Jutta Profijt

Autorin von: Kühlfach 4

Jutta Profijt

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Da ich hauptberuflich als Autorin tätig bin, arbeite ich dann, wenn andere Leute auch arbeiten. Also tagsüber zwischen Frühstück und Abendessen (manchmal auch davor und/oder danach).
Ich habe ein tolles Arbeitszimmer – sitze aber meist mit dem Laptop in der Küche. In der Nähe von Lebensmitteln und Teekocher fühle ich mich einfach am wohlsten – und meine Muse offenbar auch. Wenn die mal frei hat, schreibe ich trotzdem diszipliniert weiter, denn der nächste Abgabetermin ist immer schon am Horizont zu sehen (manchmal steht er auch schon vor der Tür). Die Passagen, die ohne Musenkuss entstanden sind, überarbeiten wir dann gemeinsam, sobald die Dame sich wieder die Ehre gibt.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Bisher nicht. Aber die Tafel Schokolade ist eine gute Anregung.

3. Schreiben Sie von Hand?

Mein allererstes Buch musste ich von Hand schreiben, weil ich jedesmal, wenn ich am Computer saß, einen totalen Hirnausfall hatte. Heute schreibe ich von Hand: Einkaufslisten (selbst mit Liste vergesse ich häufig die Hälfte), persönliche Briefe, Post- und Weihnachtskarten und tatsächlich Notizen für meine Bücher. Dafür trage ich immer ein Notizbuch mit mir herum.

Jutta Profijt: Kühlfach 4

4. Was wollten Sie als Kind werden?

Balletttänzerin, Astronautin, Millionärin, Goldschmiedin, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Niemals Tierärztin.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich las einen Artikel über die Sanierung des Mönchengladbacher Münsters und dachte: »Hey, das ist ein guter Stoff für einen Regionalkrimi«. Weil mich die Idee nicht los ließ, schrieb ich das Buch. Es wurde ein riesiger Überraschungserfolg.

6. Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Otfried Preußler? Karl May? Robert M. Pirsig? Mein Poesiealbum? Keine Ahnung.

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?

Alle, die es wert sind. Da sie noch nicht entdeckt sind, kenne ich ihre Namen leider nicht.

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

Belletristik: Ab die Post von Terry Pratchett und (nochmal) Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach
Sachbuch: Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt, Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

Die Tragik eines viel zu kurzen Lebens: Eigentlich würde ich am liebsten ALLES lesen.

10. Was lesen Sie zurzeit?

Nichts, ich schreibe. Zurzeit auch nach dem Abendessen. Aber ich habe einen Krimi von Fred Vargas, der nur auf mich wartet…

11. Wo lesen Sie am liebsten?

Draußen. Nie im Bett.

12. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Essen und Trinken (am liebsten mit Freunden), eine gute (gern auch völlig alberne) Unterhaltung, Radfahren, Wandern, Joggen, Rudern, Gartenarbeit und natürlich: Autorensteckbriefe des Verlags ausfüllen!

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