Die Varusschlacht

Fragen an den Experten …
Prof. Dr. Siegmar von Schnurbein (10. Juni 2008)

In den letzten zehn, fünfzehn Jahren hat sich im Hinblick auf die Varusschlacht einiges verändert. Sie, Herr Professor von Schnurbein,waren maßgeblich daran beteiligt.
Ich nenne zwei Punkte:
– Die Örtlichkeit der Varusschlacht
– Die Bewertung und historische Einordnung der römischen Niederlage unter europäischen bzw. universalhistorischen Aspekten.
Stichwort »Kalkriese«: Haben wir endlich den Ort der Katastrophe
gefunden?

Ich weiß es nicht … Denn in der Archäologie können wir eine solche Frage nicht mit der im naturwissenschaftlichen Sinne sicheren Art und Weise beweisen. Wir können nur Indizien sammeln. Denn ein Ortsschild oder irgendetwas Ähnliches gibt es dort nicht. Was wir haben, das sind Tausende von römischen Metallgegenständen der augusteischen Zeit, militärische Dinge, vor allem aber Münzen, die uns bei der Datierung sehr gut helfen – und daraus kann man mit guten Gründen ableiten, dass dieser Platz Kalkriese mit der Niederlage im Teutoburger Wald 9 n. Chr. in Verbindung gebracht werden kann. Ein wirklicher Beweis wird wohl niemals möglich sein.

Es gibt Gegenstimmen, die die Beweislage als nicht ausreichend ansehen …

Das ist in der Wissenschaft etwas vollkommen Normales. Immer dann, wenn man nur mit Wahrscheinlichkeiten argumentieren kann – und das ist ja bei uns der Fall –, ist es selbstverständlich, dass Gegenstimmen auf der Grundlage der nicht sicher zu beantwortenden Fragen andere Meinungen vertreten. Wir diskutieren das im Kollegenkreise nach allen Regeln der Methodik und kommen in den Schwerpunkten der Antworten stärker zu einem Ja oder stärker zu einem Vielleicht oder stärker zu einem Nein. Das ist ein normaler Prozess. Nach meiner Beobachtung ist der größere Teil der Kollegen allerdings der Meinung, dass Kalkriese mit dem Schlachtfeld des Jahres 9 n. Chr. verbunden werden darf.

Von Tacitus (Ann. I 60 ff.) wissen wir, dass Germanicus sieben Jahre später das Schlachtfeld in Augenschein genommen hat. Er ließ die Gebeine der Gefallenen einsammeln und ehrenvoll bestatten. Reichen die Funde von Kalkriese aus, um auch dies zu bestätigen?

Nicht hundertprozentig, denn der Grabhügel, den Germanicus hat errichten lassen, ist ja, wie wir bei Tacitus hören, anschließend von den Germanen wieder eingeebnet worden. Aber es sind die berühmten Knochengruben in Kalkriese am Bergfuß zutage gekommen, und in diesen Knochengruben konnte nun festgestellt werden, dass sowohl Menschenknochen als auch  Tierknochen bereits in angewittertem Zustand und zum Teil von Tieren angenagt waren, als sie in die Gruben gekommen sind. Diese Knochen waren zum Teil noch im losen Verband, so dass also Teile eines Skelettes noch herumgelegen haben, als sie von irgendjemandem in diese Gruben gepackt worden sind. Und dieser Befund passt doch recht gut zu der Schilderung des Tacitus für den Aufenthalt des Germanicus und die Bestattung der herumliegenden Gebeine.

In der Altertumsforschung, besonders der deutschen, gibt es einen alten Streit um die Frage: Hatte die römische Führung – also Augustus und seine Berater – von Anfang an vor, zwischen Rhein und Elbe, Main und Nordsee eine Provinz Großgermanien zu etablieren? Oder handelte es sich bei den wiederholten Vorstößen in den Nordosten um vorbereitende Operationen, von deren Ausgang es abhängen würde, eine Großprovinz »Germania Magna« in Erwägung zu ziehen? John führt dazu in der RE XXIV (von 1963) aus: »Die Sommerfeldzüge des Varus – von denen vor dem Jahr der clades Variana nichts überliefert ist – waren also lediglich eine vorsichtige Demonstration der römischen Waffenmacht und keine eigentlichen Kriegszüge …« Hat diese Sicht heute noch Bestand? Vor allem, wenn man die Entdeckung der römischen Siedlung in Waldgirmes an der Lahn in diese Überlegungen einbezieht?

