Gefährliches Gelände

Ein Interview mit Rosemarie Bus zu ihrem neuen Krimi ›Gefährliches Gelände‹

Gefährliches Gelände

Ein Toter am Fuß der idyllischen Josefsthaler Wasserfälle. Ein blondes Haar, an delikater Stelle der Leiche geborgen. 1,8 Millionen Euro in einer türkischen Plastiktüte. Wie das alles zusammenpasst, muss Hauptkommissarin Lautenschlager in ›Gefährliches Gelände‹ schnellstmöglich herausfinden – bevor der Täter wieder zuschlägt. Rosemarie Bus erklärt im Interview, woran es den Ermittlern aber hapert.

Frau Bus, können Sie uns denn schon ein wenig über die Geschichte verraten? Wie kommen denn zum Beispiel die Opfer in diesem Roman zu Tode?

Sie ertrinken. Da die Geschichte am Schliersee spielt, liegt das nahe. Es gibt dort viel Wasser. Nicht nur den See, auch wilde Bergbäche, Wasserfälle, Gumpen….

Hat das was mit Gully zu tun?
Sie kommen offenbar nicht aus Bayern. Gumpen sind eine Art natürliche Badewannen, die entstehen, wenn Schmelzwasser über Jahrtausende immer an der gleichen Stelle im Bachbett landet und mit der Zeit eine Ausbuchtung in den Fels schleift. Die bayerische Version eines Whirlpools, beliebt bei Schulkindern, Nacktbadern und Liebespaaren, die keinen Wert auf Badewannentemperaturen legen. Meist ist das Wasser in Gumpen eisig. Wie überhaupt öffentliches Baden rund um den Schliersee empfindlichen Gemütern nur im August zu empfehlen ist. Was das erste Mordopfer in meiner Geschichte anscheinend nicht weiß. Oder ignoriert.

Das Opfer ertrinkt in einer Art Whirlpool?
So sieht es anfangs zumindest aus. Da das Opfer, ein leicht bekleideter Radler, ohne Ausweis und Handy unterwegs war, bleibt seine Identität längere Zeit ungeklärt. Ebenso wie die Todesursache. Letzteres liegt vor allem an den Schlampereien eines faulen Gerichtsmediziners.

Rosemarie Bus
Die Autorin bei der Tatortbegehung

Wieso kennen Sie sich überhaupt so gut in Schliersee aus?
Mein Mann stammt aus Schliersee. Obwohl wir die meiste Zeit in der Welt herumgezogen sind, haben wir doch die letzten Jahre am Schliersee verbracht. Genügend Zeit, um die Gepflogenheiten der Einheimischen zu studieren, die übrigens nicht alle aus der Gegend stammen. Auch wenn das beim Blick auf die Wahlergebnisse täuscht.

Alles CSU?
Ein paar Freie Wähler gibt es schon. Und sogar von Grünen habe ich gehört.

Ihre Protagonistin ist Journalistin und heißt Stella Felix, wie in ›Es sterben immer drei‹, ihrem ersten Buch.
Stella Felix ist selbstverständlich wieder dabei, immer noch gebeutelt von der Dauerkrise im Journalismus. Inzwischen muss sie ihren Lebensunterhalt als Gesellschafterin eines reichen, alten Mannes verdienen. Eine der deutschen Unternehmerlegenden, die sich gerne im oberbayerischen Raum niederlassen. Wegen der Schönheit der Natur und der Nähe zu Österreich, das sich bislang beherzt gegen eine Aufweichung des Bankgeheimnisses stemmt.

Rosemarie Bus: Gefährliches GeländeWie auch immer, im Umfeld dieser Unternehmerfamilie geschieht der etwas bizarre Mord in der Gumpe, in den Stella Felix gegen ihren Willen hineingezogen wird. Sie beteiligt sich aus persönlichem Interesse und berufsbedingter Neugierde an den Ermittlungen.

Das persönliche Interesse betrifft einen Spitzenkoch, der wie ein kalifornischer Surfer aussieht.


Und wie kommt nun die Kommissarin ins Spiel?
Polizeihauptkommissarin Joe Lautenschlager ermittelt den Fall professionell und klärt ihn auch auf. Gegen den Widerstand diverser Vorgesetzter, die bis ins bayerische Innenministerium reichen.

 

Am nächsten Buch schreiben Sie auch schon, habe ich gehört.
Richtig. Stella und Joe ermitteln gemeinsam im hochmodernen Umfeld der bayerischen Reproduktionsmedizin.

Ärztemilieu, das verspricht ja spannend zu werden.
Selbstverständlich.

 

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