Von Satirikern
und Schulmeistern

Erich Kästner verstarb heute vor 40 Jahren in München

Erich Kästner
»Satiriker können nicht schweigen,weil sie Schulmeister sind. Und Schulmeister müssen schulmeistern. Ja, und im verstecktesten Winkel ihres Herzens blüht schüchtern und trotz allem Unfug der Welt die törichte, unsinnige Hoffnung, daß die Menschen vielleicht doch ein wenig, ein ganz klein wenig besser werden könnten …« Erich Kästner

Erich Kästner verstarb heute vor 40 Jahren in München. Mit zahlreichen Geschichten und Büchern, die Kinderwelten ernst nehmen und ihnen eine eigene Macht zusprechen, schreibt sich Kästner bis heute in die Herzen junger Leser. Ob die Moral der Geschichten schulmeisterlich oder aber satirisch sind, liegt dabei im Verständnis des Betrachters. Bis heute liefern Werke wie ›Pünktchen und Anton‹ oder ›Das doppelte Lottchen‹ die Grundlage für erfolgreiche Verfilmungen. Auch Erich Kästners lyrische, prosaische und dramatische Werke für Erwachsene sprechen den unbequemen Kritiker im Leser an.

Biographisches

Erich Kästner, geboren am 23. Februar 1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg in Leipzig Germanistik, Geschichte und Philosophie und promovierte 1925. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war er als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen tätig. Während der Nazizeit hatte er Publikationsverbot und schrieb vor allem Drehbücher. Von 1945 bis zu seinem Tod am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der ›Neuen Zeitung‹ und Mitarbeiter der Kabarett-Ensembles ›Die Schaubude‹ und ›Die kleine Freiheit‹.

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 Kleine lyrische Auswahl

In ›Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke‹ findet der Leser humorvolle, ironische und bissige Gedichte gegen Weltschmerz, Liebeskummer, Ärger und andere Störungen des seelischen Gleichgewichts. Kästners Auftragsarbeit für eine Zeitschrift, ›Die dreizehn Monate‹, besteht aus Naturgedichten »eines Großstädters für Großstädter« und Illustrationen von Celestino Piatti. ›Ein Dichter gibt Auskunft‹ ist eine Zusammenstellung von Marcel Reich-Ranicki, der die amüsantesten 121 Gedichte aus dem gesamten Werk Kästners in einem Buch vereint.

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 Aus Kästners Prosa

Erich Kästners Prosa hält der zeitgenössischen Gesellschaft gern den satirischen Spiegel vor. Seine Berliner Zeit von 1927 bis 1933 reflektiert und karikiert er in dem Großstadt-Roman ›Fabian‹. ›Zwischen hier und dort‹ und ›Kästner im Schnee‹ hingegen sind unterhaltsame Anthologien von Gedichten, Geschichten, Briefen und Fotografien des gern reisenden Autoren und scharfsinnigen Beobachters Kästner.

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 Kästners Gesamtwerk

Das gesamte literarische Schaffen Erich Kästners versammelt sich in neun Bänden. Kommentierte Gedichte, Kabarett-Texte, Romane, Theaterstücke, Publizistik, Romane für Kinder und Nacherzählungen sind für Kästner-Liebhaber und Kästner-Forscher gedacht. Die Titel sind auch ohne Kommentar als Einzelbände erhältlich.

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