Der Herbst ist da …

Herbst… die Tage werden kühler und kürzer, das nasse Wetter lässt uns unweigerlich wieder lange Stunden Zuhause verbringen. Endlich Zeit, es sich mit unterhaltsamen Büchern richtig gemütlich zu machen.

›Das Herbstlesebuch‹

Günter Stolzenberger: ›Das Herbstlesebuch‹ Und die alte Ruhe war wieder über dem Walde. – – Zuweilen, wenn das silberne Schiff, die Wolke, einzeln durch die Bläue zieht, so geht unten ein Schatten über den Wald, und dann steht wieder dasselbe feste Licht auf seiner ganzen Breite – – oder wenn das Stahlgrau des Spätherbstes fest über die ganze Himmelskuppel gegossen liegt, so tritt ein Sonnenstrahl heraus und küsset aus dem fernen Buchenhange ein goldnes Fleckchen, das gegen den Rand zieht und von ihm unsichtbar in die Luft tritt, nachher ist dasselbe Grau über alle Weiten.
aus: Adalbert Stifter: Im Herbstwald

 

Im goldenen Herbst zeigt die Natur ihren Farbenreichtum und auch in dieser Anthologie von Günter Stolzenberger ist die Vielfalt der dritten Jahreszeit zu genießen – auch durch die roten Herbstblätter, welche die Texte illustrieren.
Deutschsprachige und internationale Schriftsteller wie Wilhelm Busch, Hilde Domin, Hermann Hesse, Guy de Maupassant oder Jan Weiler stimmen ein auf den Altweibersommer. ›Das Herbstlesebuch‹ versammelt Gedichte und Prosatexte für jeden, der sich auch literarisch an dieser schönen Zeit erfreuen möchte.

›Gedichte für einen Herbsttag‹

Gudrun Bull: ›Gedichte für einen Herbsttag‹ Das ist ein Abschied mit Getümmel,
mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
Luftschaukeln möchten in den Himmel.
Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
DIe Karussels drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

aus: Erich Kästner: Der September

 

Die schönsten Gedichte deutschsprachiger Lyriker vom Barock bis in die Gegenwart sind in diesem Band von Gudrun Bull versammelt. Der farbenfrohe Altweibersommer, der reiche Erntemonat Oktober, aber auch die dunklen Novembertage werden hier besungen.
›Gedichte für einen Herbsttag‹ entführt mit vertrauten Versen, aber auch mit Neuentdeckungen in poetische Gefilde und lässt den oftmals grauen Herbstalltag vergessen.

Anja Jonuleit: ›Herbstvergessene‹

Anja Jonuleit: ›Herbstvergessene‹ »Die Herbstzeitlose hat viele Namen, Herbstvergessene ist nur einer unter ihnen, mir aber der liebste. Er hat so einen traurigblassen Klang, ganz so wie die Pflanze selbst. Ich fand sie schon immer eigenartig, diese rosa Blüten auf ihren dünnen Stängeln, die so aussehen, als bekämen sie zu wenig Licht, und ich habe mich oft gefragt, ob sie den Herbst vergessen haben oder der Herbst sie. Wie verblichen wirkt diese Pflanze, unscheinbar und auf merkwürdige Weise antizyklisch. Sie blüht, wenn alles andere vergeht.«

 

Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt – jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord.
Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli.
Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht …

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.