Perri Knize: Der verlorene Klang

Eine Empfehlung von Heinz-Andrea Spychiger

Erinnern Sie sich noch an Ihren Musikunterricht in der Schule? Bei mir bestand er mehr aus Theorie als aus allem anderen, und schnell wurde einem das Etikett »unmusikalisch« angehängt. Doch zum Glück gab es noch ein musikalisches Leben außerhalb der Schule: Rock, Klassikrock und einige Symphoniekonzerte sorgten später dann doch für ein sensibilisiertes Hören, ein erhellendes Leseerlebnis tat sein Übriges: ›Nada Brahma. Die Welt ist Klang‹ des Jazzkritikers Joachim Ernst Berendt. Plötzlich wurde die Welt zu Musik – und ich trat in einen Chor ein.

Der verlorene KlangUnd jetzt dieses Buch von Perri Knize: ›Der verlorene Klang‹! Daraus spricht eine Leidenschaft für den Klang eines Musikinstruments, eine Leidenschaft für ein Klavier, das bei seiner Ankunft im Haus nicht mehr so klingt, wie beim Probespiel. Mitreißend ist diese Odyssee um die halbe Welt, um das Geheimnis dieser einen, ganz besonderen Art des Stimmens zu lüften, die aus dem Ton mehr macht als bloß den Ton. Dazu kommen die wunderbaren Begegnungen mit Menschen, die auch auf der Suche sind – sei es nach dem besten Tonholz oder einer physikalischen Erklärung für die Wirkung von Musik – und die über Klänge und Musik so viel wissen, dass man fast neidisch zuhört und liest, liest, liest.

Ein wunderbares Geschenk für jeden, der vieles über Musik weiß, und ein spannendes Lesevergnügen auch für diejenigen, die am Anfang ihrer ganz persönlichen Musikkarriere stehen.

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