Coverbild Juni 53. Ein Fall für Max Heller von Frank Goldammer, ISBN-978-3-7424-1092-4

Juni 53. Ein Fall für Max Heller

Lesung mit Heikko Deutschmann (1 mp3-CD)

Dresden, 18. Juni 1953, ein Tag nach dem blutig niedergeschlagenen Arbeiteraufstand in der DDR: Max Heller wird zu einem Todesfall in einem Betrieb für Wärmeisolierungen gerufen. Dem dortigen Betriebsleiter wurden brutal die Atemwege mit Isolierwolle verstopft. Unter Mordverdacht gerät eine ehemalige Angestellte, die von sich selbst behauptet, eine frühere KZ-Aufseherin und jetzt Spionin für den Westen zu sein. Doch Heller glaubt ihr nicht. Zumal alle Angestellten des kleinen Betriebes hartnäckig die Aussage verweigern. Als es Heller gelingt, bei einem Mitarbeiter das Schweigen zu brechen, kommt er dem wahren Täter gefährlich nah. Lesung mit Heikko Deutschmann 1 mp3-CD | ca. 10 h 4 min

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Der Audio Verlag
Ungekürzte Lesung
ISBN 978-3-7424-1092-4
Autorenporträt
Portrait des Autors Frank Goldammer

Frank Goldammer

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte ...
Autorenspecial
Special

Frank Goldammer

Erfahren Sie alles über den Bestsellerautor Frank Goldammer und seine historischen Krimis. Mit Videos, Podcasts, Interview, Hintergrundinformationen, Leserstimmen und mehr!

Veranstaltungen

Dresden, 13.08.2020

Buchpremiere mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Zwei fremde Leben«
Datum:
Donnerstag, 13.08.2020
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Rudolf-Harbig-Stadion | VIP-Tribüne (überdacht)
Lennéstraße 12

Open-Air-Buchpremiere mit Frank Goldammer
Moderation: Peter Hauskeller (Stadionsprecher)
Einlass: ab 18 Uhr durch den VIP-Eingang an der Lennéstraße (rechts neben Dynamo-Fanshop)
Eintritt: 12,50 Euro, erm. 9,50 Euro
Karten: an allen bekannten Vorverkaufsstellen und online unter www.rudolf-harbig-stadion.com
Ein ansprechendes Angebot an Speisen und Getränken vor Ort (nicht im Kartenpreis enthalten)
Weitere Infos zur Veranstaltung und den geltenden Corona-Schutzmaßnahmen hier.

Dresden, 07.09.2020

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Juni 53«
Datum:
Montag, 07.09.2020
Zeit:
18:30 Uhr
Ort:
Städtische Bibliotheken Dresden - Bibliothek Strehlen
Otto-Dix-Ring 61

Eintritt: 4 Euro, Eintritt frei mit gültigem Benutzerausweis

Facebook, 08.09.2020

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Zwei fremde Leben«
Datum:
Dienstag, 08.09.2020
Zeit:
17:00 Uhr
Ort:
Virtuelle Veranstaltung

Lesung und Gespräch im i31 Literatur Talk
Live auf dem Facebook-Kanal des boutique hotel i31 in Berlin Mitte
Nachzusehen auf Facebook und Youtube. Weitere Infos finden Sie hier.

Dresden, 12.09.2020

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Zwei fremde Leben«
Datum:
Samstag, 12.09.2020
Zeit:
21:00 Uhr
Ort:
Johann Stadthalle
Holbeinstraße 68

