Folge 15: Der Strom, der uns trägt

Rinus Spruit

Der Strom, der uns trägt

Der alte Reetdachdecker erzählt, sein Sohn Rinus Spruit schreibt es nieder: Schon als Kind hat es Jan Spruit, Jahrgang 1911, auf die Dächer der Bauernhöfe seiner seeländischen Heimat in den Niederlanden gezogen. Wie sein Vater und seine Brüder erlernte auch er das Handwerk des Reetdachdeckers.

Bei Wind und Wetter ist er mit dem Fahrrad unterwegs, übernachtet in zugigen Scheunen, ist mit Leib und Seele bei der Arbeit. Selbst im hohen Alter vermag er sich nicht zur Ruhe zu setzen – seine Berufsehre verbietet ihm, jemanden den Wunsch nach einer Reperatur abzuschlagen.

Als sein Sohn ihn bittet, aus seinem Leben zu erzählen, offenbart Jan Spruit eine Lebensgeschichte voller Genügsamkeit und beharrlicher Hingabe an sein Handwerk. Zurückhaltend, mit feinem Humor und ohne falsche Nostalgie hat Rinus Spruit das einfache, entbehrungsreiche Dasein der Familie eines Reetdachdeckers in seinem Roman ›Der Strom, der uns trägt‹ aufgezeichnet. Er fügt die Bruchstücke eines Lebens ohne Wahlmöglichkeiten, ohne soziale Absicherung, zu dem warmherzigen und liebevollen Portrait seines Vaters zusammen, fängt eine untergegangene Welte ein und weitet die Familienchronik zu einer berührenden Geschichte über Zeit und Vergänglichkeit.

Rinus Spruit

Rinus Spruit, geboren 1946 in Nieuwdorp, hat viele Jahre als Krankenpfleger gearbeitet. Daneben war er journalistisch tätig und hat für seine Kurzgeschichten verschiedene Preise gewonnen. Intensiv beschäftigt er sich mit der Fotografie; aus dem Leben seines Vaters hat er eindrucksvolle Ausschnitte festgehalten.

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Folge 15: Rinus SpruitDer Strom, der uns trägt

 

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Ein Kommentar zu “Folge 15: Der Strom, der uns trägt

  • 9. August 2011 um 16:53
    Permalink

    Ein Buch wie ein Epos.
    So typisch Zeeuws.
    Als Niederlaenderin, wohnend in Deutschland , erlebte ich die liebe zeeuwse Nuechternheit die so kermerkend ist fuer uns, Niederlaender. ( Von den Deutschen inmmer falsch Hollaender genannt.)

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