Coverbild Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid von Alena Schröder, ISBN-978-3-423-28273-4
Leseprobe

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

Roman
Hardcover
22,00 EURO
E-Book
18,99 EURO
Vom Erbe unserer Mütter und dem Wagnis eines freien Lebens

In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe hundert Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evelyn als Erbin eines geraubten und verschollenen Kunstvermögens ausgewiesen. Die alte Frau aber hüllt sich in Schweigen. Warum weiß Hannah nichts von der jüdischen Familie? Und weshalb weigert sich ihre einzige lebende Verwandte, über die Vergangenheit und besonders über ihre Mutter Senta zu sprechen?

Die Spur der Bilder führt zurück in die 20er Jahre, zu einem eigensinnigen Mädchen. Gefangen in einer Ehe mit einem hochdekorierten Fliegerhelden, lässt Senta alles zurück, um frei zu sein. Doch es brechen dunkle Zeiten an.

VERSANDKOSTENFREI BESTELLEN
22,00
Sofort lieferbar
Lieferung in 4-5 Werktagen - Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es aktuell zu Lieferverzögerungen kommen kann.
in den Warenkorb
IN IHRER BUCHHANDLUNG ODER BEI EINEM UNSERER ONLINE PARTNER BESTELLEN:
Details
EUR 22,00 € [DE], EUR 22,70 € [A]
dtv Allgemeine Belletristik
Originalausgabe, 368 Seiten, ISBN 978-3-423-28273-4
Autor*innen
Portrait von Alena Schröder

Alena Schröder

Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San ...
Themenspecial
Special

Was für Frauen!

Die Heldinnen in unseren Romanen stellen sich ganz unterschiedlichen Herausforderungen.
Entdecken Sie starke Geschichten für starke Frauen!

