Rolf Lappert zum 50-jährigen Jubiläum von dtv

Heute: Rolf Lappert, Autor

An die Bücher von dtv erinnere ich mich auch wegen der Umschläge. Die Illustrationen des Schweizer Grafikers Celestino Piatti waren jahrzehntelang ein Markenzeichen des Verlags. Der Wiedererkennungswert war enorm. Erst als ich mit 17 selber eine Ausbildung zum Werbegrafiker machte, setzte ich mich etwas kritischer mit seinen Arbeiten auseinander und fand, man könnte langsam in eine neue Ära der Cover-Gestaltung eintreten.

Was dann ja Anfang der 90er-Jahre auch geschah. Das Verlagsprogramm blieb mit dem gewandelten Erscheinungsbild so spannend wie eh und je. Neues neben Klassikern, Sachbücher neben Kinderbüchern.

Bei meiner Mutter und meiner Großmutter standen immer dtv-Ausgaben in den Regalen. Dickens, Scott-Fitzgerald, Kästner, Steinbeck, Böll. Als Kind interessierten mich natürlich Jack London und Jules Verne. Ich erinnere mich daran, Loriots ›Kleiner Ratgeber‹ als dtv-Büchlein entdeckt zu haben. Da war ich vielleicht 14. Ab sofort zeichnete ich Männchen mit Knollennase.

Was für eine Freude und Ehre, seit ein paar Jahren selber der Autorenriege dieses wunderbaren Verlages anzugehören! Und was für ein Vergnügen, die eigenen und fremden Bücher in die Hand zu nehmen! Piatti hat damals eine großartige gestalterische Arbeit geleistet – die neuen Leute in der dtv-Grafikabteilung führen diese Tradition in bester Weise fort. Und machen einfach rundherum schöne Bücher! Für einen gelernten Grafiker, der zum Schriftsteller geworden ist, eine keineswegs unwichtige Tatsache.

Rolf Lappert, Autor

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