Coverbild Ostpreußisches Tagebuch von Hans Graf von Lehndorff, ISBN-978-3-423-30094-0

Ostpreußisches Tagebuch

Aufzeichnungen eines Arztes aus den Jahren 1945 - 1947
Taschenbuch
10,90 EURO
»Dieser Bericht ist 1947 niedergeschrieben worden, teils nach herübergeretteten Tagebuchaufzeichnungen, teils aus der noch überwachen Erinnerung.« Hans Graf von Lehndorff

Hans Graf von Lehndorff leitete Anfang 1945 ein Lazarett in Köngisberg. Er erlebt die Einnahme der Stadt durch die Russen. Am 9. April 1945 schreibt er in sein Tagebuch: »Was ist das eigentlich, so fragte ich mich, was wir hier erleben? Hat das noch etwas mit natürlicher Wildheit zu tun oder mit Rache? Mit Rache vielleicht, aber in einem anderen Sinn. Rächt sich hier nicht in einer und derselben Person das Geschöpf am Menschen, das Fleisch am Geist, den amn ihm aufgezwungen hat? Woher kommen diese Typen, Menschen wie wir, im Banne von Trieben, die zu ihrer äußeren Erscheinung in einem grauenvollen Mißverhältnis stehen? Welch ein Bemühen, das Chaos zur Schau tragen! ... Das hat nichts mit Rußland zu tun, nichts mit einem bestimmten Volk oder einer Rasse - das ist der Mensch ohne Gott, die Fratze des Menschen.«

Allein sein starker Glaube läßt Lehndorff an diesem Chaos nicht irre werden. Er weiß, daß nur eine starke helfende Hand die Not lindern kann, und er findet Gleichgesinnte, die mit ihm zusammen Beispielhaftes leisten. Durch die feste Haltung geben sie vielen Menschen die Kraft zu überleben. Erst 1947 verläßt Lehndorff - zögernd - seine Heimat.
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dtv Sachbuch
Mit Abbildungen
304 Seiten, ISBN 978-3-423-30094-0
Autorenporträt

Hans Graf von Lehndorff

Hans Graf von Lehndorff, geboren 1910, ist der dritte Sohn des ehemaligen Landstallmeisters und Majors Siegfried Lehndorff und der Tochter des Kammerherrn Elard von ...

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»Hat mir außerordentlich gut gefallen. Die geschilderten Tatsachen sind uns "Alten" eigentlich hinreichend bekannt. Aber die Art und Weise der Schilderung - aus denen überall die Liebe zu Ostpreußen und überhaupt kein Haß zu spüren ist -, ist äußerst bemerkenswert. Mich würde das weitere Leben des Grafen interessieren.«
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