Pressestimmen

flow, April 2021
»Atmosphärisch, dicht, die Rückblenden so mitreißend wie Babylon Berlin.«
Freundin, März 2021
»Starker Familienroman, in dem es auch darum geht, wie Frauen aller Generationen mit dem Muttersein hadern.«
Silvia Feist, Emotion, März 2021
»Die Journalistin Alena Schröder macht die Geschichte ihrer Urgroßmutter Senta zum Ausgangspunkt ihres mitreißenden Debüts und spinnt sie dann frei bis heute fort.«
Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Mai 2021
»Virtuos verwebt Alena Schröder Zeitebenen und Perspektiven zu einem dichten Geschichts- und Geschichtenteppich, bleibt dabei aber selbst im großen Gefühl lakonisch und in der Ironie feinsinnig.«
Denis Scheck, ARD Druckfrisch, Februar 2021
»Hoppla, Alena Schröder ist eine echte Entdeckung: rund um ein verloren gegangenes Bild von Vermeer – darauf bezieht sich der Titel – erzählt Schröder eine süffige, hundert Jahre umfassende Familiengeschichte. Am stärksten ihre Schilderung von Frauen, die bereuen, Mütter geworden zu sein.«
WDR 5, Neugier genügt , Februar 2021
»›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ ist eine Familiensaga, ein Krimi, ein Stück Zeitgeschichte.«
NDR Kultur, Buch des Monats Februar 2021, Februar 2021
»Präzise beschreibt Schröder Orte, Blicke, Gespräche. Wir sind dabei, spüren die Zerrissenheit dieser vielen komplexen Frauenfiguren, ihre Konflikte, ihre Last. Ein tolles, versöhnliches, atmosphärisch dichtes Buch.«
GUIDO, März 2021
»MUST-READ«
NDR Fernsehen, Kulturjournal, Februar 2021
»Die Schriftstellerin Alena Schröder verbindet in ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ kunstvoll eine Familiengeschichte, deutsche Geschichte und die Suche nach einem Gemälde.«
Für Sie, Februar 2021
»Alena Schröders spannender Kunstraub-Roman dreht sich um das Gemälde ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ und das Berlin der 1920er.«
myself, März 2021
»Es gibt ihn, diesen magischen Moment, wenn wir ein Buch in die Hand nehmen und es einfach nicht mehr weglegen können, weil uns die Geschichte so in ihren Bann schlägt.«
Stern, Februar 2021
»Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman mitreißend und wunderbar trocken im Ton Teile ihrer eigenen Familiengeschichte – und von den Lebensaufgaben, die sich die Generationen stellen.«
Sibylle Peine, dpa, Februar 2021
»Schröder ist hier ein packendes, unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte gelungen.«
Angela Wittmann, Brigitte, Februar 2021
»Was für ein Erbe: Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman über eine Familie mit vielen Geheimnissen von einem verschwundenen Vermeer, der auf Raubkunst-Listen als ›Junge Frau...‹ geführt wird, und von jungen Frauen, die als Mutter nicht glücklich werden können – über vier Generationen hinweg! Elektrisierend wie ›Babylon Berlin‹ und ehrlich wie ›Regretting Motherhood‹.«
Gala, Januar 2021
»Alena Schröders Debütroman ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ begleitet vier Generationen durch die Zeitgeschichte.«
Susanne Grautmann, Der Tagesspiegel, Januar 2021
»Schröder erzählt ernsthaft und unterhaltsam zugleich von den miteinander verstrickten Lebensthemen und Schicksalen von Frauen aus gleich vier Generationen.«
Anja Maier, taz, Januar 2021
»Alena Schröder widmet sich dem Vermächtnis ihrer Familie, das weit mehr umfasst als ein verschollenes Gemälde. Das Erbe besteht auch aus Gefühlen, Verhaltensmustern, Entscheidungswegen. Nimm mich zur Hand, sagt dieses Buch. Und wie gesagt: Das sollte man tun.«
Till Raether, Brigitte Woman, Januar 2021
»Zum Glück handelt das Buch genau davon: vom Hadern und von der Trauer. Vom Glück und von der Erkenntnis, dass es am Ende zwar Dinge und Menschen gibt, die gut sind und auf die man sich verlassen kann, aber dass es nicht unbedingt diejenigen sind, von denen man das lange Zeit dachte.«
Nina Berendonk, DONNA, Januar 2021
»Die Journalistin Alena Schröder hat aus diesen zum Teil autobiografischen Versatzstücken eine dichte, emotionale Geschichte gewoben, genauso spannend wie zum Nachdenken anregend.«
Dora Heldt, Januar 2021
»Vier Frauen, vier Generationen und ein Kreis, der sich überzeugend schließt. Diese Familiengeschichte ist beeindruckend.«
Angela Wittmann, Brigitte wir, Januar 2021
»Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman eine berührende Jahrhundertgeschiche, die von ihrer eigenen Familie inspiriert ist.«
Die Presse am Sonntag, Dezember 2020
»Alena Schröders Debütroman erzählt von Raubkunst und Restitution und von mehreren Generationen außergewöhnlicher Frauen in einer Familie.«