Diese Überlegung … oder diese Darstellung von vor einigen Jahrzehnten hat heute keinen Bestand mehr. Der Erste, der das mit sehr guten Argumenten schon vor einigen Jahrzehnten aufgegriffen hat, war Dieter Timpe. Und in der Zwischenzeit hat sich doch durchgesetzt, dass man damit rechnen muss: Rom wollte bereits nach den Jahren des Drusus dort eine Provinz vorbereiten. Die neue Fundstelle bei Hedemünden an der Werra gibt dazu noch nichts Konkretes her, aber die Funde sprechen eindeutig dafür, dass das Heer dort, aus welchen Gründen und in welchem Zusammenhang auch immer, längere Zeit zugebracht hat, und es ist für mich nur eine Frage der Zeit, bis weitere Stützpunkte oder Marschlager bis zur Elbe hin entdeckt werden.
Rom hat die Elbe mehrfach erreicht, und es ist überhaupt kein Zweifel für mich, dass diese Provinz entstehen sollte. Und nachdem wir nun die Siedlung in Waldgirmes haben, eine römische Stadt mit allem Drum und Dran, was zu einer Stadt gehört, in erster Linie einem bereits in Stein fundamentierten Forumsgebäude, dem Herzen einer römischen Stadt, da kann für mich kein Zweifel bestehen, dass Rom bereits alles darangesetzt hat, hier eine neue römische Provinz zu schaffen.

Es gibt die vieldiskutierte Stelle bei Cassius Dio (56, 18, 2): »… und man begann eben mit der Anlage von Städten.« Dieses »eben« bezieht sich auf die Zeit, als Varus 7 n. Chr. das Kommando in Germanien übernahm. Leider nennt Dio keine Namen. Kann es sein, dass er im Bau befindliche Siedlungen wie jene von Waldgirmes an der Lahn meint – und können wir damit rechnen, dass in den kommenden Jahrzehnten weitere Plätze dieser Art gefunden werden?

Zunächst einmal haben wir ja, auch zu unsrer eigenen Überraschung, in Waldgirmes aus einem Brunnen ein dendro-chronologisches Datum, das bezeugt, dass der Brunnen bereits 4/ 3 v. Chr. angelegt worden ist. Und da wir in Waldgirmes bis jetzt keinerlei Hinweise dafür haben, dass dort zunächst ein Militärlager war, gehen wir davon aus, dass diese Stadt schon in den Jahren ab 4/ 3 v. Chr. allmählich gebaut worden ist. Insofern bezieht sich dieses »eben« von Cassius Dio sicherlich nicht auf die Zeit des Varus allein, sondern ist chronologisch breiter zu fassen.
Cassius Dio spricht von mehreren Städten, die gegründet worden sein sollen, und ich halte das für durchaus wahrscheinlich. Allerdings kann man auch ins Feld führen, dass im Militärlager Haltern im Laufe seines Bestehens Elemente hinzutraten, die auf einen militärisch-zivilen gemischten Stützpunkt verweisen. Vielleicht hat Cassius Dio auch so etwas im Sinn gehabt, als er den Begriff »Stadt« verwendet hat. Allerdings muss man ja auch sagen, dass die Anlage von römischen Militärlagern häufiger in der römisch-griechischen Literatur als Stadt bezeichnet wird. Es werden in der antiken Literatur verschiedentlich die Militärlager mit einer Stadt verglichen, und man muss deutlich sagen: Ein römisches Militärlager ist nur eine Sonderform einer Stadt. Nichts anderes. Und insofern ist es für mich, wenn man über den Begriff »Stadt« in diesem Zusammenhang streitet, ein eher müßiger Streit.

Aus den Quellen ist ja nicht klar abzuleiten, dass Varus seinen Posten in Germanien als »legatus Augusti pro praetore« übernommen hat, mit den Kompetenzen eines offiziellen Provinzstatthalters, wie er sie bereits in Syria und Africa innehatte. Wie würden Sie die Stellung von Varus in diesem seltsamen Schwebezustand einordnen?

Ich kann da gar keine Entscheidung fällen, ob er nun den Titel hatte oder nicht. Er ist nicht überliefert für ihn. Ich halte das aber auch nicht unbedingt für relevant. Die Tatsache ist, dass er den Auftrag hatte, die Provinz zu schaffen, und dass er den Oberbefehl gehabt hat. Für mich sprechen diese Aufgaben dafür, dass er im Sinne eines »legatus Augusti pro praetore« eingesetzt gewesen ist.

Durch die Grabungen und Analysen von Armin Becker und Gabriele Rasbach wissen wir, dass die Siedlung von Waldgirmes nicht aus einem größeren Militärlager hervorgegangen ist. Spricht dies nicht dafür, dass die römische Führung grundsätzlich eine friedliche Koexistenz mit den Germanen anstrebte? Oder war dies ein Einzelfall? Anders gefragt: Waren die Chatten friedlicher als die Cherusker?

