Helene Mierscheid über ›Vokuhila‹

Teil 3 – ›Vokuhila‹ ist da!

Schon vor Weihnachten ist das Buch in den Handel gegangen, obwohl es offiziell erst am 1. Januar erschienen ist. Und schon kommen die ersten Nachrichten auf Facebook an Helene Mierscheid. Ich habe in diesem Netzwerk zwei Identitäten – einmal als Barbara Friedl-Stocks und einmal als Helene Mierscheid. Das Feedback beginnt fast sofort, nachdem das Buch im Handel ist.

Die Leser mögen ›Vokuhila‹ sehr – wie sich herausstellt, im Westen wie im Osten, was mich ganz besonders freut. Die Erlebnisse in den 80er-Jahren waren nicht so unterschiedlich wie man hätte meinen können – schließlich herrschte damals ja noch Kalter Krieg. Der konnte offensichtlich nicht verhindern, dass wir heute alle Fotos haben für die wir uns schämen müssen. Die Moden waren gleich schlimm.

Dtv macht einen Fotowettbewerb. Wer das schlimmste Bild einreicht bekommt einen Preis – das goldene Schulterpolster! Ich habe den Preis schon gesehen und er ist wirklich spektakulär! Auch die Verlagsmitarbeiter machen mit. Ich natürlich auch. Dabei sind für mich nicht die Klammotten am schlimmsten, sondern eher die Tatsache, dass ich damals viele, viele, viele Kilos leichter war. Heute muss man nicht nur an mir hochschauen, sondern kommt auch nicht so leicht an mir vorbei. Ich überlege, vielleicht auch als Paravan für Promis zu arbeiten – für deren komplette Privatsphäre.

Mal sehen – ach nein. War nur ein Scherz! Ich musste aber eben schon die Anfrage von Gregor Gysi ablehnen – wie kam der nur so schnell darauf, dass ich so etwas anbieten wollte?

Über Vokuhila 3Als ich in den 80er-Jahren an der Bonner Uni studiert habe, waren da Studenten aus allen möglichen Ländern, was nicht zuletzt damit zu tun hatte, dass Bonn die Bundeshauptstadt war.

Ich habe diese Menschen kennen und schätzen gelernt. Wie der junge Kollege Faisal Kawusi, dessen Familie ursprünglich aus Afghanistan stammt, gestern bei unserer gemeinsamen Show bei den Berliner Wühlmäusen in Berlin gesagt hat: »Wir wollen nicht geduldet, sondern anerkannt und respektiert werden.« Damit hat er völlig recht.

2015 wird ein spannendes Jahr. Ich wünsche uns in Deutschland, dass wir vor allem den zivilen Widerstand gegen Hass und Verachtung aufrechterhalten und den Menschen, die als Kriegsflüchtlinge zu uns kommen, die Hilfe und Unterstützung zukommen lassen, die sie brauchen.

Und jetzt geht es auf Tournee, zu Lesungen, zu Soloprogrammen, zu Shows mit Kollegen. ›Vokuhila‹ habe ich immer im Gepäck – und auch im Programm. Mein neues Kabarett-Programm »Sex, Drugs und Hexenschuß« enthält auch ein paar Passagen aus meinem Buch. Das Programm beleuchtet schließlich unter anderem die 80er-Jahre. Das passt doch, oder?

Ich wünsche allen Lesern und Zuschauern ein erfolgreiches Jahr und freue mich darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

Ihre

Helene Mierscheid

 

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