Frank Uhlmann

Autor von ›Brennen sollst du‹

Frank Uhlmann
© Andreas Bender

Wir haben 12 Fragen an Frank Uhlmann, Autor des Thrillers ›Brennen sollst du‹, gestellt und ganz persönliche Antworten über das Meer, einen Traum vom Bademeister-Job und Bücher von Thomas Harris erhalten.

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich versuche, jeden Tag vier Stunden am Buch zu arbeiten, vor- oder nachmittags, je nachdem, wie es mir meine Arbeit an der Uni erlaubt. Sonntags nehme ich mir frei – meistens.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Um mich einzustimmen, stelle ich mir vor, die Themen meines Alltags lägen fein säuberlich gestapelt in der Schreibtischschublade: Sie sind noch da, aber jetzt nicht dran. Das klappt in der Regel ganz gut. Trotzdem lockt am Anfang der innere Schweinehund mit jeder Menge Ablenkung. Wenn ich ihm widerstehe, läuft es meistens. Und wenn nicht: Schokolade hilft!

3. Schreiben Sie von Hand?

Wie man einen 400-Seiten-Roman von Hand schreiben kann, übersteigt komplett meine Vorstellungskraft. Keiner meiner Sätze bleibt unkorrigiert. So würde ich nur einen vollkommen unleserlichen Papierstapel produzieren und wahnsinnig werden. Ich habe größte Hochachtung vor allen Autoren, die von Hand schreiben können.

4. Was wollten Sie als Kind werden?

Bademeister, weil ich dachte, dann könnte ich mein Geld durch Zeitunglesen verdienen. Später wollte ich kurzzeitig Fußballprofi werden, um einmal das Tor des Monats zu schießen.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Vor allem: spät. Ich hatte nie eine besondere Beziehung zur Literatur und bin auch heute noch ziemlich unbelesen, was mir ein wenig peinlich ist. So bin ich lange überhaupt nicht auf die Idee gekommen, selber zu schreiben. Das hat sich erst in einem furchtbaren Zelturlaub vor einigen Jahren geändert. Im spärlichen Schatten eines Zwei-Mann-Igluzeltes habe ich einen Krimi von Henning Mankell gelesen und zum ersten Mal gedacht, dass es vielleicht ein Medium sein könnte, das zu erzählen, was mir wichtig ist.

6. Welcher Autor/ welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Thomas Harris. Wahrscheinlich ist er nicht der größte Ästhet. Aber von ihm habe ich viel über die Struktur einer Geschichte und das Handwerk des Schreibens gelernt.

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?

Ich bin sicher, dass auch ich in Zukunft noch den einen oder anderen Autor für mich entdecken werde. Wer das sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich lasse mich überraschen.

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

›Schattenlichter‹ von Theodore Roszak, weil er darin eine ganz eigene Welt erschafft mitten in unserer, und das auf sehr spannende, überraschende und humorvolle Weise.

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

Siehe Frage 7.

10. Was lesen Sie zurzeit?

Im Augenblick kämpfe ich mit meinem nächsten Manuskript. Dabei fällt es mir schwer, mich auf andere Bücher einzulassen.

11. Wo lesen Sie am liebsten?

Im Urlaub mit Blick aufs Meer.

12. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Für einen langen Spaziergang am Strand, ganz gleich, bei welchem Wetter.

Frank Uhlmann
Brennen sollst du
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