Zu Besuch bei… Brian Katcher

Zu-Besuch-bei-Brian-KatcherEine Sci-Fi-Convention war nicht der Ort an dem Ana geglaubt hat ihre große Liebe zu treffen. Doch als sie mit Zak ihren Bruder Clayton auf der nahegelegene Veranstaltung sucht, beginnt für die beiden – zwischen Orks, Amazonen und Wikingern – ein neues Abenteuer. Brian Katcher, der Autor von ›Ana und Zak‹, erzählt uns im Interview von seinen besonderen Schreib- und Lesegewohnheiten.

Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Tagsüber bin ich Lehrer, deswegen schreibe ich nachts oder am Wochenende. Meine Familie geht normalerweise vor mir schlafen, sodass ich mich mit etwas Glück vor meinem Laptop setzen und einplanen kann, drei Stunden ohne Unterbrechung zu schreiben – nur um dann fünf Minuten später Wikipedia Artikel zu bearbeiten. Wie soll ich bitte schreiben, wenn der Eintrag für den Film ›Ernest Goes to Jail‹ so schlecht geschrieben ist?

Dann gegen ein Uhr morgens komme ich endlich in meinen Schreibfluss… und muss unmittelbar darauf ins Bett gehen, weil ich am Morgen arbeiten muss.

Haben Sie dabei feste Rituale?

Ich kann Geräusche beim Schreiben nicht ausstehen, deswegen höre ich währenddessen nie Radio. Ich habe außerdem die Angewohnheit umherzuwandern. Als ich mein erstes Buch geschrieben habe, bin ich mit meiner Tochter auf dem Arm durch das ganze Haus gegangen, und habe versucht, den Plot zu erarbeiten, während ich mit mir selbst redete. Zu meiner Familie sage ich immer, dass es gut ist, dass ich ein Autor bin, ansonsten wäre ich nur ein Verrückter.

Oh, und Kaffee. Jede Menge Kaffee.

Arbeiten Sie mit einem Notizheft, einer Pinnwand o.Ä.?

Nein, eigentlich nur mit meinem Laptop oder in meinem Kopf. Obwohl ich gerne eine Entschuldigung dafür hätte, Zeitungsausschnitte an die Wand zu pinnen und sie mit Fäden zu verbinden, so wie es in Detektiv Fernsehserien gemacht wird.

Was wollten Sie als Kind werden?

Ich wäre beinahe Archäologe geworden. Ich liebe es, draußen zu sein, zu reisen und zu forschen. Manchmal frage ich mich, warum ich das nicht getan habe.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Als mich meine Freundin in Mexiko verlassen hat. Es gab entweder die Option zu schreiben oder ein Alkoholiker zu werden.

Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Als ich aufgewachsen bin, habe ich Joseph Hellers ›Catch-22‹ geliebt. Ich bin mir nicht sicher, ob das in Europa bekannt ist. Es handelt von einem Bombenschützen aus dem Zweiten Weltkrieg, der versucht aus der Armee geworfen zu werden, indem er vorgibt, verrückt zu sein. Zu spät erkennt er, dass es keiner wahrnimmt, weil alle um ihn herum verrückt sind. Als ich jünger war, hat mich das Buch wirklich angesprochen.

Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?

Ich habe schon immer den Horrorautoren H.P. Lovecraft aus den 30ern gemocht. Er ist der erste Typ, der darüber geschrieben hat, wie Aliens Gehirne in einem Glas am Leben halten. Wir schulden ihm etwas dafür.

Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

›The Geek’s Guide to Unrequited Love‹ von Sarvenaz Tash. Es ist ein weiteres Buch, das auf einer Comic Con spielt. Es war so gut, dass ich froh war, dass meines zuerst erschienen ist.

Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

Ich liebe die Doc Savage Abenteuer, ein 1930er/40er Pulp Superheld. Ich habe gehört, dass es bald einen Film geben soll, in dem Dwayne Johnson mitspielt.

Was lesen Sie zurzeit?

›Setting Free the Kites‹ von Alex George. Er kommt aus Missouri, wie ich.

Wo lesen Sie am liebsten?

Wenn wir Essen gehen, nehmen meine Familie und ich immer unsere Bücher mit. Die Leute starren uns dabei an, als ob unsere Haare in Flammen stehen.

Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Wenn die Charaktere unsympathisch sind. Starke Charaktere können einen schwachen Plot ausgleichen, aber ein aufregender Plot kann keine langweiligen Charaktere überdecken.

 

Brian Katcher
Ana und Zak

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