Lars Simon

Lesen und Schreiben_Lars Simon
Die Abenteuer von Torsten und Rainer gehen in die dritte Runde! In ›Rentierköttel‹ verschlägt es die beiden ins eisige Lappland, wo sie an eine Asen-Sekte geraten, deren Mitglieder eine Vollmeise haben: Sie sind davon überzeugt, die Reinkarnationen nordischer Götter zu sein. Um das Vertrauen der Asen zu gewinnen, geben Torsten und Rainer vor, »welche von ihnen« zu sein. Wir haben Lars Simon gefragt, was ihn zu seinen aberwitzigen Geschichten inspiriert.

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich stehe auf, meist so zwischen halb acht und halb neun (ein paar Vorteile muss die Selbständigkeit ja auch haben), dann Dusche, Cappuccino, Zigarette und ab an den Schreibtisch. Dort verbringe ich dann die Zeit mit plotten, texten, verfassen, nachdenken, telefonieren, fahrtkostenabrechnungmachen, lesungenvorbereiten und allem, was man als Ein-Personen-Schriftsteller-Firma so tut. Das geht bis zum Mittag, dann koche ich mir etwas, esse (unsittlicherweise meistens auch noch am Schreibtisch), und weiter geht’s bis etwa 17:00 oder 18:00 Uhr. Zumeist auch am Wochenende, wenngleich ich da etwas später anfange.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Ich schreibe nie im Bademantel.

3. Schreiben Sie von Hand?

Nein. Darin sehe ich keinen Sinn, irgendjemand müsste es hinterher ja doch abtippen. Es sei denn, meine Lektorin hätte das gerne, dann könnte man darüber sprechen. Spaß beiseite: Manuskripte nie, Exposé-Entwürfe und Gedankensammlungen oft.

4. Was wollten Sie als Kind werden?

Habe ich vergessen.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Beruflich hatte ich schon immer damit zu tun. Etwa in meiner Zeit als Marketingleiter und geschäftsführender Gesellschafter einer IT-Firma bis Ende 2002. Aber das belletristische Schreiben begann mit meiner Auswanderung nach Schweden. Was mich da geritten hat, weiß ich auch nicht mehr …

6. Welcher Autor/ welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Umberto Eco, ›Narziss und Goldmund‹, Schiller (insbesondere seine Gedichte), Ib Michael, Rebecca Gablé (wegen ihr habe ich damit angefangen, Historische Romane zu schreiben!), James Joyce (›Ulysses‹ war eines der ganz wenigen Bücher, das ich nach etwa einem Drittel wieder resigniert ins Regal gestellt habe), dann noch Kerstin Ekmann, Eyvind Johnson, Robert Schneider und Susanne Clark, um nur einige zu nennen.

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?

Diese Frage finde ich seltsam und schweige daher.

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

›Er ist wieder da‹

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

Das nächste Buch wird ›Minnesota Winter‹ von meiner lieben Kollegin Elli Radinger sein.

10. Was lesen Sie zurzeit?

›Fingerhut Sommer‹ von Ben Aaronovitch. Ist im dtv erschienen; ein toller Verlag übrigens ;-)

11. Wo lesen Sie am liebsten?

Im Bett.

12. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Für eine weitere Steigerung meiner Lebensfreude über das Lesen hinaus.

 

›Rentierköttel‹ ist als Taschenbuch und eBook erhältlich:

Lars Simon
Rentierköttel
Lars Simon
Rentierköttel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.