Die Frage ist für mich – entschuldigen Sie bitte – falsch gestellt. Denn wir wissen gar nicht, welcher Stamm in dem Gebiet um Waldgirmes gelebt hat. Archäologisch haben wir Spuren von Germanen, die dort anwesend waren, Fibeln und Keramik, aber wir haben auch Dinge, die eindeutig noch die Wurzeln der vorher dort existierenden keltischen Welt spiegeln. Es scheint eine Mischbevölkerung gewesen zu sein. Wir haben bis jetzt keine einzige größere Siedlung der einheimischen Bevölkerung in der Umgebung von Waldgirmes ausgraben können. Es gibt ca. zwanzig Kilometer entfernt bei Niederweimar, in der Nähe von Marburg, eine einheimische Siedlung der augusteischen Zeit. Das Material ist noch nicht im Detail bearbeitet. Auch die Funde vom Dünsberg sind noch nicht analysiert. Wir können die Frage, ob es Germanen oder Kelten waren, nicht beantworten.
»Chatten«? Ich weiß es nicht. Es könnte sein, dass Leute da waren, deren Nachfahren sich als Chatten bezeichnet haben. Das »Friedliche …«: Natürlich hat Rom alles darangesetzt, in den neu eroberten Gebieten Frieden zu haben. Und das Liebste war Rom natürlich, wenn die eroberten Stämme sich friedlich verhalten haben. Wenn sie das nicht getan haben, wurden sie eben entsprechend mit Krieg überzogen. Das ist das ganz »Normale«, so geht es schon immer zu auf der Welt.

Auch heute noch!

Auch heute noch! In der Tat! – Die friedliche Koexistenz scheint allerdings in dem Gebiet des mittleren Hessen viel eher möglich gewesen zu sein als im nordwestdeutschen Gebiet. Es fällt ja auf, dass wir große Militärstützpunkte in Westfalen haben, bis jetzt aber noch keinen einzigen großen im Umfeld von Mainz. Darin könnten sich unterschiedliche militärische Situationen spiegeln. Ich selbst bin überzeugt davon, dass bei der Bevölkerung im Umfeld von Mainz eine andere Offenheit gegenüber Rom herrschte als im nordwestdeutschen Gebiet.

Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die Platzierung eines Reiterstandbilds auf dem Forum, das nach vorherrschender Meinung nur Augustus darstellen kann?

Es kann eigentlich nur Augustus gewesen sein, denn wem sonst hätte dort als Erstem eine solche Statue gebührt? Freilich– wir haben fünf Gruben, die vorbereitet gewesen sind, um solche Reiterstandbilder zu tragen. Es wäre dann also eine Gruppe aus dem kaiserlichen Umfeld, mit der wir dort rechnen dürfen. Wer das im Einzelnen gewesen ist, das ist natürlich eine reine Spekulation. Wir kennen die Angehörigen der kaiserlichen Familie in jener Zeit, und warum sollen Gaius und Lucius, die beiden Enkel von Augustus, nicht mitbedacht gewesen sein. Drusus … davon dürfte man auch ausgehen, vielleicht auch noch Tiberius … Wer weiß … Das würde ein ganz gutes Panorama abgeben. Wir haben bis jetzt zwar etwa zweihundert Fragmente, aber keinen präzisen Hinweis auf die Person, die dargestellt war.

Kommen wir zu Arminius: Ob er schon 7 oder erst 9 n. Chr. in seine Heimat zurückgekehrt ist, wissen wir nicht. Der Zeitpunkt ist von einiger Bedeutung im Zusammenhang mit der Frage: Wann hat bei ihm jener antirömische Denkprozess eingesetzt, an dessen Ende der Entschluss steht, den Anspruch der römischen Großmacht auf Germanien mit einer militärischen Aktion zunichtezumachen? Gewiss kannte er als Truppenführer in römischen Diensten alle Stärken und Schwächen der Besatzungsarmee. Aber er konnte wohl kaum davon ausgehen, drei Legionen mit einem einzigen Schlag nicht nur zu schwächen, sondern sie zu vernichten. Die Schanzanlagen von Kalkriese belegen, dass es eine lange Zeit gedauert hat, sie zu errichten. Voraussetzung dafür war eine verschworene Gemeinschaft von Tausenden. Wie lange hat Ihrer Meinung nach dieser Prozess gedauert?

Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Prozess im Kopf des Arminius eingesetzt hat, als er miterlebte, welche Konsequenzen Roms Herrschaft haben konnte und mit welcher Brutalität Rom den pannonischen Aufstand im ehemaligen nördlichen Jugoslawien niedergeschlagen hat. Dass diese Erlebnisse bei ihm zur Idee führten, Ähnliches von seinem Volk und seinen Nachbarvölkern abzuwenden, wäre ein einleuchtender Anlass gewesen.
Wann er genau von diesem Kriegsschauplatz wieder nach Hause gekommen ist, wissen wir nicht. 9 n. Chr. war der Aufstand beendet. Wahrscheinlich ist er schon vorher zurückgekommen, sonst wäre die Zeit für die Vorbereitung dieses Hinterhaltes vielleicht doch zu knapp gewesen. Andererseits war ja zumindest in der Führungsschicht der Cherusker bereits bekannt, dass Arminius diese Vorbereitungen trifft. Und Varus ist von den Verwandten des Arminius gewarnt worden.

