Folge 14: Ich liebte eine schöne Frau

Ernö Zeltner (Hg.)

In unserem Bücher-Podcast können Sie sich diesen Monat von ungarischen Miniaturen verzaubern lassen. Entdecken Sie die großen ungarischen Autoren Ernö Szép, Antal Szerb und Gyula Krúdys durch diese Sammlung neu und wieder!

Budapest – eine Stadt wie geschaffen für Kaffeehausliteraten und Flaneure. Gyula Krúdy, Ernö Szép und Antal Szerb fühlten sich schon in jungen Jahren von der Strahlkraft der Hauptstadt angezogen. Ihre Streifzüge führten sie durch die Stadtteile diesseits und jenseits der Donau, in Bürgerhäuser, Cafés und Etablissements für Nachtschwärmer.

Ihre klugen Beobachtungen hielten sie in pointierten Prosaminiaturen fest, deren Ton zwischen nostalgischer Melancholie und handfestem Realismus changiert. Mit feiner Ironie und hintersinnigem Humor lässt etwa Ernö Szép seine wenig ruhmreichen Anfangszeiten als Adressenschreiber bei einer Budapester Bank wieder aufleben, sinniert Antal Szerb über das Schweigen mit den zwei Gesichtern und begleitet Gyula Krúdy seinen Helden Sindbad auf dessen Fahrten durch die bewegten Gewässer der Liebe.

Während aus Gyula Krúdys Texten der allmählich verblassende dekadente Charme des untergehenden Kaiserreiches leuchtet, gewähren Ernö Szép Miniaturen einen Einblick in den Alltag der Zwischenkriegsjahre. Antal Szerbs Texte hingegen lassen bereits den heraufziehenden Weltkrieg ahnen.

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