Eintritt frei

Pressestimmen

MDR, Sachsenspiegel, März 2020
»Der Dresdner Malermeister Frank Goldammer trifft mit seinen historischen Krimis um Oberkommissar Max Heller ins Schwarze.«
Michael Ernst, Dresdner Neueste Nachrichten, Februar 2020
»Nur zehn Tage werden in ›Juni 53‹ beschrieben, genügend Stoff für fesselnde Lektüre.«
SüdhessenWoche Darmstadt, Mai 2020
»Wie immer behandelt auch dieser Krimi einen zeitgeschichtlichen Fall und besticht durch ausgefeiltes Lokalkolorit.«
dpa/Wiesbadener Kurier, April 2020
»Die spannende Krimhandlung macht den Roman zu einer informativen und unterhaltsamen Lektüre.«
dpa/Gießener Allgemeine, April 2020
»Frank Goldammer setzt seiner Heimatstadt Dresden mit ›Juni 53‹ ein zeitgeschichtliches Denkmal.«
Neue Vorarlberger Tageszeitung, April 2020
»Die spannende Krimihandlung macht den Roman zu einer informativen und unterhaltsamen Lektüre.«
Renate Kruppa, Schweriner Volkszeitung, März 2020
»Wer sich für die deutsche Geschichte interessiert und gern Krimis liest, ist mit diesem Buch gut bedient.«
Stephan Schwammel, eschborner-stadtmagazin.de, Februar 2020
»Beste Krimiunterhaltung, die die jüngere deutsche Vergangenheit beleuchtet und eventuell Grundlagen in der gegenwärtig laufenden Diskussion liefern kann.«
Mainhattan Kurier, Februar 2020
»Nicht nur Hellers Gedankenwelt, auch der schreckliche Zeitgeist sind hervorragend beschrieben.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info, Februar 2020
»Die Buchreihe um ihn ist ein absolutes Must-read, außerdem so sensationell, dass es einem ab dem ersten Satz den Atem verschlägt.«
Wochen Anzeiger Weissenburg, Februar 2020
»Interessant und spannend.«
Lebensart, Februar 2020
»Goldammer liefert wieder beste Krimiunterhaltung mit historischen Bezügen.«
Gieslinger Zeitung, Januar 2020
»Wie immer: spannende Zeitgeschichte.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Es ist Frühsommer in Dresden 1953. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung über das politische und wirtschaftliche System der jungen DDR wächst. Immer mehr Menschen überlegen, in den Westen zu flüchten. Der geballte Unmut entlädt sich im Aufstand vom 17. Juni 1953, bei dem es zu einer Welle von Streiks und Protestkundgebungen kommt. Mitten in diesen Wirren muss Oberkommissar Max Heller den Mord an einem Betriebsleiter eines VEB aufklären, der in dem Isolierungsbetrieb in einem Behälter mit Glaswolle brutal erstickt wurde. Frank Goldammer lässt nun schon zum fünften Mal seinen Oberkommissar Max Heller ermitteln. Max Heller ist und bleibt der unbeugsame und unkorrumpierbare Mensch, beruflich wie privat. Er lässt sich nicht durch die Politik zu instrumentalisieren. Eigentlich ist es erstaunlich, dass sich ein Mann mit diesen Eigenschaften solange im Polizeiapparat halten konnte. Immer mehr wird ihm bewusst, dass seine Weigerung, der Partei beizutreten, weder beruflich noch privat förderlich ist. Sein Hadern, die Last der Verantwortung seinen Angehörigen gegenüber, die Überlegungen, zu bleiben oder zu gehen, zeigen ein nachvollziehbares menschliches Bild eines anständigen Charakters. Der Fokus der Geschichte liegt stark auf der Bewältigung der täglichen Anforderungen in der DDR-Diktatur. Der Mord während des Juniaufstandes 1953 bildet in dem Kriminalroman das spannende Gerüst für eine intensive zeitgeschichtliche Auseinandersetzung.«
ANTWORTEN