Von Segestes ja am Tag vorher noch!

Ja. – Im Weiteren haben wir keine Vorstellung davon, wie viele Truppen Arminius zur Verfügung hatte. Es werden die mit ihm in Pannonien agierenden Truppen gewesen sein, von deren Stärke wir keine Ahnung haben … sicherlich etliche Hundert. Das ist meine Meinung, aber ich kann sie nicht weiter begründen. Auf jeden Fall war es eine auf seine Person eingeschworene Gemeinschaft von Gefolgsleuten. Die Schanzanlage zu errichten, ist eine Frage von wenigen Tagen. Das geht ganz schnell. Wir wissen aus Caesars Belagerungswerken vor Alesia, wie schnell eine Truppe, die einigermaßen geschult ist, so etwas errichten kann. Einige Wochen oder Monate hat es sicher gedauert, bis Arminius diese Vorbereitungen hat treffen können.

Es ist bemerkenswert, dass die Katastrophe unter dem Namen des Verlierers als »Varusschlacht« (clades Variana) in die Geschichte eingegangen ist – und nicht als »Arminiusschlacht«. Warum?

Sie wissen, dass im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem deutschen Nationalismus die Verächtlichmachung all dessen, was aus dem weiten Umfeld des Römischen kam, eine große Rolle gespielt hat. Es ist eine pejorative Bezeichnung, die darin steckt. Auf der anderen Seite hat man das Arminiusdenkmal und einen gewaltigen Arminiuskult geschaffen. Es ist sicherlich für uns Deutsche bezeichnend, dass noch heute das ganze Geschehen bei Kalkriese in erster Linie mit Varus verbunden wird. Das spiegelt unsere nationalen historischen Hintergründe. Darüber ist ja auch schon eine Menge geschrieben worden, Herr Stöver.

Varus steht seit zweitausend Jahren als Verantwortlicher für die Niederlage da. Noch seine Frau Claudia Pulchra und beider Sohn Quinctilius Varus mussten unter Tiberius dafür leidvoll büßen. Die Familie fiel sozusagen der Sippenhaft anheim. Aber müsste man nicht eigentlich Augustus die letzte Verantwortung für das Scheitern Roms in Germanien zuschieben, weil er die Situation völlig falsch einschätzte und mit Varus zwar einen erfolgreichen und bewährten Verwaltungsspezialisten, aber somit den falschen Mann an den falschen Ort schickte?

Also, da muss ich Ihnen widersprechen. Augustus war es nicht! Nach meiner Überzeugung war Tiberius der »Schuldig «. Tiberius war ja unmittelbar bevor Varus den Oberbefehl erhielt in Germanien gewesen, hatte erfolgreich verschiedene Kriegszüge geführt und hat ganz offensichtlich Augustus davon berichtet, dass nun Germanien so weit sei, in eine römische Provinz verwandelt werden zu können. Entsprechend der Auftrag an Varus! Also, Augustus hat nur das getan, was Tiberius, der ein genialer Feldherr war, ihm empfohlen hat.
Insofern hat Augustus nicht die Schuld, aber die Verantwortung hat er sehr wohl – als Kaiser!

Das Interview führte Hans Dieter Stöver.

Zur Person: Professor Siegmar von Schnurbein (geboren 1941) studierte von 1963 bis 1970 Provinzialrömische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Alte Geschichte in Tübingen und München. 1970 Promotion in München mit einer Arbeit über das römische Gräberfeld in Regensburg. Danach am Westfälischen Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Münster tätig. Seit 1978 Mitarbeiter der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt a. M., seit 1981 als Zweiter, von 1990 bis zu seiner Pensionierung 2006 als Erster Direktor. Habilitierte sich 1981 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main, wo er seit 1989 außerplanmäßiger Professor ist. Seit 1993 wurde er mehrmals zum Vorsitzenden des Präsidiums der Deutschen Verbände für Altertumsforschung gewählt. Von Schnurbein ist ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). Forschungsschwerpunkt: Archäologie der germanischen Provinzen Roms.
Auszeichnungen: Ehrendoktor der Universität des Westens Timis¸oara und der Universität Warschau.
Literatur von und über Siegmar von Schnurbein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

