Zu Besuch bei … Susanne Mischke

»Ohne einen Milchkaffee kann ich nicht arbeiten!«

Susanne Mischke am Schreibtisch

Waffeln zum Frühstück, Shitstorm am Abend – und dazwischen ein kleiner Flirt. So in etwa verlief Jills Tag auf einem Musikfestival. ›Don´t Kiss Ray‹ ist der erste Liebesroman von Bestsellerautorin Susanne Mischke. Im Interview spricht sie über Bücher, die sie umtreiben und über ihr Grundnahrungsmittel: Kaffee.


Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?
Ich schreibe tagsüber, verteilt auf mehrere Abschnitte, und natürlich mit dem Computer. Ich nehme mir kein Tagespensum vor, aber ein Wochen- oder Monatspensum. So ist auch mal ein Faulenzertag drin.

Haben Sie dabei feste Rituale?
Ohne einen Milchkaffee kann ich nicht arbeiten!

Arbeiten Sie mit einem Notizheft, einer Pinnwand o.Ä.?
Ich arbeite mit wild herumfliegenden Notizzetteln oder einem Block, auf dem ich notiere, was ich mir für den nächsten Tag merken wollte. Manchmal finde ich die erst wieder, wenn ich sie nicht mehr brauche. Ich sollte da wirklich etwas ordentlicher sein ;-).  Aber zum Glück gibt es ja meist auch ein ausführliches Exposé, an dem ich mich entlanghangeln kann.

Was wollten Sie als Kind werden?
Als Kind wollte ich alles Mögliche werden: Rocksängerin, Tierärztin, Model, Stewardess, Seiltänzerin … Autorin stand seltsamerweise nicht oben auf meiner Liste, obwohl ich schon als Kind immer gern Geschichten geschrieben habe.

Susanne Mischke sitzt an ihrem Schreibtisch
Der Duft von frischem Kaffee weht durch Susanne Mischkes Büro

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Irgendwann hat es mich einfach gepackt und ich habe mich hingesetzt und meinen ersten Roman geschrieben. Vorher habe ich mir noch einen Computer gekauft. Mit der Schreibmaschine wäre das nie im Leben was geworden.

Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?
Schwer zu sagen, weil ich schon immer alles verschlungen habe, was mir in die Quere kam. Meine früheste Begegnung mit der Literatur waren Pixi-Bücher und Wilhelm Busch. Ich konnte mit vier den ganzen Max und Moritz auswendig. Den Ausschlag, selbst mit dem Schreiben zu beginnen gab aber der Roman ›Betty Blue‹ von Philippe Djian. So lässig und cool wollte ich auch schreiben.

Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?
Keine Ahnung! Ich verlasse mich immer auf die Geheimtipps meiner Buchhändlerin, die kennt sich da viel besser aus.

Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?
›Blick aufs Meer‹ von Elisabeth Strout. Die könnte man bei der vorherigen Frage eventuell anführen, immerhin ist sie Pulizerpreisträgerin.

Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?
Die Bibel. Aber es ist ziemlich mühsam. Vielleicht lieber erst mal die zwei Romane von Eva Ferrante.

Was lesen Sie zurzeit?
›Gebrauchsanweisung für New York‹. Das hat mit meinem nächsten Buchprojekt zu tun, aber Recherche kann ja auch Spaß machen.

Wo lesen Sie am liebsten?
In Italien, faul an der Sonne liegend. Zu Hause auf der Terrasse oder am Frühstückstisch, die Kaffeemaschine in Reichweite. Sofa ist schlecht, da schlafe ich ein.

Wofür legen Sie jedes Buch beiseite?
Für meine beiden Hunde Bruno und Raffi. Die sorgen schon dafür, dass ich nicht zu lange lese oder arbeite.

 

Susanne Mischke
Don't Kiss Ray

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