»Es sind unruhige Zeiten in Dresden. Der Aufstand der Arbeiter am 17. Juni 1953 ist gerade so richtig am Laufen, da wird im VEB "Rohrisolation" ein Toter in einer Maschinenanlage gefunden. Die Identität ist schnell geklärt. Es handelt sich um den Betriebsleiter, dem vormaligen Eigentümer der Firma bis zur Verstaatlichung. Ihm ist übel mitgespielt worden und sein Tod war grausam, es sieht geradezu wie ein Lynchmord aus. Wer hatte ein Interesse, Martin Baumgart umzubringen? Die Ermittlungen für Heller und sein Team sind extrem schwierig, da auch gerade dieser Betrieb von den Aufständischen gestürmt und verwüstet wurde. Spuren danach zu finden sind äußerst schwer. Aber es kommt noch schlimmer. Das Ministerium für Staatssicherheit, die dabei sind, den Aufstand niederzuschlagen, setzen Heller einen Ermittler vor die Nase. Für Hauptmann Bech sind alle verdächtig, alle sind subversive Objekte, alle waren am Aufstand beteiligt und haben Sabotage begangen. Deshalb werden erst einmal alle verhaftet und übelsten Verhören unterzogen. Für Heller geht es nur darum, den Mörder zu fassen. Dabei kommen er und Hauptmann Bech sich immer wieder in die Quere. Dem Autor gelingt es in seinem Buch, die damalige Situation um den 17. Juni 1953 packend einzufangen. Auf der einen Seite die Angst der Leute vor dem MfS, auf der anderen Seite der Unmut über die immer höher werdenden Forderungen nach Produktionssteigerung werden spannend dargestellt. Gerade am Beispiel von Max Heller zeigt er, wie schlimm die Situation war. Die ständigen Überlegungen von ihm und seiner Frau, nun endlich in den Westen zu gehen, um dort ein neues ruhiges Leben bei ihrem anderen Sohn zu beginnen. Dann müssten sie aber Klaus, ihren Sohn, in der DDR zurücklassen, den sie wahrscheinlich nie wiedersehen würden. Erschwerend kommt hinzu, dass Klaus mittlerweile eine ziemlich hohe Position im MfS hat und seinen Vater immer wieder in die Schranken weist. Das sind Probleme von Heller, die jedermann nachvollziehen kann und die damalige Situation recht treffend herüberbringt. Ich fand es sehr spannend, ein Buch über die Situation zu dieser Zeit zu lesen. Das Ganze wurde durch den Krimi einfach noch viel spannender und war außerdem auch noch packend erzählt. Das hat mir richtig gut gefallen. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.«
ANTWORTEN
»Der 17. Juni – 36 Jahre lang Nationalfeiertag in der Bundesrepublik Deutschland als Gedenken an den Volksaufstand in der DDR 1953, heute fast vergessen. An dieses Ereignis erinnert Frank Goldammer in seinem 368-seitigen historischen Kriminalroman „Juni 53“, erschienen im Dezember 2019 bei dtv. Gerade an diesen geschichtsträchtigen Tagen wird – nun schon zum fünften Mal – Max Heller von der Dresdener Kripo an den Ort eines grausamen Verbrechens gerufen: Im VEB Rohrisolation findet man in einem Behälter – mit Glaswolle gestopft wie eine Gans – den Leichnam des ehemaligen Firmeneigentümers, Martin Baumgart. Außerdem gilt ein weiterer Mitarbeiter, Gerd Kruppa, als vermisst. Doch man macht dem Kripobeamten die Ermittlungen nicht leicht; die Mitarbeiter des MfS sähen am liebsten ein politisches Motiv für den Mord, um Querulanten und Aufständische inhaftieren zu können. Dennoch geht der parteilose Heller seinen eigenen Weg und stößt dabei auf Widerstand. Ebenfalls privat steht er vor großen Problemen. Haben er und seine Familie in der noch jungen DDR eine Zukunft? Soll er bleiben oder gehen? Mich persönlich hat beim Lesen eher das historische Ambiente als der Kriminalfall an sich angesprochen. Wie für die DDR-Politik typisch, wird der Täter erst einmal in den Reihen der politischen Gegner gesucht. Doch auch Bezüge zur noch nicht lange zurückliegenden nationalsozialistischen Vergangenheit werden hergestellt, es werden viele Verdächtige und Motive