Schreiben & Lesen

Heute: Sandra Lüpkes

Sandra Lüpkes

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Wenn die Kinder in der Schule sind, wird gearbeitet, also immer Vormittags zwischen 9 und 13 Uhr. Wobei ich nicht durchgehend schreibe – mehr als zwei Stunden am Stück schaffe ich selten. Die restliche Zeit geht für andere Projekte drauf, z.B. für PR, Recherche, Terminplanung und Bürokram.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Nach dem Frühstück laufe ich durch Feld, Wald und Wiesen, das macht den Kopf frei. Und um halb elf trinke ich mit meinem Mann, der auch Schriftsteller ist, einen Milchkaffee.

3. Schreiben Sie von Hand?

Handschriftliche Notizen mache ich, wenn ich vor Ort recherchiere und meine Eindrücke und Ideen sammeln will. Ansonsten schafft der Computer eine angenehme Distanz zwischen mir und dem Text, das lässt mich selbstkritischer sein.

 4. Was wollten Sie als Kind werden?

Schriftstellerin und Sängerin – hat geklappt ;-)

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Auf meiner Heimatinsel Juist war ich Sängerin einer Rockband, deren deutsche Texte ich geschrieben habe. Als ich merkte, die Menschen verstehen, was ich ausdrücken will, habe ich mich an erste Kurzgeschichten gewagt – und bald danach an den ersten Roman.

6. Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

»Das Wort zum Mord«, erschienen im Ariadne-Verlag, habe ich fast auswendig gelernt, bevor ich »Die Sanddornkönigin« geschrieben habe. Die Tipps verschiedener Autoren und Experten haben maßgeblich dazu beigetragen, dass meinem ersten Manuskript   enttäuschende Verlagsabsagen erspart blieben.

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden? 

Von Frauen geschriebene Kriminalromane finden allgemein zu wenig Beachtung. Zwar verkaufen sie sich ganz gut (mitunter besser als die der männlichen Kollegen), aber in den Feuilletons tauchen sie kaum auf und die begehrten Literaturpreise heimsen sie auch nur selten ein.

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

»Der Brenner und der liebe Gott« von Wolf Haas.

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

»Die Herzen aller Mädchen« von Monika Geier.

10. Was lesen Sie zurzeit?

Das Sachbuch „Lob der Vernunftehe“ von Arnold Retzer – denn ich recherchiere gerade für einen neuen Ratgeber.

11. Wo lesen Sie am liebsten?

Im Urlaub auf dem Liegestuhl.

 12. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Fürs Schreiben. Ich kann nämlich nicht ein eigenes Buch schreiben und nebenbei ein anderes lesen. Das reißt mich zu sehr aus meiner Handlung.

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