Ali Sethi

›Meister der Wünsche‹

Wie Geschwister wachsen der vaterlose Zaki und Samar Api, seine rebellische Cousine, in einem großen bürgerlichen Haushalt Lahores auf. An der Spitze der ebenso streitlustigen wie liebevollen Familie stehen Zakis freigeistige Mutter Zakia und seine willensstarke, kulturell eher konservative Großmutter Daadi. Die stürmischen politischen Entwicklungen Pakistans spiegeln und brechen sich im intimen Prisma dieser verzweigten Familiengeschichte, doch der Puls des Lebens schlägt im Kleinen. Sethis Charaktere erfreuen sich des Lebens, selbst wenn alles dagegen spricht …

Autor
Geboren wurde Ali Sethi 1984 in Lahore, Pakistan, sein Studium der South-Asion-Studies und der Englischen Literatur  absolvierte er in Harvard/ USA, mit 21 Jahren begann er seinen ersten Roman zu schreiben, mit 24 Jahren kann ist er ein international hoch gelobter Autor.
Heute lebt Ali Sethi in seiner Heimatstadt Lahore, in Pakistan. Seine Eltern erhielten Todesdrohungen aus fundamentalistischen Kreisen, der Vater wurde mehrfach verhaftet und gefoltert, das Haus ist von amerikanischen und pakistanischen Sicherheitskräften umstellt.

Ali Sethi

dtv traf den jungen Autor Ali Sethi im April 2010 und sprach mit ihm über seinen Roman, Pakistan und seine Zukunft. Dabei überzeugt Ali Sethi nicht nur als äußerst interessanter Gesprächspartner, sondern überrascht auch als virtuoser Sänger.


Interview

1) Vieles in ›Meister der Wünsche‹ erinnert an Ihr eigenes Leben: Wie auch die Hauptfiguren Zaki und Samar Api wuchsen Sie in den 1990er Jahren in Lahore auf und wie die Mutter von Zaki führt auch Ihre Mutter eine eigene Zeitung. Wie viel von Ihrem Roman beschreibt Ihr eigenes Leben?

Antwort hören

2) Der Vater Zakis ist noch vor der Geburt seines Sohnes verstorben, daher wird die Familie von Frauen geführt. Eine ziemlich ungewöhnliche Familienkonstellation in einem von Männern dominiertem Land wie Pakistan. Was hat Sie an dieser Familienstruktur so gereizt?

Antwort hören

3) Pakistan ist ein äußerst vielschichtes Land mit sehr großen sozio-kulturellen Unterschieden. Wollten sie diese Diversität in den Charakteren Zakia, der modernen emanzipierten Mutter Zakis, und Daadi, der konservativen Großmutter, ausdrücken?

Antwort hören

4) Sie sagten einmal, die Intention ›Meister der Wünsche‹ zu schreiben, hätte auch darin gelegen , den Pakistanern Pakistan zu erklären. Obwohl rund ein Drittel der Pakistaner kein Englisch spricht, schreiben Sie in englischer Sprache. Wie passt das zusammen?

Antwort hören

5) Ein Anspruch des Romans ist es, der jungen pakistanischen Generation den kulturellen Reichtum des Islams näher zu bringen. Warum halten Sie das für notwendig?

Antwort hören

6) Sie selbst haben 2002, ein Jahr nach den Anschlägen des elften Septembers, in den USA zu studieren begonnen. Warum?

Antwort hören

7) Haben Sie in den USA einen Kulturschock erfahren?

Antwort hören

8) Nach fünf Jahren Studium in den USA sind Sie nach Pakistan zurückgekehrt, obwohl Ihre Familie Todesandrohungen von der Taliban bekommen hat. Wie sieht Ihr Alltag in Pakistan aus?

Antwort hören

9) Sie waren gerade auf Lesereise in Deutschland. Wie ist Ihr erster Eindruck von Deutschland?

Antwort hören

10) Sie sind jetzt 25 Jahre alt und haben Ihren ersten Roman veröffentlicht, der international enormen Erfolg verzeichnen konnte. Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Antwort hören

11) Würden Sie etwas für uns singen?

Antwort hören

Das Interview führte Marianne Bohl

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.