angeführt, sodass sich der ganze Fall unübersichtlich gestaltet. Hier hat der Autor eindeutig des Guten zu viel getan, um den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Überzeugen und überraschen indes kann die Lösung des Falls, was für manche Widrigkeiten beim Lesen entschädigt und mich dann doch befriedigt zurückgelassen hat. Sehr eindrücklich ist die Atmosphäre der noch jungen sozialistischen Republik eingefangen: Die Menschen stöhnen ob der schwierigen Versorgungslage und der immer weiter steigenden Arbeitsnormen, die kaum noch ein Mensch erfüllen kann. Auch freie Wahlen fordern die Bürger, sodass die Lage schließlich eskaliert und der Aufstand vom 17. Juni blutig niedergeschlagen wird. Der Ton der Parteibonzen ist rau und unterscheidet sich nur wenig von dem der Nationalsozialisten, Befragungen von Verdächtigen werden kombiniert mit Folter und haben einzig das Ziel, Geständnisse zu erpressen. In diesem Ambiente fällt es Heller schwer, objektive Ermittlungen zu betreiben – vor allem, da Ranghöhere und Mitarbeiter zum großen Teil hinter der Regierung stehen oder zumindest versuchen, sich mit dem Regime zu arrangieren. Doch auch in die Familien treibt die Politik einen Keil, wie man dem Verhältnis Hellers zu seinem Sohn Klaus entnehmen kann; Letzterer steht voll und ganz hinter dem Staat, was zu einer zunehmenden Entfremdung führt. Hauptmann Bech, der sich immer wieder in die Ermittlungen einschaltet, verkörpert den linientreuen MfS-Mitarbeiter, der die Ermittlungen eher erschwert als unterstützt. Darüber hinaus gibt es in diesem Buch parallel die Menschen, die einfach nur versuchen, ihre Nische zu finden, verkörpert z.B. durch Hellers Mitarbeiter Odenbusch, der als junger Ehemann weiß, dass er sich mit den gegebenen Umständen abfinden muss, möchte er sich in diesem Staat eine Zukunft aufbauen. Und ja, natürlich begegnen uns ferner Personen, die der Partei eindeutig ablehnend gegenüberstehen – und dieses teuer bezahlen, was besonders bitter aufstößt, wenn es sich dabei auch noch um Menschen handelt, die schon unter den Nazis zu leiden hatten. Alles in allem präsentiert Goldammer hier ein Bild des jungen Staates, das mit all seinen Grausamkeiten und Beschönigungen realistisch und detailliert gemalt ist – und das eben nicht in Vergessenheit geraten sollte. Das Ende des Buches legt nahe, dass es noch weitere Bände dieser Reihe geben wird. Dieses stimmt mich ein wenig nachdenklich bzw. kritisch, da ich persönlich für die Figur Heller keine Zukunft in der DDR sehe, sollte er sich der Staatsmacht nicht anpassen, was wiederum schade wäre. Insgesamt sei zusammengefasst, dass Frank Goldammer mit „Juni 53“ einen Kriminalroman vorlegt, der zeitgeschichtlich hoch interessant und authentisch ist und somit ein Stück deutscher Geschichte lebendig werden lässt, das man nicht oft genug erinnern kann. Auch wenn mich der Kriminalfall an sich nicht völlig überzeugen konnte, empfehle ich das Buch gerne zur Lektüre weiter.«
ANTWORTEN
»Gehen oder Bleiben? „Es scheint, als ob es niemals friedlich sein kann.“ (S. 7) Im fünften Teil der Max-Heller-Reihe beschäftigt sich Autor Frank Goldammer mit den Geschehnissen rund um den 17. Juni 1953. Die Unzufriedenheit der Menschen wächst, sie sind wütend wegen der Mangelwirtschaft, den Stromsperren und zu hohen Arbeitsnormen und demonstrieren gegen die Regierung: „Es musste so weit kommen. Ich frage mich, wie blind und taub man eigentlich sein kann. Wir ... sprechen seit Jahren die Probleme der Arbeiter an ... Niemand wollte das hören!