Finanz-, Wirtschafts- und Fiskalkrise – wohin steuern Deutschland und Europa?

Europas Krise besser verstehen und mitreden!

Europa in der Schuldenkrise

Rettungsschirm, Eurobonds und die Frage, ob der Euro langfristig zu halten ist. Seit Monaten bestimmen diese Themen die Schlagzeilen. Dabei steckt nicht nur Europa in der Krise, auch in Deutschland muss ein Umdenken in der Politik stattfinden und wichtige Reformen durchgesetzt werden. Informieren Sie sich über die aktuellen Themen Europa, Schulden und Krise und disktutieren Sie mit!

So nicht, Europa!

Kritisiert wurde die EU und ihre oftmals erfolglosen Bemühungen, gemeinsame Interessen umzusetzen, von jeher. Zu träge würden Entscheidungen gefällt, die EU halte sich mit kleinen Problemchen auf, statt die wirklich notwendigen, umfassenden Reformen anzupacken. ›So nicht, Europa!‹ meint daher auch Jochen Bittner, Brüsseler Europa- und Nato-Korrespondent der ZEIT. In seinem Buch ›So nicht, Europa!‹ zeigt er die drei großen Fehler der EU auf:
1. Die EU regelt Kleines zu groß und Großes zu klein.
2. Die EU regelt Weiches zu hart und Hartes zu weich
3. Die EU bewegt sich oben zu schnell und unten zu langsam.

Doch sind dies die einzigen Knackpunkte, die Europa in die Krise geführt haben? Wie konnte eine Schuldenkrise, wie wir sie derzeit erleben, in diesem Ausmaß überhaupt erst entstehen und unaufhaltsam seinen Lauf nehmen?

Schulden ohne Sühne?

Kai A. Konrad und Holger Zschäpitz beschreiben in ihrem Buch ›Schulden ohne Sühne?‹  die  die Hintergründe der europäischen Staatsschuldenkrise – auch für Laien leicht verständlich und nachvollziehbar. Sie benennen die Steuermänner Europas, die das einst stolze Schiff Europa in die Krise gelenkt haben und für sein mögliches Sinken verantwortlich sind. Sie decken wirtschaftliche und politische Interessenverflechtungen auf, die den Verlauf der Krise erklären und die künftigen Entwicklungen verständlich machen können. Dabei erläutern die beiden Autoren auch, warum es überhaupt Staatsschulden gibt, Politiker so gerne Schulden machen und was uns Bürger Europas Krise am Ende wirklich kostet. Außerdem zeigen sie Versäumnisse der EU-Politik und Lösungswege, die Schuldenkrise doch noch in den Griff zu bekommen.

Unterm Strich

Probleme gibt es nicht nur auf europäischer Ebene, auch in Deutschland wachsen die Schuldenberge. Hier müssen nicht nur die Politiker, sondern vor allem auch die Bürger lernen, umzudenken. Reformen sind nötig, auch wenn sie weh tun. Peer Steinbrück analysiert in ›Unterm Strich‹ schonungslos die wirtschaftliche Lage in Deutschland und zeigt, an welchen Stellen Einschnitte gemacht werden müssen. Politik und Gesellschaft müssen aufhören, auf lange Sicht unhaltbare Versprechungen zu machen bzw. unbezahlbare Leistungen einzufordern. Stattdessen müssen wir alle damit beginnen, Tabuthemen offen zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen. Nur so kann die Wirtschaft gestärkt und die Schuldenspriale aufgehalten werden.

Die Pensionslüge

Eines dieser Tabuthemen sind zum Beispiel die Renten und vor allem die Pensionszahlungen für Beamte. Denn hier hat der Staat viel zu wenig Rücklagen gebildet, um den Pensionsansprüchen seiner Beamten Rechnung tragen zu können. Dabei werden die Kosten für Pensionen in den nächsten Jahren explodieren: Bis 2040 kosten sie den Steuerzahler die unvorstellbare Summe von rund einer Billion Euro. Die Finanzkrise und die Rettung von Banken sind nichts dagegen, wie Christoph Birnbaum in ›Die Pensionslüge‹ schonungslos aufdeckt. Betroffen sind davon nicht nur Beamte, sondern die gesamte Gesellschaft. Allen voran die künftigen Generationen.  

Marianne Bohl, dtv

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