Die Terrakottafrau

Roman

Ein tiefgründiger und kluger Roman über Russland nach der Perestroika und eine Frau zwischen Gewissen und Geld.

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Die Terrakottafrau

Die literaturbegeisterte Hochschullehrerin Tatjana bringt sich und ihre Tochter allein durch, nachdem sie sich von ihrem lethargischen Ehemann, einem weltfremden Historiker, getrennt hat. Kein leichtes Unterfangen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, ihr Einkommen reicht oft gerade eben für Grundnahrungsmittel. Als sie dem erfolgreichen Unternehmer Friedrich begegnet und dieser ihr ein lukratives Jobangebot macht, überlegt sie nicht lange: Für Tatjana bricht nun eine Zeit an, in der nicht mehr Rubelnoten, sondern Dollarbündel den Besitzer wechseln. Doch schonbald lernt sie auch die Schattenseiten des Raubtierkapitalismuskennen und muss sich fragen, ob sie ihre moralischen Grundsätze wirklich über Bord werfen kann – und will. Spannend erzählt Elena Chizhova von den wilden Neunzigern in Russland, als die vertraute Ordnung von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wurde und sich das ideologische Vakuum mit den Verlockungen des großen Geldes füllte.  

Bibliografische Daten
EUR 16,90 [DE] – EUR 17,40 [AT]
ISBN: 978-3-423-26091-6
Erscheinungsdatum: 23.10.2015
1. Auflage
448 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg
Autor*innenporträt
Elena Chizhova

Elena Chizhova, 1957 in Leningrad geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und war an der Universität und in der freien Wirtschaft tätig, bevor sie sich Mitte der 1990er Jahre dem Schreiben zuwandte. Ihre bislang sieben Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, für ›Die stille Macht der Frauen‹ erhielt sie 2009 den angesehenen russischen Booker-Preis. Elena Chizhova ist Vorsitzende der Sankt-Petersburger Sektion des PEN-Clubs.    

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Übersetzer*innenporträt
Dorothea Trottenberg

Dorothea Trottenberg studierte Slavistik in Köln und Leningrad. Sie arbeitet als Bibliothekarin und als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, unter anderem von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Lev Tolstoj, Ivan Turgenev und Ivan Bunin. 2007 wurde sie mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet. 2012 erhielt sie den Paul-Celan-Preis für herausragende Übersetzungen ins Deutsche. 

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Neue Zürcher Zeitung

Ihr (von Dorothea Trottenberg glänzend übersetzter) Roman ist eine luszide Diagnose russischer Verhä...ltnisse im Zeitraum zwischen 1990 bis 2005, ja darüber hinaus. mehr weniger

Ilma Rakusa, 22.03.2016

Salzburger Wochenspiegel

Spannend erzählt Elena Chizhova von den wilden Neunzigern in Russland, als die vertraute Ordnung von... heute auf morgen auf den Kopf gestellt wurde (...). mehr weniger

titel-kulturmagazin.net

›Die Terrakottafrau‹ ist ein intelligent konzipierter, vielschichtiger Roman über eine vielschichtig...e Zeit. mehr weniger

Valerie Herberg, 11.01.2016

kulturnews

Für Leser, die stark genug sind, sich mit der jungen Mutter Tatjana dem Raubtierkapitalismus im Russ...land der Neunzigerjahre zu stellen. mehr weniger

01.01.2016

denglers-buchkritik.de

›Die Terrakottafrau‹ ist Literatur in seiner schönsten Form. Die Russin Elena Chizhova hat einen ele...ganten, fließenden Stil. mehr weniger

Alex Dengler, 21.12.2015

Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

Wie schon in ihrem ersten, auf Deutsch erschienenen Roman ›Die stille Macht der Frauen‹ über die Sow...jetzeit, für den sie 2009 den russischen Booker-Preis erhielt, zeichnet Chizhova auch hier wieder ein wunderbar vielschichtiges, spannungsgeladenes Bild der Epoche des Untergangs der Sowjetunion. mehr weniger

Sabina Meier Zur, 29.11.2015