Benjamin Cors

 

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Benjamin Cors Debütroman ›Strandgut‹ ist ein stimmungsvoller Krimi mit dem Flair der Normandie. Im April erscheint mit ›Küstenstrich‹ der zweite Teil der Serie um den Personenschützer Nicolas Guerlain. Der Autor und gelernte Journalist erzählt in unserer Reihe ›Zu Besuch bei …‹ über seinen Schreiballtag und die Bücher, die ihn umtreiben – und das auf seine ganz eigene, amüsante Art und Weise.

Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?
Leider habe ich überhaupt keinen Schreiballtag, sondern schreibe immer da, wo es gerade passt. Gerne und oft jedoch im »HEIMATHAFEN«, einem kleinen Café, in dem ich ab und an einen Schreibtisch miete. Da sitze ich dann am Fenster, schaue raus und plötzlich sind mehrere Stunden vergangen …

Haben Sie dabei feste Rituale?
Bei mir beginnt alles mit Musik. Ich setze mir Kopfhörer auf und höre mich mindestens 15 Minuten lang quer durch alle Richtungen. Irgendwann erwische ich dann eine Musik, die der Stimmung entspricht, die ich entwerfen will. Dann geht es los. So entstand ›Küstenstrich‹ zum Großteil zu der Musik von Ibrahim Maalouf, einem Jazzmusiker aus Frankreich.

 

 

Schreiben Sie von Hand?
Ich sehe gerade meine Lektorin vor mir, wie sie sich verzweifelt über 400 handgeschriebene Seiten beugt und ihre Tränen meine Schrift verwischen …

Was wollten Sie als Kind werden?
Tierarzt! Ich hatte schon die Villa ausgesucht, die ich meiner französischen Großmutter mit dem Geld kaufen wollte. Sie hat sie nie bekommen …

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Auch als Fernsehjournalist gehört Schreiben zum Alltag, wenn auch kürzer und zugespitzter. Ich habe mich beim Texten immer wohlgefühlt und irgendwann habe ich dann 50 Seiten und ein Exposé nach München geschickt und hier sind wir nun …

Welcher Autor/ welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?
Als Jugendlicher habe ich ›Übermorgen‹ von Allan Folsom verschlungen – ein Thriller, der tatsächlich erst im aller letzten Satz aufdeckt, um was es wirklich ging. Daneben natürlich die Erzählkunst von John Irving.

Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?
Es gibt da diese ganz charmante Krimireihe aus der Normandie … der Name des Autors fällt mir gerade nicht ein … egal … jedenfalls, die beiden Bücher sind wirklich zu empfehlen. Sagt jedenfalls die Lektorin. Wie hieß der Autor bloß nochmal?

 

 

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In ›Strandgut‹ werden viele Handlungsstränge miteinander verwoben. Da bedarf es auch beim Schreiben eine ganz eigene Ordnung.

 

 

Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?
Madeleine Prahs, ›Nachbarn‹. Ich warte auf ›Nachbarn2‹, wobei der Titel bestimmt schöner wird. Und ›Die Sehnsucht des Vorlesers‹. Ach, die sind beide bei dtv erschienen? Wusste ich gar nicht …

Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?
Unbedingt noch Lesen möchte ich das, was ich unbedingt noch Schreiben möchte. Eine Geschichte über das Geschichtenerzählen, ich habe Sie im Kopf und freu mich drauf. Vielleicht schicke ich das dann handschriftlich zu meiner Lektorin …

Was lesen Sie zurzeit?
Julia Karnick, ›Ich glaube, der Fliesenleger ist tot‹. Wir bauen selbst gerade und auch wenn unser Fliesenleger noch lebt – ich muss schmunzeln.

Wo lesen Sie am liebsten?
Im Ruheraum eines Wellness-Hotels am Feldberg. Draußen liegt Schnee, drinnen knacken leise die Zweige im Kamin. Oh, ich muss eingeschlafen sein …

Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?
Für den Anruf, dass Nicolas Guerlain auf die Leinwand kommt. Ich übe das Buch-zur-Seite-Legen quasi täglich, ich kann es sehr schnell …

 

›Strandgut‹ ist als Taschenbuch, dtv- Premium und als eBook erhältlich:

Benjamin Cors
Strandgut

 ›Küstenstrich‹ ist ab dem 22. April als dtv- Premium und als eBook erhältlich

Benjamin Cors
Küstenstrich

 

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