9783423590877
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Mascha Kaléko, Jutta Rosenkranz

Sämtliche Werke und Briefe
in vier Bänden

»Sie dichtete ihr Leben, und sie lebte ihre Dichtung.« Marcel Reich-Ranicki

Studienausgabe

Siebenunddreißig Jahre nach dem Tod der großen Lyrikerin erscheint die erste kommentierte Gesamtausgabe ihrer Werke und Briefe.

Diese Edition macht das Gesamtwerk und die Korrespondenz der Dichterin Mascha Kaléko erstmals einem breiten Publikum zugänglich. Die zu Lebzeiten und im Nachlass veröffentlichten Werke der Schriftstellerin werden um Zeitungspublikationen und die unveröffentlichten Schriften aus dem Nachlass ergänzt.

Ihre Briefe zeigen eindrucksvoll die literarische Entwicklung der Autorin Mascha Kaléko, aber auch die Dichterin als Privatperson – als Ehefrau, Mutter und Freundin. Ihr regelmäßiger intellektueller Austausch mit Schriftstellerkolleginnen und -kollegen wie Ingeborg Drewitz, Hilde Domin, Hermann Kesten, Walter Mehring, Kurt Pinthus und vielen anderen liefert kostbare literaturgeschichtliche Dokumente.

Diese Edition versammelt in vier Bänden erstmals sämtliche Werke und Briefe der Lyrikerin Mascha Kaléko.

Band 1: Werke

Der erste Band der Gesamtausgabe versammelt sämtliche Werke der Dichterin: Den Anfang bilden in chronologischer Reihenfolge die zu Lebzeiten erschienenen Bücher und verstreute Veröffentlichungen. Unter den Zeitungspublikationen und Anthologiebeiträgen, die heute nicht mehr öffentlich zugänglich sind, finden sich neben Gedichten journalistische und essayistische Texte. Auch Mascha Kalékos Werbetexte aus den Dreißigerjahren sind in die Edition eingegangen. Es folgt der umfangreiche Nachlass der Dichterin: Von der Autorin geplante, aber nicht mehr realisierte Bände werden in der von Mascha Kaléko intendierten Form präsentiert. Im Anschluss daran werden die einzelnen Texte aus dem Nachlass nach Gattungen geordnet abgedruckt. Darunter finden sich neben unbekannten lyrischen Kostbarkeiten auch Entwürfe aus den Arbeitsheften der Dichterin sowie Prosa- und Dramenfragmente.

Band 2 und 3: Briefe

Die zweibändige Edition der Briefe ist das Glanzstück dieser ersten Gesamtausgabe: Die über 1400 Briefe stellen ein einzigartiges authentisches Zeitdokument dar. Erstmals erhält man neue, ungefilterte Einblicke in das Leben und Werk der Autorin: Mit Schriftstellerkolleginnen und -kollegen findet über Jahrzehnte ein reger intellektueller Austausch statt, die private Korrespondenz eröffnet einen Blick auf das Leben der Dichterin als Ehefrau, Mutter und Freundin. In den Briefen an ihren Mann Chemjo Vinaver, die sie 1956 während ihrer ersten Deutschlandreise nach dem Krieg schreibt, sind ihr Wiedersehen mit der alten Heimat und ihre Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus eindrucksvoll dokumentiert. Auch sprachlich stellt die Korrespondenz der Dichterin eine Besonderheit dar: Die Vermischung ihrer deutschen Muttersprache mit Exilenglisch sowie jiddischen und hebräischen Ausdrücken zeigt auf eindrucksvolle Weise die Zerrissenheit Mascha Kalékos, die sie mit so vielen Exilanten teilte. Der Textbestand wurde nur behutsam korrigiert. Alle fremdsprachigen Briefe, Redewendungen und Ausdrücke werden im Original und in Übersetzung dargeboten und an zum Verständnis notwendigen Stellen kommentiert.

Band 4: Kommentar

Die Anmerkungen enthalten ausführliche Informationen zur Entstehung, Druck- und Wirkungsgeschichte von MKs Büchern und Texten. Werk- und Briefkommentar verzeichnen Erläuterungen zu Personen, Begriffen und Sachverhalten, historische, politische und biographische Hintergrundinformationen sowie intertextuelle Verweise. Aussagekräftige Passagen aus Gegenbriefen werden, soweit zum Verständnis notwendig, zitiert. Darüber hinaus enthält der Kommentarband umfassende Register, Übersichtstafeln zu allen Werken der Dichterin und eine ausführliche Zeittafel zu Mascha Kalékos Leben und Werk.

Erhältlich als
  Taschenbuch
9783423590877
1. Oktober 2012
978-3-423-59087-7
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9783423590860
1. Oktober 2012
978-3-423-59086-0
198,00 € [D]

Details

EUR 78,00 € [DE], EUR 80,20 € [A]
dtv Literatur
Studienausgabe. Herausgegeben und kommentiert von Jutta Rosenkranz
Übersetzung der fremdsprachigen Briefe und Textstellen: Britta Mümmler und Efrat Gal-Ed
Originalausgabe, 4068 Seiten, ISBN 978-3-423-59087-7
1. Oktober 2012

Autorenporträt

Mascha Kaléko

Mascha Kaléko

Mascha Kaléko (1907 – 1975) fand in den Zwanzigerjahren in Berlin Anschluss an die intellektuellen Kreise des Romanischen Cafés. Zunächst veröffentlichte sie Gedichte in Zeitungen, bevor sie 1933 mit dem ›Lyrischen Stenogrammheft‹ ihren ersten großen Erfolg feiern konnte. 1938 emigrierte sie in die USA, 1959 siedelte sie von dort nach Israel über. Mascha Kaléko zählt neben Sarah Kirsch, Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz, Nelly Sachs und Else Lasker- Schüler zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.