2 thoughts on “Die Varusschlacht

  • 15. Februar 2010 um 17:36
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    Der eigentliche Adressat dieser Frage ist Prof. von Schnurbein. Als Autor von „Der Sieg über Varus“ weise ich allerdings auf die Antwort hin, die Herr von Schnurbein im Gespräch auf meine Frage auf Seite 218 gibt:
    „Stichwort »Kalkriese«: Haben wir endlich den Ort der Katastrophe gefunden?“
    Der Kernsatz seiner Antwort lautet: „Ein wirklicher Beweis wird wohl niemals möglich sein.“
    Die Ehrlichkeit und Bescheidenheit des großen Wissenschaftlers ist beeindruckend. Für die Zukunft gilt: Erst wenn – wo auch immer auf rechtsrheinischem Gebiet – ein römisches Objekt (Ziegel, Waffenfragment, Besteck, Keramik… o.a.) gefunden wird, das zweifelsfrei einen Hinweis auf den Aufenthalt der XVII., XVIII. oder XIX. Legion am Fundort gibt, kämen wir der Lösung des Problems näher.
    Bis dahin wird es zu immer neuen Spekulationen über den Ort des Geschehens kommen, wie auch der von Christian Nekvedavicius: „Starb Varus in Paderborn?“
    Wollte man sie alle würdigen, bräuchte man dazu mehrere dickleibige Bände – und käme der Lösung des Problems am Ende doch nicht näher.
    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Beweislage so, dass Kalkriese am ehesten als Ort der Schlacht in Frage kommt.

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  • 4. Februar 2010 um 12:30
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    Herr Schnurbein irrt bei den Knochengruben, da gibt es nur Überreste von kaum mehr als einem Dutzend Skeletten, von wegen Reste dreier Legionen.
    Er ist offenbar eingefleischter Anhänger des von Cassius Dio erfundenen Szenarios „Todesmarsch durch Urwälder“.

    Starb Varus in Paderborn?

    (am 26.11.2009 von Christian Nekvedavicius, Münster, Lexikograph und Enzyklopädist)

    Immer noch wird seit Jahrhunderten wild spekuliert um den Ort dieses Geschehens, wobei fast alle echten oder Möchtegern-Historiker fast sklavisch dem auf „geschönten“ Senatsunterlagen basierenden Autor Dio Cassius folgen, jedenfalls, was einen angeblichen dreitägigen Todesmarsch durch unwegsame Wälder unter strömendem Regen und in stürmischem Wetter angeht.

    Bei solchen, einen ideologische Zweck (die Exkulpierung der geschlagenen Legionäre und ihrer hehren Anführer als unschuldige Opfer von Sturm, Sumpf und Regen) verfolgenden Darstellungen muss man zwischen den Zeilen lesen und hier und da eine vergessene Tatsachendarstellung finden, um die Wahrheit doch noch erschließen zu können.

    Nun fällt ins Auge, dass der so genannten Schulwissenschaft einige, ganz offen bekannte, Sachverhalte scheinbar nie aufgefallen sind. Es sind dies folgende Punkte –

    Erstens hat sich Varus, schon selbst mehrfach verwundet, ins Schwert gestürzt, worauf seine Leibwache den Leichnam immerhin zum Teil einäschern konnte (die siegreichen Germanen gruben den halb verbrannten Leichnam wieder aus). Hierzu erforderte es einmal einen wenigstens behelfsmäßigen Scheiterhaufen aus Holz, dazu eine Menge Öl, um die Hölzer zu tränken, dann musste das schließlich entfachte Feuer den Scheiterhaufen in Brand gesetzt, den Leichnam des Varus ergriffen und auch eine ganze Weile gelodert haben, um ihn immerhin doch halb zu verbrennen. Was dürfen wir aus diesen nie bestrittenen Umständen schließen? Zum einen dürfte sich die kolportierte Mär über strömenden Regen und Stürme als der übliche Topos vom regnerischen, stürmischen, kalten Germanien herausgestellt haben, denn regendurchfeuchtetes Holz brennt nicht, also war es, da trockenes Holz gesammelt werden musste, längere Zeit trocken gewesen, was den Todestag des Varus wohl eher in den Spätsommer fallen lassen dürfte. Zum anderen, und das ist noch ausschlaggebender, können die erforderlichen Verrichtungen keineswegs im angeblich „wilden Kampfesgetümmel“, kurz vor der endgültigen Niedermetzelung der verbliebenen Legionäre, vorgenommen worden sein, allein die bloße Vorstellung entlarvt diese Legende als aberwitzig.

    Wo also nun hat Varus sich in sein Schwert gestürzt, und wo war der Platz seiner versuchten Einäscherung? Ganz sicher nur an einer Stelle, die in einem offenen Gelände lag, das jedenfalls so lange von Feindeinwirkung verschont blieb, bis die Leiche des Varus immerhin halb verbrannt und danach auch noch begraben worden war, der behelfsmäßig errichtete Tumulus zeigte dann den angreifenden Germanen den Weg zum Grabe und zu den sterblichen Überresten des Prokonsuls. Da jedoch der Leichnam nur zur Hälfte verbrannt werden konnte, dürften die damit in Zusammenhang stehenden Verrichtungen in gewisser Eile geschehen sein, auch unter dem Eindruck der vorübergehenden Abwehr angreifender Germanen.

