Charlotte Sandmann

Autorin von: Die Erbin

Charlotte Sandmann: Die Erbin

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich arbeite ständig an einem Buch, allerdings an verschiedenen Aspekten. Ich muss für meine historischen Romane ja auch viel recherchieren. Dann wieder schreibe ich, und wenn eine Idee nicht reifen will, gehe ich so lange spazieren, bis sie ausgebacken ist. Außerdem sind ja da auch die vielen Arbeiten wie Änderungen, Fahnenkorrekturen etc.
Früher habe ich mit der Maschine geschrieben, aber seit es überhaupt PCs gibt habe ich einen, und ich liebe diese Art zu schreiben. Endlich keine überfüllten Papierkörbe mehr.

 

 

Charlotte Sandmann: Die Frau des Apothekers

2. Haben Sie dabei feste Rituale?

Nein. Bei mir läuft der Computer von früh bis spät, und wenn mir gerade etwas einfällt, mache ich die Manuskriptdatei auf und bearbeite sie.

3. Schreiben Sie von Hand?

Nur sehr selten, höchstens einmal für einen persönlichen Gruß.

4. Was wollten Sie als Kind werden?

Schriftstellerin. Von allem Anfang an und niemals etwas anderes.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Bei uns zuhause wurde sehr viel gelesen, da hatte jeder seinen Stapel Bücher neben dem Bett. Über das Lesen und auch das Geschichtenerzählen bin ich dann sehr rasch zum Schreiben gekommen. Meine Eltern waren beide schriftstellerisch recht begabt, obwohl sie andere Berufe hatten, und haben das von Anfang an gefördert.

6. Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Mich haben immer Liebesgeschichten fasziniert, die in Verbindung mit unheimlichen oder erschreckenden Ereignissen stehen, so wie „Jane Eyre“ oder „Die Sturmhöhe“ oder „Das Fräulein von Scudery“, und da vor allem solche Geschichten, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert geschrieben wurden.
Geprägt hat mich ein ganz seltsames Buch: Ein medizinischer Schmöker aus der Bibliothek meines Großvaters, der mit Kupferstichen illustriert war. Als Volksschülerin konnte ich nicht genug kriegen davon. Dieses Buch hat meine fortdauernde Liebe zur Medizingeschichte erweckt.

7. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

Eine Anthologie von „urban legends“. Ich liebe geheimnisvolle Geschichten, vor allem solche, bei denen man nicht weiß, ob sie nun wahr sind oder nicht.

8. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

„Die Hütte“ von William Paul Young. Das Thema interessiert mich, und es kommt nicht oft vor, dass ein religiöses Buch zum Bestseller wird, also bin ich schon sehr neugierig.

9. Was lesen Sie zurzeit?

Ein Buch über Marienerscheinungen. Die gehören auch zu den Geschichten, bei denen es ebenso viele glühende Verteidiger wie heftige Kritiker gibt.

10. Wo lesen Sie am liebsten?

Oh, da gibt es nur einen möglichen Ort! Im Bett. Beim Schein einer Leselampe, Teetasse und Brötchen auf dem Beistelltisch, beide Hunde in Streichelgriffweite, und dann ein richtig gruseliges Buch.

11. Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Wenn die Wohnung in Flammen steht.

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