Peter Probst

Autor von: Blinde Flecken

Peter Probst

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich quäle mich jeden Morgen um neun an den Computer, überprüfe auf verschiedenen Sites, immer in derselben Reihefolge, das Weltgeschehen und hoffe auf Impulse, die meinen, noch nicht messbaren, Blutdruck stimulieren. Die erste Idee habe ich um circa zehn. Leider kommt da auch der Hunger und ich muss mein Büro kurzfristig verlassen.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Jeweils nach sechzig Minuten gehe ich zum Postkasten. Ich kontrolliere ihn, auch wenn ich ihn schon geleert habe. Könnte ja sein, dass eine große, umwerfende Nachricht auf mich wartet.

3. Schreiben Sie von Hand?

Von Hand schreibe ich nur noch kurze Drohbriefe an meine Familie wie Geschirr wegräumen! oder Bin laufen! Falls ich nicht wiederkomme, besitzt sie wenigstens einen Autographen.  

Peter Probst: Blinde Flecken
4. Was wollten Sie als Kind werden?

Hüttenwirt.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Blackout beim Deutschabitur. Statt eines Textvergleichs (Frisch vs. Brecht) habe ich eine selbstverfasste Tierfabel abgegeben. Textverfehlung, Note 5.

6. Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Elias Canetti: Die Blendung

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?

Der Drehbuchautor

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

 Ferdinand von Schirach: Verbrechen

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

 David Grossmann: Eine Frau flieht vor einer Nachricht.

  10. Was lesen Sie zurzeit?

Charles Dickens: A christmas carol. Es ist schon Februar, so langsam lese ich.

 11. Wo lesen Sie am liebsten?

 Im Bett. Aber ich schlafe immer ein. Ich lese gar nicht langsam, ich lese nur kurz.

 12. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Das ist indiskret.

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