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Angelika Schrobsdorff

"Du bist nicht so wie andre Mütter"

Die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau

Ein Leben aus Tausenden von Puzzlesteinen

»Sie war so kompliziert wie ein Puzzle, das aus Tausenden Stücken zusammengesetzt ist - und ich mußte diese Teile finden und ineinanderfügen«, schreibt Angelika Schrobsdorff über ihre Mutter.

Die Teile, die sie benutzt, sind Briefe, Fotoalben, Erinnerungen von Freunden und für die spätere Zeit gemeinsam gelebtes Leben. Begonnen hat alles voller Harmonie in einem begüterten jüdischen Geschäftshaus im Berlin des Jahrhundertbeginns. Else Kirschner, sprühend vor Charme, mit dunklen Locken und leuchtenden Augen, liebte die rührend um sie besorgten Eltern, und sie liebte das Leben, das ihr Jahre des Wohlstands bescherte, angefüllt mit Theater und Konzerten, Ferien im Sommerhaus am See und großen Leidenschaften.

Doch die Nazis setzen dem ein jähes Ende. Else, inzwischen mit dem preußischen Junker Erich Schrobsdorff verheiratet, flieht mit ihren beiden Töchtern nach Bulgarien ... Voller Leidenschaft, aber ohne Pathos, voller Mitgefühl und Bewunderung und dennoch mit kritischem Blick erzählt Angelika Schrobsdorff von den beiden Leben ihrer Mutter.
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  Taschenbuch
9783423119160
1. September 1994
978-3-423-11916-0
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978-3-423-21657-9
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Details

EUR 11,90 € [DE], EUR 12,30 € [A]
dtv Literatur
560 Seiten, ISBN 978-3-423-11916-0
Lehrerprüfexemplar
1. September 1994

Autorenporträt

Angelika Schrobsdorff

Angelika Schrobsdorff

Angelika Schrobsdorff wurde am 24. Dezember 1927 in Freiburg im Breisgau geboren.1939 musste sie mit ihrer jüdischen Mutter aus Berlin nach Sofia emigrieren. Ihre Großeltern wurden in Theresienstadt ermordet. 1947 kehrte sie aus Bulgarien nach Deutschland zurück. Ihr erster Roman, 'Die Herren', sorgte 1961 wegen seiner Freizügigkeit für Aufruhr. 1971 heiratete sie in Jerusalem den Filmemacher Claude Lanzmann, wohnte danach in Paris und München und beschloss 1983, nach Israel auszuwandern. 2006 zog sie nach Berlin, wo sie im Juli 2016 verstarb. Angelika Schrobsdorffs erfolgreichstes Buch ist der Bestseller »Du bist nicht so wie andre Mütter«, der bislang allein im Taschenbuch fast 500.000 mal verkauft und mit Katja Riemann in der Hauptrolle verfilmt wurde. Im Deutschen Taschenbuch Verlag sind zahlreiche ihrer Bücher erschienen, neben »Du bist nicht so wie andre Mütter« u.a. ›Jericho. Eine Liebesgeschichte‹ und ›Jerusalem war immer eine schwere Adresse‹. In Originalausgabe erschienen bei dtv ›Grandhotel Bulgaria. Heimkehr in die Vergangenheit‹, das von einer bewegenden Reise der Autorin 1997 nach Bulgarien, dem Land ihres Exils 1939 bis 1947, erzählt, sowie der Erzählungsband ›Von der Erinnerung geweckt‹. Ihr Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2007 wurde sie vom Deutschen StaatsbürgerinnenVerband als Frau des Jahres ausgezeichnet. Die Jurybegründung: »Wir ehren Frau Angelika Schrobsdorff für ihr schriftstellerisches Gesamtwerk, in dem sie den Zeitgeist verschiedener Abschnitte der jüngeren Geschichte lebensnah gradlinig darstellt und uns damit und besonders mit ihrem Buch ›Du bist nicht so wie andre Mütter‹ zeitgeschichtliche Dokumentationen und eine tiefgreifende, berührende Beschreibung ihrer Familiengeschichte und ihres persönlichen Lebensweges präsentiert.«

