclans gemeinsam lauschen und sich wieder und wieder die Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen. Mir beim Signieren die Hände schütteln, mich drücken oder sogar ein Foto mit mir haben wollen. Alle Rückenschmerzen vom langen Schreiben und die schlaflosen Nächte, weil ich nicht aus meinem Text rauskomme, sondern in Niederkaltenkirchen festhocke, als wär ich dort eingeschneit, sind in diesen Momenten vergessen. Sie entschädigen für ALLES! Danke dafür!

Und wenn ich dann noch an diese saukomischen Verfilmungen denke, daran, wie dieses hammermäßige Team von Constantin Film meine Texte zu Bildern macht! Von den Schauspielern über den Regisseur bis hin zum Kabelträger allesamt hochmotiviert – und ihre schiere Begeisterung springt den Zuschauern auf ihren Kinosesseln quasi direkt in die Popcorntüte.

Ja, und dann noch diese herrlichen Hörbücher, gelesen vom unschlagbaren Christian Tramitz. Da wird jeder Stau direkt zum Kurzurlaub, jede Wette!

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Das alles ist noch immer völlig unglaublich für mich, und manchmal muss ich mich tatsächlich zwicken, um zu sehen, ob ich denn davon nun aufwachen werde oder eben nicht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein paar Zeilen von meinen Lesern ankommen, lustige Kommentare, inspirierende Anregungen, liebevolle Danksagungen oder einfach ein »Wann heiratet der Franz denn endlich seine Susi?!«. Und ich freue mich immer wieder riesig über jede einzelne davon!

Ich hab das unglaubliche Glück, meinen Traumberuf gefunden zu haben und ihn mit wachsender Begeisterung ausüben zu können. Doch wenn man mal genau hinsieht, ist dieses Vergnügen tatsächlich einzig und allein meiner Kündigung zu verdanken. Meiner ungewollten Arbeitslosigkeit, die mich damals erstmal so richtig fix und fertig gemacht hat. Da fällt mir ein: Wie war das doch gleich noch mal mit der offenen Tür und mit den geschlossenen? Vielleicht sollte ich ja meinem ehemaligen Chef auch einfach mal eine kleine Danksagung schicken, wer weiß.

Ach ja, und wenn sie nicht gestorben ist, dann schreibt sie noch heute.

Ein ganz fettes Dankeschön für eure Begeisterung!

Ihr seid ein großer Teil dieser Geschichte!

Ihr seid der Wahnsinn!

Eure Rita

 

Quelle: Nachwort aus ›Zwetschgendatschikomplott‹ von Rita Falk.

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