Heilbronner Stimme, November 2021
»Sehr unterschiedliche Charaktere und starke Frauenfiguren machen den Roman aus, der nicht nur in der Vergangenheit spielt, sondern auch Hannah ein Stück in der Gegenwart begleitet.«
Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung, August 2021
»Ein bemerkenswertes Romandebüt hat Alena Schröder vorgelegt.«
Anja Maier, der Freitag, Juli 2021
»›Junge Frau‹ erzählt sehr temporeich und spannend von der Suche nach einem Gemälde, die zugleich die Su­che nach sich selbst ist.«
Veronika Eder, Bibliotheksnachrichten, Februar 2021
»Ein sehr lesenswerter Generationenroman, der von vielen drängenden Fragen des Lebens handelt, wie etwa: Wo gehöre ich hin?«
Nadja Wittenberg, Walsroder Zeitung, Mai 2021
»Eine mitreißende, vier Generationen umfassende Familiengeschichte um ein geraubtes Gemälde.«
TV für mich, März 2021
»Spannende Familiensaga.«
Esther Ugolini, stebilaufen.ch/Wochenblatt, März 2021
»Die Erzählweise auf verschiedenen Zeitebenen erlaubt auch humorvolle Elemente - ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang.«
Claudia Theurer, Hallo münchen, Februar 2021
»Sensibel, mitreißend und mit ungeheurem Tempo beschreibt sie die Geschichte eines Nazi-Kunstraubs, der bis heute ungelöst ist.«
Maxi, März 2021
»Mit ihrem Debütroman nimmt sich Alena Schröder gleich vier Frauengenerationen vor, deren Geschichen miteinander verwoben sind.«
Eve Pohl, WILD MAGAZIN, Februar 2021
»Insgesamt ist ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ ein spannender und interessanter Roman, der eine sehr intime Familiengeschichte mit dem gesellschaftlich relevanten Thema der Raubkunst zusammenführt.«
Anne Fritsch, Münchner Feuilleton, April 2021
»Ein dichter und nachdenklicher Schmöker, der ein Abtauchen in gleich mehrere Leben erlaubt, die alle unentwirrbar zusammenhängen.«
lift Stuttgart, Mai 2021
»Gekonnt vereinen sich hier die Familiengeschichten von vier Frauen aus vier Generationen zu einem Gesamtkunstwerk, das eine schöne Sprache spricht, spannend und humorvoll ist.«
Cornelia Neuner, ZUG Kultur, Juni 2021
»Wer spannende Familiengeschichten mit historischen Hintergrund liebt, dem sei dieser Roman bestens empfohlen.«
Matthias Glatthor, boersenblatt.net, Buchcharts – die aktuellen Bestsellerlisten, Januar 2021
»Eine (jüdische) Familiengeschichte mit autobiografischen Bezügen über vier Generationen, im Mittelpunkt die Frauen – und ein verschwundener Vermeer.«
Anja Maier, Weser-Kurier, Januar 2021
»Die Geschichte über die Frauen in einer Familie und ihre komplizierte und tragische Verküpfung, ist Generationen-Roman, Krimi Schmöker, vor allem aber Berlin-Roman.«
Mainhattan Kurier, Februar 2021
»Bestechend in diesem mitreißenden Debüt sind nicht nur die fünf Protagonistinnen in ihrer Zeit, sondern auch deren Entscheidungen und weiteren Verhaltensweisen. Sehr gut!«
Christa Nebenführ, Buchkultur, Januar 2021
»Die Auflösung um das Rätsel des verschwundenen Bildes gelingt elegant!«
Bernd Noack, nordbayern.de, Buchtipps im Februar, Februar 2021
»Deutsche Geschichte wird hier oft schön bissig abgeklopft und zum Vorschein kommen persönliche Verstrickungen und das bisschen Schuld, das wir alle mit uns herumtragen.«
Meike Dannenberg, Bücher Magazin, Februar 2021
»Ein Roman, der großartig unterhält und berührt!«
7 Tage, März 2021
»Der packende Roman von Alena Schröder zeigt, wie sehr die Schicksale von Generationen verknüpft sind.«
Kathrin Olzog, Barbara Buchhandlung Moers, WAZ, März 2021
»Flott und unterhaltsam geschrieben, wird dieses Buch hoffentlich viele begeisterte Leser*innen finden!«
Carola Krauße-Reim, belletristik-couch.de, März 2021
»Der vorliegende Roman ist eine gekonnte Mischung aus Familien- und Frauengeschichte vor historischen Hintergrund.«
FRIZZ Das Magazin für Frankfurt und Vordertaunus, April 2021
»Mit ihrer Mischung aus leichter Unterhaltung und ernsten Themen schafft Schröder eine Neue Sachlichkeit mit Herz und einen echten Pageturner.«
Anja Witzke, Donaukurier, April 2021
»Mit ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ legt Alena Schröder einen spannenden Roman vor, der raffiniert Familiengeschichte, deutsche Geschichte und Kunst-Krimi miteinander verwebt.«
Veronika Eder, biblio.at, Buchtipps April, April 2021
»Ein sehr lesenswerter Generationenroman, der von vielen drängenden Fragen des Lebens handelt (…).«
Martina Tonidandel, Bündner Woche , Februar 2021
