Coverbild Ich trug den gelben Stern von Inge Deutschkron, ISBN-978-3-423-30000-1
Leseprobe

Ich trug den gelben Stern

Taschenbuch
9,90 EURO
Ein Dokument über Entrechtung, Verfolgung, Deportation und Tod, über Illegalität und Identitätsverlust und zugleich stiller menschlicher Hilfsbereitschaft.

Viele Angehörige der älteren Generation erinnern sich noch daran, wie die Nazis ihre Kindheit mißbrauchten, ohna daß sie dies damals erfassen konnten. Wie aber erlitten die Söhne und Töchter jüdischer Eltern diese Zeit? Inge Deutschkron, in Berlin aufgewachsen, mußte erfahren, was es heißt, ein jüdisches Kind zu sein. Zunächst bedeutete dies nur, nicht mit Gleichaltrigen spielen zu können, vom Schwimmen- und Sportunterricht ausgeschlossen zu sein, mehrmals die Schule zu wechseln und in andere Stadtviertel umzuziehen zu müssen. Allmächlich kommt die Angst vor Verhaftungen zuinzu, und bald wird der Familie klar, daß es sich um eine planmäßige Diskriminierung handelt, an deren Ende die totale Menschenverachtung und Mord stehen.

Der Ausbruch des Krieges verhindert die Emigration. Ab 1941 mußten die Juden den gelben Stern tragen, die ersten Deportationen unter den 66 000 Berlinern Juden setzten ein. Die verzweifelte Angst vor dem offenbar unausweichlichen Schicksal wurde übermächtig. Für Inge Deutschkron und ihre Mutter begann nun ein Leben in Illegalität, unter fremder Identität, lebensbedrohend für sie selbst wie für ihre Freunde, die ihnen in menschlicher Solidarität Beistand gewährten.

Nach Jahren der quälenden Angst vor der Entdeckung haben sie schließlich den bürokratisierten Sadismus des nationalsozialistischen Systems überlebt: zwei unter 1423 Juden in Berlin, die dem tödlichen Automatismus entronnen sind.

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dtv Sachbuch
Mit Abbildungen
224 Seiten, ISBN 978-3-423-30000-1
Autor*innen

Inge Deutschkron

Inge Deutschkron, geboren 1922 in Finsterwalde, ist Journalistin. Sie erwarb 1966 die israelische Staatsbürgerschaft und lebt seit 1972 abwechselnd in Israel und Deutschland.

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»Guten Tag! Gerne stöbere ich in Antiquariaten nach Büchern. In einem Trödlerladen auf der Hamburger Sraße in Hamburg stieß ich auf das Buch " Ich trug den gelben Stern ". Als ich den Inhaber nach dem Preis fragte erhielt ich zur Antwort: " Dieses Buch schenke ich Ihnen, Sie müssen es unbedingt lesen!" Von der Biographie des jungen Mädchens Inge Deutschkron war ich derart gefesselt, daß ich das Buch in nur 2 Tagen durchgelesen habe. Es schildert in packender Weise die menschenverachtende Lebenssituation der deutschen Juden zur Zeit der Hitlertyrannei. Als im Jahre 1939 geborener Junge habe ich auch die Schrecken des Krieges und dessen Folgen miterlebt. Ich habe den Bombenhagel, zerstörte Städte, Verlust von Familienmitgliedern und Hunger erlebt. Beim Lesen dieses Buches war ich deshalb der Autorin oftmals sehr nahe und konnte mit ihr fühlen. Natürlich war das von mir erlebte nicht zu vergleichen mit dem Überlebenskampf von Inge Deutschkron und ihrer Mutter. Meine Meinung zu diesem Buch: Die beste und wertvollste Lektüre, welche ich seit Jahren in den Händen hielt. Mein besonderer Dank gilt dem Inhaber des Trödlerladens in Hamburg«
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