“ (S. 28) Das MfS nutzt den Aufstand für scheinbar wahllose Verhaftungen. Erwischen sie wirklich die Aufrührer oder schaffen sie sich so ungeliebte Störenfriede vom Hals und schüchtern die Bevölkerung ein?! In dieser hochexplosiven Situation muss Heller in einer Firma für Rohrisolierungen ermitteln. Dessen Leiter, Martin Baumgart, wurde brutal mit Glaswolle erstickt und der zur gleichen Zeit verschwundene Parteifunktionär Kruppa soll entführt worden sein. Sind tatsächlich die Demonstranten vom 17. Juni schuld? Das behauptet zumindest Stasi-Offizier Bech, der Heller zugeteilt wurde, schon vor Beginn der Ermittlungen. Oder liegen die Gründe doch in der Vergangenheit der Firma? Heller stolpert nämlich über fehlende bzw. lückenhafte Unterlagen zu Zwangsarbeitern und Untersuchungen, inwieweit die Lungen der Arbeiter durch die Glasfasern geschädigt werden. Heller scheint es bei den Ermittlungen zu diesem Fall noch schwerer zu haben als bisher. Sein Vorgesetzter Niesbach wurde ohne Ankündigung durch einen neuen Kommandeur ersetzt, den Heller überhaupt nicht einschätzen kann. Außerdem mischt sich Stasi-Offizier Bech immer wieder in die Ermittlungen ein. Er lässt Zeugen als verdächtig verhaften und manipuliert sie, überstellt Gefangene ins Stasi-Gefängnis oder lässt sie plötzlich wieder frei. Es kommt mehrfach zu Kompetenzgerangel und Anschuldigungen, dass Heller zu zimperlich und seine Methoden überholt sind. „So ist die neue Welt. … Schnell und sauber, und wir säubern sie so lange, bis das letzte bisschen Dreck verschwunden ist!“ (S. 268) Max ist in der Sinnkrise, sämtliche Illusionen sind zerstört. „Die ganze Zeit über, all die Jahre nach dem Krieg, dachte ich, es wird bestimmt besser. … Aber jetzt wird mir klar, sie werden keinen Millimeter zurückweichen. Im Gegenteil. Sie sind unerbittlich.“ (S. 249) Karin will, dass er endlich sein Versprechen einlöst und mit ihr in den Westen geht, wie so viele andere auch. Es hält sie schließlich kaum noch etwas. Er wird bei jeder Beförderung übergangen, weil er nicht in der Partei ist. Ihr Sohn Klaus entfremdet sich ihnen immer mehr, gehört zum MfS und sieht in seinem Vater einen Störenfried und Klassenfeind, für den er sich schämt. Eine weitere Belastung ist die alte Frau Marquardt, deren Demenz und damit verbundene Pflege sie alle an ihre Grenzen bringt. Aber sie bekommen keinen Heimplatz für sie und zudem hat Max Hemmungen, weil diese sie nach der Bombennacht aufgenommen hatte. Er meint, es ihr schuldig zu sein. Es sind gerade die Informationen über Hellers Lebenssituation, die ihn so menschlich und nachvollziehbar machen. Häufig geht sein Beruf vor und das Privatleben muss warten. Er geht in seiner Arbeit auf, auch wenn Bech ihn oft behindert oder versucht kaltzustellen. Die Ermittlungen in diesem vielschichtigen Fall gestalten sich extrem schwierig und verwirrend und münden in ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem MfS. Man muss beim Lesen dranbleiben, wenn man den Faden nicht verlieren will – ich habe Heller wieder einmal um seine Weitsicht und seine Kombinationsfähigkeit beneidet. Auch die herrschende bedrückende Atmosphäre, die Angst der Bevölkerung („Alle werden jetzt verhaftet, einer nach dem anderen, bis keiner mehr da ist!“ (S. 96)) und die Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit von Machtmenschen wie Bech wird sehr anschaulich beschrieben. Ich hatte beim Lesen mehrfach Gänsehaut und bin froh, dass ich diese Zeit nicht selbst erlebt habe. 5 Sterne und meine Leseempfehlung für Hellers neuesten, extrem fesselnden Fall mit Gänsehautgarantie.«
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