Asta Scheib

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich fahre, wann immer ich eine freie Zeitspanne vor mir sehe, meinen PC hoch und arbeite an meinem aktuellen Projekt. Wenn ich im Urlaub bin oder auf Lesereisen, habe ich einen dicken Block bei mir, in den ich Aufzeichnungen mache. Leider kann ich mir selten pro Tag ein bestimmtes Schreibpensum vornehmen, da mein Alltag oftmals unvorhersehbar geschäftig ausfällt, ständig passiert Unerwartetes, Schönes und Trauriges. Dann gibt es noch so schreibfeindliche Pflichten wie die Steuer, den Haushalt sowie Körper- Nagel- und Haarpflege. Größter Feind: Das so genannte gute Buch,Tageszeitungen und Magazine. Daran lasse ich Tage und Nächte meines Lebens.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Geputzte Zähne, Wasser und Tee sind unverzichtbar für mich.

3. Was wollten Sie als Kind werden?

Kinderärztin. Ich war ein mickriges Kind, oft krank, und die Ärzte gefielen mir nicht sonderlich. Ich hätte gerne eine Ärztin gehabt, es begegnete mir aber lange Zeit keine. Da dachte ich daran, selber diese Lücke zu füllen.

4. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Durch eine frühkindliche Polio (Kinderlähmung) Ich war elf Jahre alt, lange Monate isoliert und begann, diese Situation zu beschreiben. Diese Aufzeichnungen habe ich nicht mehr, meine Eltern haben vor einem Umzug alles verbrannt, was ich notiert hatte. Auch meine Tagebücher. Aber ich habe trotzdem geschrieben und auch niemals mehr damit aufgehört. Allerdings hatte ich keinerlei Veröffentlichungswunsch. Dazu bin ich erst durch meine Arbeit als Journalistin gekommen. Damals war ich Anfang Zwanzig.

5. Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Theodor Fontane war mein Lieblingsautor etwa von meinem siebzehnten Lebensjahr an. Ich lese ihn heute noch jederzeit mit Bewunderung. Geprägt hat er mich eher nicht, ich wollte unbedingt meine eigene Sprache und meine eigenen Themen finden.

6. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

Ganz frisch ist Martin Walser, ›Muttersohn‹. Beneidenswert in seinen Sprachschöpfungen.

7. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

Goethes Faust Teil I und II.

8. Was lesen Sie zurzeit?

Fachliteratur zu der berühmten Persönlichkeit, mit der ich mich gerade beschäftige.

9. Wo lesen Sie am liebsten?

In der Natur. Oder im Bett.

10. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Für einen interessanten Schlaf in REM-Phasen (Rapid-Eye-Movement-Schlaf). 

 

Bücher von Asta Scheib:

Asta Scheib
Agnes unter den Wölffen
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Beschütz mein Herz vor Liebe
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Das Schönste, was ich sah
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Das zweite Land
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Der Austernmann oder Die Sprache des...
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Diesseits des Mondes
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Frau Prinz pfeift nicht mehr
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Jeder Mensch ist ein Kunstwerk
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Kinder des Ungehorsams

 

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