    Ein erfolgreicher Angriff selbst von wohl höchstens 20000 germanischen Kämpfern auf ein Dreilegionslager (mit etwa 11400 Legionären und ca. 900 Reitern – zur Zeit des Varus verfügte eine Legion nur über etwa 3800 Legionäre) ist ausgeschlossen, später gelang es sogar der vielleicht ca. 1500 Köpfe zählenden Besatzung des Mehrkohortenlagers „Aliso“ der Berichte, den angreifenden Germanen schwere Verluste beizubringen und sie zurückzuschlagen. Es bleibt also nur eine Schlussfolgerung – Varus mit seiner Leibwache und einigen höheren Offizieren befand sich in einer nur notdürftig hergerichteten Befestigung, man könnte es ein „Notlager“ nennen, und in diesem Notlager erfüllte sich letztlich das Schicksal der dort Eingeschlossenen, geschätzt zwei Stunden nach dem halb missglückten Einäscherungsversuch. Wenn das sich nun so verhält, stellt sich die Frage nach dem Schicksal des für drei Legionen errichteten Sommerlagers, und hierzu darf man getrost die entsprechende Stelle bei Tacitus und Florus heranziehen und vergleichen.

    Tacitus erwähnt, dass die Legionäre des Caecina „die Unglücksstätte betraten, grässlich anzusehen und voll schrecklicher Erinnerungen“ und damit nämlich
    das Sommerlager, eben die „Unglücksstätte“, in seiner ganzen Größe erblickten, offenbar unversehrt, jedoch fiel der Blick dann beim langsamen Betreten des immerhin ca. 60 – 70 Hektar messenden, mit den Baracken, Bauten, dem Kommandanturgebäude großenteils überbauten Lagers (zum Vergleich: 65 Hektar misst etwa die gesamte Altstadt von Paderborn!) und bei der weiteren Inaugenscheinnahme auf einen halb eingestürzten Verteidigungswall, wohl in einer erst nicht auffallenden Lagerecke, nach kurzer Zeit das zweite Lager, das Varus errichtete, eben das bewusste Notlager. Was konnte geschehen sein? Keine Zerstörungsspuren am ersten Lager, dem eigentlichen Sommerlager, aber ein Notlager mit nur noch niedrigem Verteidigungswall in einer unübersichtlichen Lagerecke? Überall auf dem freien Gelände des „Campus“ des Lagers fand man die gebleichten Gebeine der abgeschlachteten Besatzung, die Caecina sammeln und unter einem aufgeschütteten Erdhügel bestatten ließ. Tacitus, wohl unter dem Eindruck der geschönten Senatsakten, welche die für Rom schändliche Lagereroberung durch die frei erfundene Version des „Todesmarsches“ ersetzten (wohl der Schilderung des „Todesmarsches“ von Cotta und Sabinus in „De bello Gallico“ nachempfunden) , sagt weiter nichts über den tatsächlichen Hergang des Lagerdramas, wohl jedoch Florus, der als angeblicher Phantast viel gescholten wurde und noch wird. Nach ihm (durch Velleius Paterculus bestätigt) brachte er die Zeit des Sommerfeldzugs damit zu, von seinem Richterstuhl aus Recht zu sprechen und Prozessformalitäten abzuhandeln. Somit hat Varus also Gerichtstag gehalten, Germanen (mit ihren Waffen) strömten zum Tribunal mit erfundenen Rechtshändeln, im Lager hielten sich die römisch bewaffneten Hilfstruppen der Cherusker des Arminius, alias Chariomerus, auf, bei drei Legionen dürften es etwa 1000 Berittene, gewesen sein, angesichts des Verrates des Cheruskerfürsten waren um das Lager herum in den Wäldern noch viele tausende seiner Verbündeten versteckt.

