Coverbild EisTau von Ilija Trojanow, ISBN-978-3-423-14288-5
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EisTau

Roman
»Die Hölle ist die Summe unserer Versäumnisse.«

Zeno hat sein Leben als Glaziologe einem Alpengletscher gewidmet. Als das Sterben seines Gletschers nicht mehr aufzuhalten ist, heuert er auf einem Kreuzfahrtschiff an, um Touristen das Wunder der Antarktis zu erklären. Doch auf seiner Reise verzweifelt er an der Ignoranz der Urlauber, der mangelnden Achtung vor der fremden Welt und der fortschreitenden Schmelze. Als dann ein populärer Künstler hinzustößt und ein großes Spektakel auf dem Eis plant, ist für Zeno endgültig der Augenblick gekommen, etwas zu unternehmen.

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   Taschenbuch
Coverbild EisTau von Ilija Trojanow, ISBN-978-3-423-14288-5
1. Februar 2014
978-3-423-14288-5
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dtv Literatur
176 Seiten, ISBN 978-3-423-14288-5
Autorenporträt

Ilija Trojanow

Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 siedelte die ...

Preise und Auszeichnungen

Adelbert von Chamisso-Preis
2000
Berliner Literaturpreis
2007
Preis der Leipziger Buchmesse
2006 - Belletristik
Preis der Literaturhäuser
2009

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»In Ilija Trojanows 2011 erschienem Roman „EISTAU“ begegnen wir Zeno Hintermeier, einem passionierten Glaziologen, der sich in einer Welt wiederfindet, in denen Vermarktung und Werbung wichtiger sind als die schützenswerte Verletztlichkeit der scheinbar unberührten Antarktis. In 12 Kapiteln (+ 12 dazugehörenden Subkapiteln, in denen uns eine Mischung aus Funksprüchen und platten Schlagzeilen begegnet) entfaltet sich in Zenos privatem Notizbuch die Geschichte eines einfachen Gletscherforschers von einer deutschen Universität, über das Sterben seines ihm in Zwangsehe quasi angetrauten alpinen Gletschers bis hin zur Katastrophe und zum Scheitern seiner Person. Die MS Hansen ist ein Ort, an dem sich leidenschaftliche Naturwissenschaftler wie der Ornithologe El Albatros wiederfinden, aber auch Zeno, der eine Außenseiterrolle genießt, da er selbst unter Science-Nerds als ZU passioniert gilt. Die Haupthandlung spielt sich auf einem Touristenkreuzfahrtschiffes ab und auf den verschiedenen Stationen, die das Schiff, samt Forschern und Touristen anläuft. Durch Koordinaten als Kapitelüberschriften soll die Echtheit dieser Erzählung unterstrichen werden. Wer die Schifffahrt also auf einer Karte/Google Maps nachverfolgen möchte, sei dadurch dazu angehalten. Mir hat dieser kaum 170 Seiten umfassende Roman von Trojanow sehr zusagen können. Alle Erwartungen, welche die Buchrückseite in mir geweckt hatte, haben sich auch erfüllen können. Was habe ich erwartet? Auf jeden Fall das angepriesene „kunstvolle Plädoyer eines Poeten“, die poetische Ader Trojanows lässt sich kaum anzweifeln, zudem schafft er es in shakespear’scher Manier Worte gänzlich neu zu schöpfen und sie neu zu kombinieren. Künstlerisch-geschichtliche Anekdoten und das Einstreuen von Gedichten konnten genau meinen Nerv treffen. Wer also Pablo Neruda, Nathaniel Hawthorne oder Samuel Taylor Coleridge nicht abgeneigt ist, wird hier einiges an literarischen Schätzen eingestreut finden. Des Weiteren gefiel mir der Protagonist, der sich immer weiter in sich selbst zurückzieht, sich isoliert und dessen unglaubliche Passioniertheit und Liebe zu der sterbenen Gletscherwelt sich bis ins leicht Wahnhafte steigert. Jemand, der an der Verletzlichkeit der Natur krankt und gemütstechnisch mitstirbt, ist in der heutigen Welt definitiv zum Scheitern verurteilt. Mir gefiel am besten Zenos Sarkasmus, mit dem er seine eigene Verletzlichkeit überspielt, ebenso seine Beziehung zu Paulina, das zwischendurch eingestreute Englisch, die relevanten und pointierten Dialoge und vieles, vieles mehr. Mich hat wie bereits erwähnt, genau der Klappen-/Rückseitentext gefangen, normalerweise sind die globale Erderwärmung und das Gletschersterben Themen gewesen, die mich nur sehr am Rande interessierten. Der einzige Kritikpunkt sind für mich diese Sub-Kapitel nach jedem Hauptkapitel. Ich verstehe ihre Funktionalität, allerdings hat es meinen allgemeinen Lesefluss sehr gestört. Ich respektiere die Experimentierfreude moderner Autoren und ich habe dieses Buch abgöttisch geliebt, aber es wäre (für mich persönlich) auch ohne gegangen. Gesamtwertung: 4,5 / 5 Sternen«
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