Tom Reiss über seine Inspiration

Reiss' Weg vom ›Grafen von Monte Christo‹ zum ›schwarzen General‹

Für sein Werk ›Der schwarze General‹  wurde Tom Reiss dem Pulitzer-Preis 2013 ausgezeichnet. Spannend und anschaulich erzählt er die unglaubliche Geschichte von Alex Dumas, dem Vater des Schriftstellers Alexandre Dumas, der als ehemaliger Sklave und erster Farbiger eine westliche Armee befehligte.

Hier erzählt Tom Reiss, was ihn zu ›Der schwarze General‹ inspiriert hat …

»Auf diese Geschichte bin ich zum ersten Mal in einem Bücherregal im Keller meiner Eltern gestoßen.
Tom ReissMeine Mutter ist in Frankreich aufgewachsen. Ihre Eltern wurden von den Nazis getötet. Sie überlebte in einem Waisenhaus. Als sie neun war, fiel ihr ›Der Graf von Monte Christo‹ in die Hand. Sie verschlang das Buch. Als sie nach dem Krieg nach Amerika auswanderte, nahm sie es mit, und heute steht dieser schäbige grüne Band in meinem Regal, zusammen mit all den anderen Werken von Dumas, die der Adoptivvater meiner Mutter, mein geliebter Großonkel, ihr geschenkt hatte, damit sie sich etwas mehr zu Hause fühlte.

Diese Bücher waren immer sehr wichtig für mich, als Verbindung zum Land meiner Mutter. Meine Mutter ist in einer Zeit großgeworden, als die Menschen drangsaliert wurden und Grausamkeit und Vorurteile die Welt beherrschten. Wahrscheinlich verkörpert ›Der Graf von Monte Christo‹ einen wunderbaren Tagtraum der Rache für alle, die sich als hilflose Opfer grausamer Gewalt fühlen.« 

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