    Wenn man nun davon ausgehen muss („tres vacuas legiones“), dass die Legionen bis auf die Leibwache des Varus „gerichtsfrei“ bzw „dienstfrei“ hatten und sich in ihren Unterkünften unbewaffnet und ungepanzert ergingen, vielleicht dem Weine zusprachen (es mag des Kaiser Augustus Geburtstag gewesen sein, ein hoher Feiertag, also z.B. der 2. September des Jahres 9), dann trifft die Schilderung des Florus zu, dass sich die Hilfstruppen plötzlich (auf ein Zeichen) als Feinde zeigten und die wehrlosen Legionäre, oft noch in ihrem Unterkünften, niedermetzelten, während sich die im Lager befindlichen „Prozessteilnehmer“ am Massaker beteiligten und die in Sichtweite der Lagertore befindlichen Verbündeten über das Lager hereinbrachen – so Florus. Dabei ist es weniger wichtig, ob die Lagertore offen standen, sie wären von den meuternden Hilfstruppen in jedem Falle als erstes geöffnet worden, die Torwachen niedergemacht worden, um die außerhalb befindlichen Stammeskrieger hineinzulassen. Wahrscheinlich auch, um diesen ruchlosen Überfall auf Wehrlose zu rächen, ließ Germanicus die ebenfalls infolge eines großen Festes betrunken umher liegenden und somit ebenfalls wehrlosen Marser gnadenlos niedermachen (Tacitus: „In solcher Sorglosigkeit lagen sie überall zerstreut umher; sie fürchteten durchaus keinen Krieg, und auch der Friede, dem sie sich träge und schlaff hingaben, war nichts anderes als die Folge ihrer Betrunkenheit …
    Bei der Truppe gab es keine Verluste, da sie Halbschlafende und Waffenlose oder einzeln Umherstehende erschlagen hatten“).

    Und wenn man nun weiter bedenkt, dass in diesem Massaker nur noch ein Ausweg schien, nämlich sich in eine Lagerecke mit Leibwache und den Dienst habenden Wachen zurückzuziehen (wohl kaum mehr als zwei Kohorten, etwa 1000 Mann) und hastig ein Notlager zu errichten – die Lage bei der riesigen Größe des Sommerlagers war völlig unübersichtlich geworden – so haben wir bereits das Schlussszenario, und hier stimmen dann wieder Tacitus und Florus überein.

    Als die Lage im Notlager hoffnungslos schien, riet einer der sich dort aufhaltenden Lagerpräfekten, Ceionius, zur „Übergabe“, gemeint ist, zur Übergabe des Notlagers, in der Hoffnung, das Leben der Verbliebenen zu retten („schändlich“ nennen die Quellen diesen Rat), während sein Mitpräfekt Lucius Eggius bis zum bitteren Ende kämpft, vermutlich, um den Rückzug der noch kampffähigen Legionäre sowie die Herrichtung der Notumwallung zu decken. Frontinius berichtet, dass Arminius abgeschlagene und auf Lanzen gespießte Köpfe gemeuchelter Legionäre an den Wall des Notlagers tragen ließ, wohl, um eine vorzeitige Übergabe zu erreichen, zu der Ceionius dann ja auch geraten hatte. Über das weitere Schicksal der Notlagerbesatzung ist nichts bekannt, denkbar erscheint immerhin, dass die einfachen Legionäre nach Ablieferung der Waffen nach Aliso im Vorkastell Neuhaus abziehen konnten, während man sich der höheren Offiziere bemächtigte, um sie an umliegenden Heiligtümern den Göttern als Opfer darzubringen.

    Betont werden muss in dem Zusammenhange, dass ein Dreilegionslager drei Lagerpräfekten hatte, also einen pro Legion, was den Schluss nahelegt, dass der dritte, zusammen mit etwa einer Legion, sich in einem anderen Lager befunden haben musste, womöglich eben im Sicherungslager „Aliso“, wo tatsächlich der fehlende dritte Lagerpräfekt Caedicius erwähnt wird. Das passt zu den Quellen, die verlauten lassen, dass Varus seine drei Legionen nicht an einem Platze konzentrierte, sondern – vermutlich nicht in allzu weiter Entfernung – über das Land verteilte. Und etwa eine knappe Legion insgesamt dürfte sich auch zum Lager Castra Vetera gerettet haben, wie die Reaktion des Augustus andeutet, der, anfangs sehr bestürzt, sich doch wieder fasste, als berichtet wurde, dass doch nicht alle (Legionen) umgekommen seien.

    Im Notlager und auf den freien Plätzen um die Kommandantur sahen die Legionäre des Caecina dann nur noch Haufen bleichender Gebeine („medio campi“ – zu übersetzen als „mitten auf dem Gelände“, was an die Bedeutung des „Campus“ einer heutigen Universität erinnert, der ja auch teilweise überbaut ist), unklar ist, ob sich angesichts dieser Lage überhaupt noch wesentliche Teile der Besatzung retten konnten – ins nahe Lager Aliso bzw. Elison (hier fällt die starke Ähnlichkeit zum westlich von Paderborn, ganz nahe bei Neuhaus gelegenen Orte Elsen auf, der erstmals 1036 als „Elesen“ und sogar als „Nyenhus Elisan“ urkundlich erwähnt wurde).

