Ursula Fricker erhält den Brandenburgischen Kunst-Förderpreis

Fricker

Wir gratulieren ganz herzlich! Ursula Fricker gewinnt einen der 33  Kunst-Förderpreise des Bundeslandes Brandenburg. Ihr Roman ›Lügen von gestern und heute‹ ist eine Geschichte über die Sehnsucht nach dem Guten und Richtigen, über drei Menschen, die sich selbst behaupten müssen und staunend erkennen, wer sie eigentlich sind. Ursula Fricker erzählt lebendig, authentisch, aktuell von Flüchtlingen in einer Großstadt.

Die Jurybegründung:

»Die in Buckow ansässige Schriftstellerin Ursula Fricker studierte in Bern Sozialarbeit und war anschließend zunächst im theaterpädagogischen Bereich tätig. Seit 1997 hat sie diverse journalistische und literarische Texte in Zeitschriften, Magazinen und Anthologien veröffentlicht. Ihr erster Roman ›Fliehende Wasser‹ erschien im Pendo-Verlag. Im Jahr 2009 folgte ein Roman „Das letzte Bild“ im Rotpunktverlag, der drei Jahre später auch den dritten Roman mit dem Titel „Außer sich“ publizierte. Zuletzt erschien 2016 der Roman ›Lügen von gestern und heute‹ bei dtv. Ihre Arbeiten wurden bereits mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Dazu gehören insbesondere das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin (1997), Werkjahre in Schaffhausen (2003), Zürich (2004) sowie über die Pro Helvetia (2006 und 2016), der Einzelwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung (2004), Aufenthaltsstipendien in New York und London sowie noch etliche weitere Förderungen. Für Ihre Bewerbung um den Brandenburgischen Kunst-Förderpreis hat sie ein Romankonzept mit dem Arbeitstitel ›Haus am Hang‹ eingereicht. Es geht darin um eine Frau namens Barbara, die sich in einem Theaterprojekt engagiert, wobei sie zusehends dem Einfluss der obsessiven Regisseurin Magda Pratt erliegt. Aus der Freiheit, über sich selbst zu bestimmen, gibt sie zusehends diese Freiheit auf. Der Reiz der Unterwerfung als Thema des Romans wird teilweise im Thema des Stücks gespiegelt, das Magda Pratt inszeniert: Darin geht es um die Grenzen ästhetischer Erfahrung, die auf der Folie des Stalin-Regimes ausgelotet werden soll. Das Projekt überzeugte die Jury durch das intellektuell anregende Sujet, durch eine fesselnde Erzählweise sowie durch eine psychologisch ebenso feine wie schlüssige Zeichnung der Personen und ihrer Handlungsweisen.«

Der Preis:

Der Brandenburgische Kunst-Förderpreis in Höhe von monatlich 830 Euro wird für einen Zeitraum von je vier Monaten vergeben. Dieses Jahr wurden 33 Stipendien an Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Musik und Darstellende Kunst verliehen. Die Arbeitsstipendien sollen den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, Entwürfe zu realisieren, geplante Arbeiten zu beginnen oder begonnene Werke fortzusetzen bzw. zu beenden. Um den Brandenburgischen Kunst-Förderpreis konnten sich nur brandenburgische Künstlerinnen und Künstler oder solche mit Schaffensschwerpunkt im Land Brandenburg bewerben.

Bilder der Preisverleihung (mit freundlicher Genehmigung des Veranstalters):

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