Friedensnobelpreis für Malala Yousafzai

2012 wurde der damals 15-jährigen pakistanischen Schülerin Malala Yousafzai im Schulbus von Taliban-Anhängern gezielt in den Kopf geschossen. Schwer verletzt überlebte sie den Anschlag. Heute wurde der inzwischen 17-Jährigen der Friedensnobelpreis verliehen. Sie teilt sich den Preis mit der dem indischen Kinderrechtler Kailash Satyarthi.

MalalaDas norwegischen Nobel-Kommitee würdigt mit dem Preis ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen und ihren Einsatz für das Recht von Mädchen auf Bildung. Malala Yousafzai zeige mit ihrem Engagement zudem, dass Kinder und Jugendliche selbst zur Verbesserung ihrer Situation beitragen können. Seit 2009 hatte die Schülerin in einem Blog auf einer Website der BBC über ihr Leben unter dem islamistischen Terrorregime berichtet, das Mädchen unter anderem den Schulbesuch verbot. Auch nach dem Mordanschlag trat Malala Yousafzai weiter für die Rechte von Kindern ein. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Großbritannien.

Malala 1Schon im vergangenen Jahr war Malala Yousafzai – als jünste Nominierte aller Zeiten – als Favoritin für den Friedensnobelpreis gehandelt worden. 2013 erhielt sie den Sacharow-Preis des Europaparlaments für Meinungsfreiheit.

Viviana Mazza, geboren 1978 in Catania, arbeitet als Journalistin für die italienische Tageszeitung Corriere della Sera und hat in Italien als eine der Ersten von Malalas Geschichte aus Pakistan berichtet. Sie hat Malala persönlich in Birmingham getroffen und ihre beeindruckende Geschichte in einem Buch festgehalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.