    Und hier kommen wir zum Orte des Geschehens. Das Sommerlager des Varus kann nur ganz nahe am Reservelager Aliso gelegen haben, sonst hätten sich, wie übereinstimmend berichtet, nicht Überlebende des Gemetzels nach dorthin gerettet haben, man bedenke, das Sommerlager war voll von kämpfenden Germanen, durch die Lagertore drangen stets weitere Scharen ein. Es dürfte ausgeschlossen sein, anzunehmen, dass Varus sich mehr als einen Tagesmarsch vom Reservelager Aliso, in dem wohl größere Teile einer Legion untergebracht waren, entfernt hatte. Varus, der für ca. 14000 Personen pro Tag etwa 400 Tonnen Verpflegung und für diese wie für tausende von Pferden und Maultieren sicher mehrere hunderttausend Liter Wasser benötigte, kann zur Stelle des Sommerlagers nur den Weg an der Lippe entlang genommen haben, nur hier war Wasser in so großer Menge stets frisch vorhanden, nur auf der Lippe konnten die benötigten riesigen Nachschubmengen auf Lastkähnen transportiert werden.

    Varus zog also, unter Zurücklassung von Besatzungen in den längs des Lippeweges bereits vorhandenen Lagern wie Haltern und Anreppen („am Ufer der Lippe – ad ripam Lupiae“), in Richtung Weser, d.h. zwangsläufig in Richtung Paderborn, unter dessen Altstadt ein großes Dreilegionslager vermutet wird, dessen steten Nachschub ein Vorkastell beim heutigen Schloss Neuhaus sicherte – bis dahin gelangten Lastkähne auf der Lippe. Neuhaus selbst und das vermutete Hafenkastell, an dem sich mindest Teile der in Lastkähnen transportierten Legionen ausschifften, um nach nur drei Kilometern Fußmarsch sicher zum Hauptlager in Paderborn zu gelangen, lag auf einer hochwasserfreien Fast-Insel, war also nahezu uneinnehmbar. Die innerhalb des vermuteten Dreilegionslagers Paderborn gelegenen Paderquellen stellten den benötigten täglichen riesigen Wasserbedarf sicher und konnten zudem von den Germanen weder verstopft noch abgeschnitten noch vergiftet werden. Damit wird sehr plausibel, dass Varus im vermuteten Lager Paderborn wenigstens eine starke Besatzung zurückgelassen hatte, wenn Paderborn nicht überhaupt der Schauplatz für den Germanenüberfall auf das Lager des Varus gewesen ist. Wegen der täglich benötigten riesigen Wassermengen bleibt entweder nur das vermutete Lager im Gebiet der Altstadt von Paderborn oder aber ein unmittelbar an der Weser gelegenes Lager, z.B. Hameln, das aber bereits am jenseitigen Weserufer liegt und dessen Altstadt bei weitem zu klein ist für ein Dreilegionslager. Ein Mehrlegionslager in Paderborn erscheint aber auch deshalb als sehr wahrscheinlich, weil es dann das von Tiberius bereits errichtete „Winterlager an den Quellen der Lippe“ gewesen sein dürfte. Es ist plausibel, dass die Paderquellen den Römern des Tiberius als die Quellen der Lippe erschienen, führt doch die Pader bis zum Zusammenfluss mit der Lippe ganz erheblich mehr Wasser mit sich als diese. Der Name der Pader selbst ist ja auch erst karolingisch und keineswegs ein germanischer Name für das rund vier Kilometer messende Flüsschen. Auch noch denkbar ist, da Velleius von der Errichtung eines Winterlagers „at caput Juliae“ spricht, dass dieses nicht ein Kopistenfehler für „ad caput Lupiae“ ist, sondern die Hauptquelltöpfe der Pader meint, deren germanischer Name dann etwa „Julenbeke“ („Jule-Bach“) gelautet haben könnte, man vergliche den Ortsteil „Jöllenbeck“ zwischen Bielefeld und Herford, am Flüsschen „Julenbeke“ gelegen.

    Fazit könnte sein, dass als „Aliso/Elison“ nur ein ganz in der Nähe des heutigen Dorfes Elsen (einstmals „Elesen“ bzw. „Elisan“) gelegenes Kastell, höchstwahrscheinlich in Neuhaus gelegen, in Frage kommt, das gut verteidigt werden konnte, da drei Seiten des Lagers von Flussläufen geschützt waren. Nur Aushungern blieb bei einer solch sonst uneinnehmbaren, von Bogenschützen erfolgreich verteidigten Inselfestung den Germanen noch übrig. Damit darf durchaus vermutet werden, dass sich Varus im Lager (Paderborn?) ins Schwert stürzte und dass sich Reste der Lagerbesatzung, auf welche Weise auch immer, ins nahe, nur drei Kilometer vom Wall des Lagers Paderborn entfernte Vorkastell Neuhaus und von da weiter ins etwa acht Kilometer benachbarte Uferkastell Anreppen retteten, von wo, teils sicher auf den Marsch begleitenden Lastkähnen, letztlich der Durchbruch zum Lager Haltern, das Asprenas entsetzt hatte, um Ihnen zu Hilfe zu kommen, und dann zum Rheine gelang.

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