Dora Heldt: Böse Leute

»Bis jetzt musste ich noch niemanden umbringen. Und hier ist meine erste Leiche«

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Vor kurzem ist mit ›Böse Leute‹ der neue Roman und erste Krimi von Dora Heldt erschienen. Ob die Krimilust sie ganz plötzlich überkommen hat oder die bösen Leute vielleicht schon immer in ihr gesteckt haben, verrät sie uns im Interview.

›Böse Leute‹ in einem Satz erzählt?

Karl Sönnigsen, pensionierter Revierleiter der Westerländer Polizei, muss feststellen, dass seine ehemaligen Kollegen bei einer Einbruchsserie vor einem Rätsel stehen. Da sie seine Unterstützung aber überhaupt nicht wollen, beschließt er, mit Hilfe seiner Rentnerfreunde Inge, Charlotte und Onno die Fälle selbst aufzuklären. Blöd nur, dass Onnos Tochter als Polizistin auf der Seite der Feinde steht und beim fünften Einbruch eine Tote im Flur liegt.

Dora Heldt kehrt Hitzewallungen und Papa Heinz den Rücken und geht auf Verbrecherjagd – warum jetzt erstmals ein Kriminalroman?

Weil ich Lust dazu hatte. Es ist eine andere Art zu schreiben, das Konzept muss genauer sein, das Ende ist schon am Anfang im Kopf, auch die Rollenverteilung der Protagonisten ist fix. Das braucht mehr Disziplin und genauere Vorbereitung und das wollte ich gern mal angehen. Und außerdem kehre ich Papa Heinz mitnichten den Rücken, er mischt ja mit. Wenn auch nur von der Seitenlinie.

Zeigt sich Dora Heldt mit ›Böse Leute‹ jetzt von einer ganz neuen Seite?

Bis jetzt musste ich noch niemanden umbringen. Und hier ist meine erste Leiche. Es gab in den anderen Büchern auch noch nie wirklich böse Leute. Hier schon. Die neue Seite ist vielleicht, dass ich sie im Kopf hatte. Aber sie nie aufgetaucht sind. Und jetzt sind sie dabei.

Worauf darf sich der Leser freuen?

Ein schräges Ermittlerquartett, mehrere kaputte Terrassentüren, seltsame Diebesbeute, mehrere fast Liebesgeschichten, ein cholerischer Polizist, einer, der schlecht Auto fährt, ein sehr böser Mensch, zwei mittelböse Menschen, einige schlechte Zeugen, ziemlich viel gutes Wetter, absurde Telefonate, ein Immobilienseminar, deshalb auch diverse Makler, ein dunkles Familiengeheimnis und ziemlich beste Freunde.

Wie wurde Dora Heldt zur Fachfrau in Sachen Mord und Einbruch auf Sylt?

Zum Niederknien war der echte Revierleiter der Polizeistation Westerland mitsamt seiner Kollegen. Ich überlege mir noch, ob ich die Besuche, zwecks Recherche, einfach regelmäßig fortführe und ihnen gar nicht erzähle, dass ich mit dem Buch fertig bin. Einfach ab und zu ein kleines Gespräch über den Polizeialltag und in aller Geduld Fragen beantwortet bekommen. Mein großer und ewiger Dank schwebt über diesem Revier.

Im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt? Was schreibt Dora Heldt als nächstes?

Ich habe keine Ahnung. Mal sehen, was kommt!

›Böse Leute‹ ist als Premiumausgabe und eBook erhältlich:

Dora Heldt
Böse Leute
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