Eberhard Mock

Eberhard Mock ist Krajewskis ungewöhnlicher Ermittler aus Breslau und gilt als »Jagdhund« mit unfehlbarem Instinkt, welcher allerdings hin und wieder von seinem Hang zum Alkohol getrübt wird. Trotz seiner Alkoholprobleme avanciert er im Lauf der Zeit vom Kriminalassistenten zum Kriminaldirektor. Sein Einsatzbereich ist zunächst die „Sitte“ – die Kontrolle und Überwachung des Breslauer Rotlichtmilieus, dem er selbst nicht abgeneigt gegenübersteht. Er genießt seine Bordellbesuche und die für ihn damit verbundenen Trinkgelage. Auch später, als er zur Mordkommission wechselt, hat er beste Verbindungen ins »Milieu«.

Seine Methoden zeichnen sich aus durch teilweise rohe Brutalität, Korruption und seine Zusammenarbeit mit der Breslauer Unterwelt, die er sich durch Strafvereitelung gefügig gemacht hat.

Eberhard Mock schreckt allerdings auch nicht davor zurück, seine ›effektiven Methoden‹ auch im Privatleben anzuwenden …

Mock ist eine zwiespältige Person, sehr belesen und intelligent einerseits, anderseits Polizist, dem jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen. Am liebsten würde sich Mock ganz dem Studium der lateinischen Literatur widmen – ein erstaunlicher Gegenpol zu der Brutalität, die seinen Charakter prägt. 

Immer aber »dürstet ihn nach Gerechtigkeit« – auch die Verwandlung Breslaus in eine Nazi-Festung hält ihn nicht davon ab, den sadistischen Mörder eines jungen Mädchens zu suchen, denn »er kann Breslau nicht sich selbst überlassen« (Marek Krajewski).

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