Unsere dtv-Neuerscheinungen im April 2018

Diese Bücher lassen die Welt einen Moment anhalten, wecken Frühlingsgefühle oder sind einfach atemberaubend spannend: ›Die Frau, die liebte‹, ›Nora Webster‹, ›NACHTWILD‹ u.v.m.

Bücher, die zum Denken anregen

Janet Lewis: ›Die Frau, die liebte‹

»Dieser Roman gehört mit zum Besten, was die amerikanische Literatur zu bieten hat.« Vikram Seth
 

Als Martin Guerre nach langjähriger, rätselhafter Abwesenheit endlich zu seiner Frau zurückkehrt, ist Bertrande de Rols, eine Frau von 30 Jahren, von Sinnen vor Glück. Der inzwischen zehnjährige Sohn weicht dem Vater nicht mehr von der Seite, das Gut blüht auf, die große Familie ist wieder vereint. Acht Jahre lang hatte Bertrande sich gesehnt, hatte gebangt und gezürnt, war weder Witwe noch frei gewesen, und jetzt – endlich – kann sie sich hingeben. Der Liebe, ihrer Sinnlichkeit, seinem Begehren. Welcher Dämon treibt ihr plötzlich Zweifel ins Herz? Ist der Mann, den sie liebt, wirklich Martin? Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einer düsteren Ahnung, entfesselt sie eine richterliche Untersuchung – und eine Tragödie.

Jason Hickel: ›Die Tyrannei des Wachstums‹

»Ein Buch voller Fakten, Zorn und Herzblut.« Anthony Loewenstein

Seit Dekaden hören wir, Entwicklung hilft: Die südlichen Länder der Welt schließen zum reichen Norden auf, die Armut hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert, bis zum Jahr 2030 ist sie verschwunden. Das ist eine tröstliche Geschichte, die von Politik und Wirtschaft gerne bestätigt wird. Aber sie ist nicht wahr. In Wirklichkeit hat sich die Einkommenslücke zwischen Nord und Süd seit 1960 verdreifacht, 60 Prozent der Weltbevölkerung verdienen weniger als 4,20 Euro am Tag. Armut ist kein Naturphänomen, sie wird gemacht.

Hala Kodmani: ››Sie können mir den Kopf abschlagen, aber nicht meine Würde nehmen‹‹

Mutig in Rakka

Ruqia Hassan war eine junge muslimische Lehrerin. Sie lebte in Raqqa und postete unter Pseudonym gegen Assad und den Islamischen Staat. Bis sie verraten wurde. Für ihre Kritik wurde sie vom IS ermordet. Hala Kodmani hat das Lebensumfeld von Ruqia genau recherchiert, immer wieder streut sie deren Original-Facebook-Einträge in den Text ein. So gelingt es ihr, die junge Frau authentisch darzustellen: ihren Ängsten, Hoffnungen, der Liebe zu ihrem Land und der wachsenden Wut Ausdruck zu verleihen.

Janet Lewis
Die Frau, die liebte
Jason Hickel
Die Tyrannei des Wachstums
Hala Kodmani
»Sie können mir den Kopf abschlagen,...

Der eigene Weg

Colm Tóibín: ›Nora Webster‹

Colm Tóibíns Meisterwerk endlich im Taschenbuch

Er war »die Liebe ihres Lebens«. Als Maurice viel zu früh stirbt, verfällt Nora in einen Schockzustand. Im provinziellen Irland der Sechzigerjahre muss sie nun versuchen, ein selbstbestimmtes Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zu führen. Sie sucht sich einen Job, färbt sich die Haare, um jünger auszusehen – ein Skandal in der Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und sie auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Nora, katholisch und gleichzeitig unkonventionell, sucht mit grimmiger Intelligenz neue Wege für sich und ihre Kinder. Vor allem aber wächst sie über ihre Rolle als Mutter und Witwe langsam hinaus. Colm Tóibín gelingt das Porträt einer Frau, die sich allen widrigen Umständen zum Trotz die Echtheit ihrer Gefühle bewahrt und so schließlich Unabhängigkeit erlangt.

Carolin Hagebölling: ›Ein anderer Morgen‹

»Der beste Weg ist immer der eigene.«

In letzter Zeit ist Eva Heinrich ein richtiges Biest: Sie raunzt die hilfsbereite Arbeitskollegin an und setzt den Hamster ihrer Kinder aus, sucht im Netz nach einem One-Night-Stand und kippt ihrem Mann Abführmittel ins Bier. Dabei führt sie seit 15 Jahren eine gute Ehe mit Peter, ist Mutter zweier toller Kinder, hat einen riesigen Freundeskreis und ist gerade Abteilungsleiterin geworden. Warum kann sie nicht einfach glücklich sein? Eine unerwartete Wendung nimmt ihr Leben, als sie in der Silvesternacht Anna, die Freundin ihres Chefs, kennen- und lieben lernt.

Gina Ochsner: ›Die versteckten Briefe‹

»Gina Ochsner betört den Leser mit einer Fülle zauberhafter Geschichten.« Kirkus Reviews

Eine rostige Blechdose mit Briefen? Eigentlich wollte der zwölfjährige Maris nur den Familienstammbaum sehen. Doch Inara beschließt, ihrem Sohn endlich die tragische Geschichte ihrer Familie anzuvertrauen. Sie weiß: Bei Maris, der mit seinen großen Ohren sogar die Geheimnisse der Toten zu hören vermag, ist sie gut aufgehoben. Und so erzählt sie: von Urgroßvater Oskars, der nach Sibirien verbannt wurde, weil er eine Bibel besaß; von Urgroßvater Ferdinands, der in ein Arbeitslager verschleppt wurde; von Aalfang bei Mondschein, heimlichen Küssen beim Sonnenwendfest – und von der Briefeschreiberin Velta, über die es hieß: Schweigen habe diese Frau verzehrt, als hätte sie einen Ozean aus Stille verschluckt.

 

Colm Tóibín
Nora Webster
Carolin Hagebölling
Ein anderer Morgen
Gina Ochsner
Die versteckten Briefe

Atemberaubend

Gin Phillips: ›NACHTWILD‹

Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.

Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.

 

Gin Phillips
NACHTWILD

 

 

 

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