3 Fragen an … Carolin Hagebölling

»Der beste Weg ist immer der eigene.«

In letzter Zeit ist Eva Heinrich ein richtiges Biest: Sie raunzt die hilfsbereite Arbeitskollegin an und setzt den Hamster ihrer Kinder aus, sucht im Netz nach einem One-Night-Stand und kippt ihrem Mann Abführmittel ins Bier. Dabei führt sie seit 15 Jahren eine gute Ehe mit Peter, ist Mutter zweier toller Kinder, hat einen riesigen Freundeskreis und ist gerade Abteilungsleiterin geworden. Warum kann sie nicht einfach glücklich sein? Eine unerwartete Wendung nimmt ihr Leben, als sie in der Silvesternacht Anna, die Freundin ihres Chefs, kennen- und lieben lernt.

1) Wieviel von Ihnen selbst steckt in Ihren Figuren?

Wahrscheinlich mehr, als mir lieb ist. Obwohl meine Figuren fiktiv sind, haben sie Facetten, die sich mit meinen Einstellungs- und Verhaltensmustern decken. Ich glaube, dass eine gewisse Identifikation immer vorhanden ist (solange man nicht über Massenmörder schreibt). Gerade die Protagonistin des zweiten Romans hat mit meiner Lebenswelt nicht viel gemeinsam, trotzdem kann ich ihre Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen.

2) Wie würden Sie Ihr neues Buch in einem Satz beschreiben?

Es geht um den Mut, einen Lebensweg einzuschlagen, der nicht der gesellschaftlichen Norm und dem gelernten Rollenverständnis entspricht.

3) Was begeistert Sie am meisten beim Schreiben?

Einzutauchen in eine Welt der Fiktion, die im Moment des Schreibens Wirklichkeit wird. Die Literatur ist wie ein Prisma, das die Realität in ein unendliches Spektrum an Farben bricht. Wenn ich schreibe, entdecke ich die Wirklichkeit in neuen, faszinierenden Nuancen und Facetten – mit einer unerschöpflichen Vielfalt an Möglichkeiten.

 

Carolin Hagebölling
Ein anderer Morgen
Carolin Hagebölling
Der Brief

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