Coverbild Juni 53. Ein Fall für Max Heller von Frank Goldammer, ISBN-978-3-7424-1821-0

Juni 53. Ein Fall für Max Heller

Ungekürzte Lesung mit Heikko Deutschmann (1 mp3-CD)

Dresden, 18. Juni 1953, ein Tag nach dem blutig niedergeschlagenen Arbeiteraufstand in der DDR: Max Heller wird zu einem Todesfall in einem Betrieb für Wärmeisolierungen gerufen. Dem dortigen Betriebsleiter wurden brutal die Atemwege mit Isolierwolle verstopft. Unter Mordverdacht gerät eine ehemalige Angestellte, die von sich selbst behauptet, eine frühere KZ-Aufseherin und jetzt Spionin für den Westen zu sein. Doch Heller glaubt ihr nicht. Zumal alle Angestellten des kleinen Betriebes hartnäckig die Aussage verweigern. Als es Heller gelingt, bei einem Mitarbeiter das Schweigen zu brechen, kommt er dem wahren Täter gefährlich nah. Ungekürzte Lesung mit Heikko Deutschmann 1 mp3-CD | ca. 11 h 33 min

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Autor*innen

Frank Goldammer

Frank Goldammer, 1975 in Dresden geboren, ist Handwerksmeister und kam, neben seinem Beruf, schon früh zum Schreiben. Bei dtv veröffentlicht er seine erfolgreiche ...
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Special

Frank Goldammer

Erfahren Sie alles über den Bestsellerautor Frank Goldammer und seine historischen Krimis. Mit Videos, Podcasts, Interview, Hintergrundinformationen, Leserstimmen und mehr!

Veranstaltungen

Auerbach, 25.10.2021

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Zwei fremde Leben«
Datum:
Montag, 25.10.2021
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Stadtbibliothek Auerbach
Schloßstr. 9
Lommatzsch, 29.10.2021

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Feind des Volkes«
Datum:
Freitag, 29.10.2021
Zeit:
18:20 Uhr
Ort:
Schützenhaus
Am Markt 1

Eintritt: 12,50 Euro
Karten: in der LESBAR, Tel. 035241-888787 oder per E-Mail an shop@lesbar-lommatzsch.de
Eine Veranstaltung der LESBAR Lommatzsch.

Annaberg-Buchholz, 30.10.2021

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Feind des Volkes«
Datum:
Samstag, 30.10.2021
Zeit:
18:00 Uhr
Ort:
Stadtbücherei Annaberg-Buchholz Veranstaltungssaal oder historischer Gewölbekeller
Klosterstr. 5
Heidenau, 05.11.2021

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Feind des Volkes«
Datum:
Freitag, 05.11.2021
Zeit:
19:30 Uhr
Ort:
Stadtbibliothek Heidenau
Von-Stephan-Straße 4

