Günter Stolzenberger (Hg.): Das Herbstlesebuch

Eine Empfehlung von Esther Boeminghaus, dtv Lektorat Klassik

»Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig; es hat sich eigentlich gar nichts geändert – und doch alles.«
Kurt Tucholsky

Dieses Gefühl ist etwas ganz Besonderes. Man kann den Herbst riechen, wie man den Regen und den Schnee riechen kann und man weiß, dass eine neue Zeit angebrochen ist. In ›Das Herbstlesebuch‹ lassen sich viele Texte und Gedichte finden, die einen an das erinnern, was man selbst mit dem Herbst verbindet: zum Beispiel Drachensteigen, die ersten Birnen vom Baum holen, Waldspaziergänge machen, Kastanien sammeln, mit einem Tee auf der Couch sitzen oder Gruselgeschichten lesen. Doch das ist längst nicht alles. In diesem Buch kann man erfahren, was an Halloween in Celle so besonders ist, warum man beim Pilze sammeln manchmal statt der Pilze etwas ganz anderes im Korb hat und wie man mit einem Schirm plötzlich das Fliegen lernt.

Besonders schön finde ich, dass sich hier Anekdoten, Märchen, Gedichte, skurrile, heitere und nachdenkliche Beobachtungen mischen und so viele Facetten des Herbstes auftauchen, dass man über die Vielfalt dieser Jahreszeit nur staunen kann. Franz Hohler, Alex Capus, Hilde Domin, Hermann Hesse, Marcel Proust, Arthur Conan Doyle und viele andere Autoren erzählen von ihrem Herbstgefühl: Ein herrliches Buch für verregnete Tage.

Eine Empfehlung von Esther Boeminghaus, dtv Lektorat Klassik

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