Ruth Klüger

Autorin von: Was Frauen schreiben

Ihr neuestes Werk heißt ›Was Frauen schreiben‹. Im Interview verrät uns Ruth Klüger, wie sie selbst schreibt und welche schreibende Frau sie jüngst begeistert hat.

 

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?
Ich schreibe vor allem morgens, dann zwischendurch, wenn mit etwas einfällt.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?
Meistens lese ich zuerst die New York Times, die ich online abonniert habe. Ich lese direkt vom Bildschirm, ohne erst auszudrucken.

3. Schreiben Sie von Hand?
Ich schreibe nicht mehr mit der Hand, wie ich nicht mehr Geschirr mit der Hand spüle. Wozu, frage ich mich, hat denn Gott den Menschen Spülmaschine und  Computer geschenkt?

4. Was wollten Sie als Kind werden?
Dichterin.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
In der ersten Schulklasse, als ich es lernte.

6. Welcher Autor oder welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?
Kein einzelner Autor und Buch. Nur die intensive Beschäftigung mit der deutschen und englischen klassischen Literatur.

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?
Der deutsche Literaturkanon muss noch gründlicher nach vergessenen Autoren durchforscht werden.

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?
Ich habe Gedichte und Erzählungen von Ingeborg Bachmann nochmals gelesen und war wieder einmal schwer beeindruckt.

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen? 
Die gesammelten Werke von Sigmund Freud.

10. Was lesen Sie zurzeit? 
Nadine Gordimer: ›No Time Like the Present‹ (als E-book auf dem Kindle), ein Roman über die Nachwirkungen der Apartheid in Südafrika. Faszinierend vor allem durch die detaillierte psychologische Scharfsinnigkeit.

11. Wo lesen Sie am liebsten? 
Im Bett oder vor dem Computer mit den Füßen auf dem Schreibtisch.

12. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?  
Für einen Besuch von einem Enkelkind.

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