»Ein temporeicher Roman um vier Frauengenerationen mit Geschichtsbezug, das Muttersein und die Erkenntnis, dass das Leben kompliziert ist.«
Hedda Jensen, Scheller Boyens Buchhandlung, Nord Anzeiger, Februar 2021
»Alena Schröders Figuren sind so lebendig und vielschichtig, der Schreibstil ist mitreißend und unterhaltsam, die unterschiedlichen Zeitebenen ihres Debütromans durchquert man mühelos.«
Butzbacher Zeitung, Mai 2021
»Schröders Roman ist Familiengeschichte und zugleich einprägsame deutsche Geschichte, elektrisierend, temporeich und spannend erzählt.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Berlin 1942: Senta Goldmann katalogisiert für ihren Schwiegervater eine Reihe von Gemälden, die der jüdische Kunsthändler den Nationalsozialisten übergeben muss. Es ist der Vorabend seiner Deportation. Von den Bildern und der Liste verliert sich nach dem Krieg jede Spur. Jahre später erinnert sich Senta an die Werke, vor allem an das eine mit folgenden Worten: Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid, von Johannes Vermeer…. Berlin, heute: Hannah arbeitet an ihrer Doktorarbeit, hat eine Affäre mit ihrem Professor und einmal pro Woche besucht sie ihre 94-jährige Großmutter Evelyn in der Seniorenresidenz. Zufällig entdeckt Hannah dort einen Brief einer israelischen Anwaltskanzlei, indem es um Restituierung eines Gemäldes aus ehemals jüdischem Besitz geht. Evelyn will mit der Sache nichts zu tun haben. Doch Hannah beginnt nachzuforschen und erfährt von einer Familiengeschichte, die bislang verschwiegen wurde. Der Journalistin und Autorin Alena Schröder ist ein eingängiger und stimmiger Generationenroman gelungen, der sich von den 1920er Jahren bis zu unseren heutigen Tagen erstreckt. Da ist in Rostock die junge Senta, die nach der Geburt ihrer Tochter Evelyn nicht mehr die „Kleene“ des ehemaligen Fliegerasses sein will und ihre Familie verlässt, um nach Berlin zu gehen. Evelyn, die Ärztin geworden ist, und ihrer eigenen Tochter Sylvia gegenüber immer das Gefühl hatte ihr etwas schuldig geblieben zu sein. Zu ihrer Enkelin Hannah verspürt sie eine innige Bindung, die nach dem frühen Tod von Sylvia noch stärker wurde, aber Evelyn ihre Gefühle nur selten wirklich preisgibt. Hannah sucht noch nach ihrem Platz. Als die junge Frau sich mit der Geschichte ihrer Urgroßmutter auseinanderzusetzen beginnt, ist sie schließlich auch in der Lage sich in ihrem Leben zurechtzufinden, anzukommen. Es sind vier eigenwillige Frauen mit unterschiedlichen Lebensmodellen. Es geht stark um die Zufriedenheit – oder das genaue Gegenteil - von Mutterschaft. Mütter, Töchter, Enkeltöchter müssen sich hier in unterschiedlichsten Konstellationen zusammenraufen. Leitmotiv ist ein verschwundenes Gemälde, vernehmlich ein Vermeer, und doch, es ist kein Kunstroman, auch keine Jagd nach einem Schatz. Niemals könnte die Rückerstattung eines Bildes das Unrecht der Nazis, das an Millionen Menschen verübt wurde, wiedergutmachen. Doch hier ist es auch ein Symbol für die Wiedergutmachung im Kleinen, die Aussöhnung mit einer komplizierten Familiengeschichte.«
ANTWORTEN
»Eine emotionale und interessante Familiengeschichte Berlin 2017: Die 27-jährige Dauerstudentin Hannah Borowski schreibt an ihrer Doktorarbeit und kann die Frage nach dem Stand der Dinge von ihrer 92-jährigen Großmutter Evelyn, die sie einmal in der Woche in ihrer Seniorenresidenz besucht, schon nicht mehr hören. Bei einem dieser Besuche entdeckt Hannah einen Brief an ihre Großmutter aus Israel, der sie als Erbin des Kunsthändlers Itzig Goldmann ausweist. Evelyn beantwortet keine der Fragen, die Hannah nun hat. Aber Hannah ist neugierig geworden und begibt zusammen mit Jörg Sudmann auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Familie und nach dem Erbe ihrer Oma. Rostock 1924: Die 18-jährige Senta Köhler wird ungewollt schwanger. Sie heiratet den hochdekorierten Fliegerhelden aus dem Ersten Weltkrieg und bringt die kleine Evelyn zu Welt. Nach 2 Jahren, in denen sich Senta mit Hausarbeit und Mutterleben nicht anfreunden kann, will sie ihren Mann Ulrich verlassen. Der stimmt einer Scheidung zu unter der Voraussetzung, dass Hannah ohne die kleine Evelyn geht. Für die sorgt ab jetzt Ulrichs Schwester Trude. Senta geht nach Berlin zu ihrer Freundin Lotte und beginnt ein selbstbestimmtes Leben. Mir hat diese Familiengeschichte, die sich über 4 Generationen und fast 100 Jahre erstreckt, sehr gut gefallen. Mit ihrem einnehmenden, berührenden und bildhaften Erzählstil hat mich Alena Schröder schnell in die Geschichte hinein gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Wobei