Eintritt 9€
Weitere Infos hier

Pressestimmen

MDR, Sachsenspiegel, März 2020
»Der Dresdner Malermeister Frank Goldammer trifft mit seinen historischen Krimis um Oberkommissar Max Heller ins Schwarze.«
Michael Ernst, Dresdner Neueste Nachrichten, Februar 2020
»Nur zehn Tage werden in ›Juni 53‹ beschrieben, genügend Stoff für fesselnde Lektüre.«
Gustav Gaisbauer, Fantasia 896e, Mai 2021
»Spannend und mitreißend wie immer.«
Bayerwald-Bote, Oktober 2020
»Wie die vorangegangenen Bände ›Roter Rabe‹, ›Vergessene Seelen‹, ›Tausend Teufel‹ und ›Der Angstmann‹ ein Buch, das bestens unterhält.«
SüdhessenWoche Darmstadt, Mai 2020
»Wie immer behandelt auch dieser Krimi einen zeitgeschichtlichen Fall und besticht durch ausgefeiltes Lokalkolorit.«
dpa/Wiesbadener Kurier, April 2020
»Die spannende Krimhandlung macht den Roman zu einer informativen und unterhaltsamen Lektüre.«
dpa/Gießener Allgemeine, April 2020
»Frank Goldammer setzt seiner Heimatstadt Dresden mit ›Juni 53‹ ein zeitgeschichtliches Denkmal.«
Neue Vorarlberger Tageszeitung, April 2020
»Die spannende Krimihandlung macht den Roman zu einer informativen und unterhaltsamen Lektüre.«
Renate Kruppa, Schweriner Volkszeitung, März 2020
»Wer sich für die deutsche Geschichte interessiert und gern Krimis liest, ist mit diesem Buch gut bedient.«
Stephan Schwammel, eschborner-stadtmagazin.de, Februar 2020
»Beste Krimiunterhaltung, die die jüngere deutsche Vergangenheit beleuchtet und eventuell Grundlagen in der gegenwärtig laufenden Diskussion liefern kann.«
Mainhattan Kurier, Februar 2020
»Nicht nur Hellers Gedankenwelt, auch der schreckliche Zeitgeist sind hervorragend beschrieben.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info, Februar 2020
»Die Buchreihe um ihn ist ein absolutes Must-read, außerdem so sensationell, dass es einem ab dem ersten Satz den Atem verschlägt.«
Wochen Anzeiger Weissenburg, Februar 2020
»Interessant und spannend.«
Lebensart, Februar 2020
»Goldammer liefert wieder beste Krimiunterhaltung mit historischen Bezügen.«
Gieslinger Zeitung, Januar 2020
»Wie immer: spannende Zeitgeschichte.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Gehen oder Bleiben? „Es scheint, als ob es niemals friedlich sein kann.“ (S. 7) Im fünften Teil der Max-Heller-Reihe beschäftigt sich Autor Frank Goldammer mit den Geschehnissen rund um den 17. Juni 1953. Die Unzufriedenheit der Menschen wächst, sie sind wütend wegen der Mangelwirtschaft, den Stromsperren und zu hohen Arbeitsnormen und demonstrieren gegen die Regierung: „Es musste so weit kommen. Ich frage mich, wie blind und taub man eigentlich sein kann. Wir ... sprechen seit Jahren die Probleme der Arbeiter an ... Niemand wollte das hören!“ (S. 28) Das MfS nutzt den Aufstand für scheinbar wahllose Verhaftungen. Erwischen sie wirklich die Aufrührer oder schaffen sie sich so ungeliebte Störenfriede vom Hals und schüchtern die Bevölkerung ein?! In dieser hochexplosiven Situation muss Heller in einer Firma für Rohrisolierungen ermitteln. Dessen Leiter, Martin Baumgart, wurde brutal mit Glaswolle erstickt und der zur gleichen Zeit verschwundene Parteifunktionär Kruppa soll entführt worden sein. Sind tatsächlich die Demonstranten vom 17. Juni schuld? Das behauptet zumindest Stasi-Offizier Bech, der Heller zugeteilt wurde, schon vor Beginn der Ermittlungen. Oder liegen die Gründe doch in der Vergangenheit der Firma? Heller stolpert nämlich über fehlende bzw. lückenhafte Unterlagen zu Zwangsarbeitern und Untersuchungen, inwieweit die Lungen der Arbeiter durch die Glasfasern geschädigt werden. Heller scheint es bei den Ermittlungen zu diesem Fall noch schwerer zu haben als bisher. Sein Vorgesetzter Niesbach wurde ohne Ankündigung durch einen neuen Kommandeur ersetzt, den Heller überhaupt nicht einschätzen kann. Außerdem mischt sich Stasi-Offizier Bech immer wieder in die Ermittlungen ein. Er lässt Zeugen als verdächtig verhaften und manipuliert sie, überstellt Gefangene ins Stasi-Gefängnis oder lässt sie plötzlich wieder frei. Es kommt mehrfach zu Kompetenzgerangel und Anschuldigungen, dass Heller zu zimperlich und seine Methoden überholt sind. „So ist die neue Welt. … Schnell und sauber, und wir säubern sie so lange, bis das letzte bisschen Dreck verschwunden ist!“ (S. 268) Max ist in der Sinnkrise, sämtliche Illusionen sind zerstört. „Die ganze Zeit über, all die Jahre nach dem Krieg, dachte ich, es wird bestimmt besser. … Aber jetzt wird mir klar, sie werden keinen Millimeter zurückweichen. Im Gegenteil. Sie sind unerbittlich.“ (S. 249) Karin will, dass er endlich sein Versprechen einlöst und mit ihr in den Westen geht, wie so viele andere auch. Es hält sie schließlich kaum noch etwas. Er wird bei jeder Beförderung übergangen, weil er nicht in der Partei ist. Ihr Sohn Klaus entfremdet sich ihnen immer mehr, gehört zum MfS und sieht in seinem Vater einen Störenfried und Klassenfeind, für den er sich schämt. Eine weitere Belastung ist die alte Frau Marquardt, deren Demenz und damit verbundene Pflege sie alle an ihre Grenzen bringt. Aber sie bekommen keinen Heimplatz für sie und zudem hat Max Hemmungen, weil diese sie nach der Bombennacht aufgenommen hatte. Er meint, es ihr schuldig zu sein. Es sind gerade die Informationen über Hellers Lebenssituation, die ihn so menschlich und nachvollziehbar machen. Häufig geht sein Beruf vor und das Privatleben muss warten. Er geht in seiner Arbeit auf, auch wenn Bech ihn oft behindert oder versucht kaltzustellen. Die Ermittlungen in diesem vielschichtigen Fall gestalten sich extrem schwierig und verwirrend und münden in ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem MfS. Man muss beim Lesen dranbleiben, wenn man den Faden nicht verlieren will – ich habe Heller wieder einmal um seine Weitsicht und seine Kombinationsfähigkeit beneidet. Auch die herrschende bedrückende Atmosphäre, die Angst der Bevölkerung („Alle werden jetzt verhaftet, einer nach dem anderen, bis keiner mehr da ist!“ (S. 96)) und die Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit von Machtmenschen wie Bech wird sehr anschaulich beschrieben. Ich hatte beim Lesen mehrfach Gänsehaut und bin froh, dass ich diese Zeit nicht selbst erlebt habe. 5 Sterne und meine Leseempfehlung für Hellers neuesten, extrem fesselnden Fall mit Gänsehautgarantie.«
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