Pressestimmen

Oranienburger Generalanzeiger, Dezember 2007
»›Du bist nicht so wie andre Mütter‹ ist das erfolgreichste Buch von Angelika Schrobsdorff.«
Gute Laune, August 2008
»Angelika Schrobsdorff zeichnet in „Du bist nicht so wie andre Mütter“ ein liebevolles Bild ihrer Mutter.«
Gerit Kling, Freundin, Februar 2008
»Dieser Roman mit autobiografischen Zügen hat mich unendlich berührt und auch motiviert.«

Leserstimmen

Ihre Meinung

Ferdinand Abensperg-Traun, Juli 2002
»Was soll ich nur zu diesem unglaublichen Buch sagen? Lebensfreude, Ernsthaftigkeit, nichts, was gekünstelt wirkt. Man spürt einen Menschen von einer noblen Geisteshaltung, die leider ausstirbt. Als "Spätgeborener" empfehle ich allen Besserwissern dieses Buch zu lesen, um zu erkennen, wie selbst unmittelbar Gefährdete die wahren Hintergründe des NS-Regimes nicht erkannt haben oder nicht erkennen wollten. So wie viele andere auch, die heute mit arrogantem Hochmut verurteilt werden.«
ANTWORTEN
Martina Muscholl, September 2000
»ich bin über dieses Buch in die werke Angelika Schrbsdorffs eingestiegen und habe mittlerweile alle Bücher gelesen .Nach wie vor bin ich fasziniert, begeistert, betroffen ...und möchte eigentlich gerne mit der autorin kommunizieren. Da sie aber auf ihter Schreibmaschine arbeitet sehe ich kaum Möglichkeiten über einen online-kontakt.macht auch nix. ich finde sie klasse und realistisch und wünsche ihr viel Energie für weitere Bücher, die alle so persönlich sind. liebe Grüße aus deutschland martina muscholl«
ANTWORTEN
Tobias Wiesner, Juli 1998
»Mit Worten kann man Bilder in den Koepfen malen. Angelika Schrobsdorff errichtet eine Galerie mit Zeichnungen, Aquarellen, Gemaelden die von Lust und Leidenschaft berichten, die das Berlin der Zwanziger Jahre auferstehen lassen und die in mir Bewunderung fuer eine Frau wecken, die ihre Gefuehle gelebt hat.«
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Pressemeldungen
02.08.2016

Wir trauern um unsere Autorin Angelika Schrobsdorff

Sie wurde 1927 in Freiburg im Breisgau geboren, entstammte mütterlicherseits einer assimilierten jüdischen Familie aus Berlin, väterlicherseits dem preußischen Großbürgertum. 1939 floh sie mit ihrer Mutter aus Berlin nach Sofia. Ihre Großeltern wurden während der Shoah in Theresienstadt ermordet. 1947 kehrte sie aus Bulgarien nach Deutschland zurück, wenige Jahre später begann sie zu schreiben.

Ihr erster Roman, »Die Herren«, sorgte 1961 wegen seiner Freizügigkeit für Aufruhr. Sie bekam einen Sohn, heiratete 1971 in Jerusalem den Filmemacher Claude Lanzmann, und lebte in Paris und München, bevor sie 1983 nach Israel auswanderte. Angelika Schrobsdorffs bekanntestes Buch »Du bist nicht so wie andre Mütter« wurde verfilmt und war ein internationaler Bestseller. Ihr gesamtes autobiographisches Werk, in dem sich die Geschichte Europas, Israels und des vergangenen Jahrhunderts auf einzigartige Weise spiegelt, liegt bei dtv vor; zuletzt erschien »Der Vogel hat keine Flügel mehr«, die Briefe ihres Halbbruders Peter Schwiefert an die Mutter. Auch dieses Buch ist ein ergreifendes persönliches und zeitgeschichtliches Dokument.

Wir würdigen Angelika Schrobsdorff als großartige Erzählerin und unerschütterliche, unbestechliche und streitbare Frau. Als sie 2006, verbittert über die politische Lage in Israel, nach Berlin zurückkehrte, sagte sie: „Ich habe meine beiden Heimaten verloren, und ich bin nicht gekommen, um hier zu  leben, sondern um hier zu sterben.“
 
Am Samstag, den 30. Juli 2016, ist Angelika Schrobsdorff im Alter von 88 Jahren, umgeben von fürsorglichen Menschen, friedlich in Berlin gestorben.

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