Zu Besuch bei… Frank Goldammer

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Im Dresden aus dem Jahre 1944 geht der Angstmann um, doch Kriminalinspektor Max Heller ist dem Mörder auf der Spur. Seine Ermittlungen behindert dabei nicht nur sein Vorgesetzter, sondern auch die Bombardierung der Stadt ein Jahr später. Ist der Angstmann wirklich im Bombenhagel gestorben, oder müssen die Dresdner weiter um ihr Leben fürchten? Frank Goldammer der Autor von ›Der Angstmann‹ und dem bald erscheinenden zweiten Fall für Max Heller ›Tausend Teufel‹ gibt uns einen Einblick in seinen Schreiballtag, wie er zum Schreiben gekommen ist und welche Bücher er unbedingt noch lesen muss.

Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?

Ich schreibe sobald ich kann, wann immer es geht (meist leider erst am Abend), an meinem Notebook, in meinem winzig kleinen chaotischen Schreibzimmerchen (es hat nicht einmal 5 qm). Ich schreibe aber auch unterwegs im Zug, oder auf dem Hotelzimmer. Mein Pensum habe ich mir selbst irgendwann einmal vorgegeben, es sind vier Buchseiten am Tag, meist aber wird es mehr.

Haben Sie dabei feste Rituale?

Nein, im Prinzip nicht, nur zum entspannen spiele ich meist ein paar kleine Spielchen am Computer. Minesweeper, o.Ä.

Arbeiten Sie mit einem Notizheft, einer Pinnwand o.Ä.?

Ich habe massenweise kleine Notizzettel an meinem Platz, die ich aller Monate sortieren muss, notiere aber Ideen auch auf allem was in meiner Nähe liegt: Umschläge, Unterlagen, etc.

Was wollten Sie als Kind werden?

Das kann ich gar nicht sagen, ich hatte sehr lange keine Vorstellung davon, was aus mir werden sollte (sonst wäre ich vermutlich nicht in den Malerberuf gerutscht)

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Eines Tages, vor etwa zwanzig Jahren setzte ich mich hin und dachte, ich versuche jetzt auch mal ein Buch zu schreiben. Es dauerte nur ein paar Minuten, da wusste ich, dies ist meine „Bestimmung“. Seitdem schreibe ich buchstäblich jeden Tag, bis auf ganz wenige Ausnahmen, die beinahe an zwei Händen abzuzählen sind. (so etwa bei: Hochzeit, Scheidung, Krankheit)

Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?

Es sind wirklich so viele, dass ich keines von denen besonders hervorheben mag. Ich habe ein gutes Dutzend verschiedenster Autoren von denen ich alles las und noch viele andere mehr von denen ich mehrere Bücher gelesen habe. Ich lasse mich von beinahe jedem Genre begeistern. Ich mag Horror, Science Fiction, Historische Romane, Reiseberichte, Komödien. 

Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?

Ich gebe zu, die Frage verstehe ich nicht recht, aber soviel vorweg: Ich kann keine Empfehlungen geben, denn ich lese seit vielen Jahren kaum noch zu meiner Unterhaltung und weigere mich Bücher von Kollegen zu lesen, weil ich keine Zeit dazu habe und mich fürchte ein Urteil abgeben zu müssen.

Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?

John Steinbeck, Reise mit Charley. Zufällig entdeckt, kurzweilig, nostalgisch und zufällig auch noch aus dem Hause dtv.

Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?

Das Ende der Stephen King Saga von „Der dunkle Turm“ steht noch aus. Die ersten Teile haben mich sehr begeistert, doch von den letzten Teilen habe ich nichts Gutes gehört, ich schwanke also, ob ich neugierig genug bin um zu riskieren, dass ich meine guten Erinnerungen daran zerstöre. Außerdem werde ich wohl in nächster Zeit mal die anderen Steinbeck-Romane lesen. Aber nicht unbedingt!

Was lesen Sie zurzeit?

Beinahe nur noch Sachbücher zur Recherche

Wo lesen Sie am liebsten?

Dort wo ich Zeit dazu finde, meist im Zug, oder in dem einzigen Zimmer meiner Wohnung, das noch kleiner ist als mein Schreibzimmer

Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?

Um zu schreiben!

 

Frank Goldammer
Der Angstmann
Frank Goldammer
Tausend Teufel

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