mir die Erzählungen aus der Vergangenheit um einiges besser gefallen haben, als die Geschichte von Hannah in der Jetztzeit. Das Kennenlernen und die Umstände ihres Lebens von Urgroßmutter Senta, Großmutter Evelyn, Hannahs Mutter Silvia, von der ich gerne noch mehr gewusst hätte, fand ich einfach interessanter. Ich finde den Bogen von der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wo die Judenverfolgung einen großen Stellenwert hat, sehr gut geschlagen und für mich richtig spannend. Auch emotional konnte ich hier besser mitgehen, als in der Zeit um Hannahs Geschichte. Die Menschen, denen ich hier begegne, hat die Autorin mit vielen Facetten ausgestattet. Manche mit dem gewissen Etwas, die mich in ihren Bann ziehen und die mir von Anfang an sympathisch sind, wie Marietta mit ihrer Detektei und ihrer Riesentasche, Lotte und ihr Mann oder die Familie Goldmann. Andere, wie der arrogante Professor Sonthausen oder der aufdringliche Jörg Sudmann, teilweise auch Trude haben meine Sympathien nicht bekommen. Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder ein abwechslungsreiches und bewegendes Debüt geschrieben. Mich haben hier vor allem die Frauen und ihr Leben fasziniert. Eine unerforschte jüdische Familiengeschichte und ein unverhofftes Kunsterbe – der Stoff, der mich sehr gut unterhalten hat. 4,5 von 5 Sternen«
ANTWORTEN
»Das Buch wurde mit einem sehr ungewöhnlichen, aber ausdrucksstarken Buchtitel versehen. Was es damit auf sich hat, wird anhand der Lebenslinien von vier (eigentlich fünf) Frauen über Generationen von 1922 bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Alena Schröder erzählt eine umfassende Familiengeschichte. Der Einstieg in die Story beginnt im Jahr 1922 in Warnemünde mit der jungen Senta. Sie ist lebenslustig und voller Pläne, die sich recht bald zerschlagen als sie ungewollt schwanger wird und heiratet. Sie will raus aus der einengenden Situation und trifft eine Entscheidung, die weitreichend sein wird, für sie und ihre Nachkommen. In der Gegenwart besucht die 27 jährige Hannah wöchentlich ihre 95 jährige Großmutter Evelyn im Altenheim im Westen Berlins. Die alte, grantige Dame läßt die Enkelin jedes Mal ein auf mich deprimierend wirkendes Ritual absolvieren in ihrem Zimmer. Niemand kann es ihr eigentlich recht machen. Sie ist auf der einen Seite des Lebens überdrüssig, auf der anderen möchte sie doch noch teilhaben, schwankt zwischen Überlebenswillen und der Hoffnung des baldigen Ablebens. Bei einem Besuch findet Hannah zufällig einen Brief, den Evelyn aus Israel erhielt. Sie wird darin als Erbin eines einst geraubten und nun verschollenen Kunstvermögens genannt. Davon will sie aber nichts wissen, sträubt sich dagegen und verwehrt Hannah nähere Auskünfte. Hannah nimmt sich der Sache an und erfährt nach und nach wie auch der Lesende die Hintergründe. Es wird eine aufregende Reise in die deutsche Geschichte mit tiefen, emotional ergreifenden Einblicken in die Lebenswege von Urgroßmutter Senta, Großmutter Evelyn, Mutter Silvia und Hannah, die vorerst letzte der Familie. Die Kunstwerke sind dabei der Aufhänger, die alles miteinander verbinden und zusammenhalten. Gekonnt und immer nachvollziehbar in den verschiedenen Zeiten erzählt, bringt die Autorin die großen Themen der Judenverfolgung, das Grauen des 2. Weltkrieges, die Verblendung der Menschen (hier großartig dargestellt in der Figur der Tante Trude - Tante von Evelyn) und nicht zuletzt die besonderen Mutter-Tochter-Beziehungen zur Sprache. Dabei wertet, verurteilt Alena Schröder nicht. Sie läßt die wunderbar herausgearbeiteten Charaktere für sich selbst sprechen. Mit steigender Neugier verfolgte ich die Geschichte in den wechselnden Perspektiven von Ort und Zeit und war sehr gespannt wie diese enden wird. Ich hatte dann zum Schluß den Eindruck, dass Hannah sich vieles für das eigene Leben mitnehmen konnte, sich ein Lebensziel, eine Richtung für sie abzeichnete. Für mich ist der Roman ein gelungenes Debüt und ich empfehle es mit der Höchstbewertung.«
ANTWORTEN
Ihre Leserstimme wird nach Prüfung durch den dtv - ohne Angabe Ihrer E-Mail-Adresse - hier veröffentlicht. Im Text sind keine HTML-Formatierungen und URLs erlaubt.
Bitte die zwei gleichen Bilder auswählen:

merkzettel (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Merkzettel


zum Merkzettel
warenkorb (0)

Es befinden sich keine Artikel in Ihrem Warenkorb


Gesamtbetrag:
0,00 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand
My dtv

Jetzt registrieren