Autorenporträt

Jutta Rosenkranz

Jutta Rosenkranz

Jutta Rosenkranz, geboren 1957 in Berlin, studierte Germanistik und Romanistik und lebt als freie Autorin und Journalistin in Berlin. Sie hat Gedichte, Prosa und literarische Essays veröffentlicht, zahlreiche Autoren-Porträts und Features für den Hörfunk geschrieben und ist Herausgeberin mehrerer Lyrik-Anthologien. Sie ist Herausgeberin der Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Mascha Kaléko und Autorin der ersten umfassenden Biografie über die Dichterin.

Autorenspecial

Special
Mascha Kaléko: Sämtliche Werke und Briefe

Die erste Gesamtauflage der Werke und Briefe von Mascha Kaléko, herausgegeben und kommentiert von Jutta Rosenkranz.

Themenspecial

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Audio

Mascha Kaléko: Sämtliche Briefe und Werke

Pressestimmen

Gisela Zoch-Westphal und Susanne Burg, Deutschlandradio, Radiofeuilleton, Dezember 2012
»In den 30er-Jahren lebte die jüdische Autorin in Berlin, sie schrieb kurze, einfache, sprachwitzige Gedichte, wurde verglichen mit Kästner, Morgenstern und Ringelnatz.«
Kölner Stadt-Anzeiger, Mai 2012
»Die Lyrikerin Mascha Kaléko (1907 bis 1975) verzaubert immer noch viele Leser - mit Witz und Melancholie und leichtgängigen Versen.«
Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung, Oktober 2012
»Dichter-Königin könnte man sie nennen, heißt sie doch mit dem zweiten Vornamen Malka.«
Monika Melchert, Sächsische Zeitung, Oktober 2012
»Ihre Gedichte mit dem charakteristischen leisen Humor, mal hintergründig, mal ganz offen und frontal, sind auch heute außerordentlich populär.«
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, Oktober 2012
»Mascha Kaléko schreibt offen, unorthodox, mit Herz und Verstand.«
Ulrike Weymann, Lesart , November 2012
»Der Rezeption von Mascha Kalékos Werk steht nun nichts mehr im Wege!«
Neues Deutschland, November 2012
»Ihre Gedichte mit dem charakteristischen leisen Humor, mal eher hintergründig, mal ganz offen und frontal, sind auch heute außerordentlich populär.«
Michael Thumser, Frankenpost, Juli 2012
»Die Gedichte der Mascha Kaléko gehören zum Schönsten, was die deutsche Poesie des 20. Jahrhunderts zu bieten hat.«
Roland Mischke, Nürnberger Nachrichten, Januar 2013
»Die Dichterin interessierte sich für die kleinen Leute. Wortspiele prägen ihre Lyrik, beiläufige Leichtigkeit ist ihr Markenzeichen.«
chrismon plus, Februar 2013
»Von Mascha Kaléko, der hochbegabten jüdischen Dichterin, ist endlich eine Gesamtausgabe erschienen.«
Katja Baigger, Neue Zürcher Zeitung, März 2013
»Kalékos Gedichte verzaubern genauso wie damals.«
Jan Koneffke, Neue Zürcher Zeitung, März 2013
»Mascha Kaléko geniesst als Exponentin der Neuen Sachlichkeit mit ihren berlinerisch kess-saloppen und jiddisch wehmütig menschen- und weltklugen Geschichten bis heute Popularität.«
Helmut Benze, Buchmarkt, April 2013
»Einzigartiges, immer wieder packendes Dokument der Bedeutung und Aussagekraft von Dichterbriefen.«
Tamara Dotterweich, Nürnberger Zeitung, Juni 2013
»Wenn man über Mascha Kaléko schreibt, gerät man leicht ins Schwärmen (...).«
Daniela Strigl, FALTER, Oktober 2012
»Leichtfüßig, nicht leichtgewichtig: Eine Werkausgabe würdigt die Dichterin Mascha Kaléko (190-1975).«
APPLAUS, April 2012
»Ihre Gedichte zeugen von zarter Melancholie und Zerbrechlichkeit.«
Münstersche Zeitung, September 2012
»Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts.«
Heike Linde-Lembke, Chaverim - Freundschaft mit Israel e.V., Norderstedt, Oktober 2012
»Eine Sprachmeisterin, die zwischen Gefühl und Kalkül, zwischen Sentiment und Ironie bis zur Satire eine extrem feine, unnachahmliche Balance fand.«
Sebastian Loskant, Nordsee-Zeitung, Januar 2012
»Ein Meilenstein!«
Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, Oktober 2012
»Keine himmelhochjauchzende Poesie, eher bodenständig und herb, mit Spottlust und vor allem Lebensklugheit ummantelt.«
Dahme-Kurier, Königs-Wusterhausen, Juli 2012
»Wer Heinrich Heine mag, wird Mascha Kaléko (1907-1975) lieben.«
Wina, Februar 2013
»37 Jahre nach dem Tod der großartigen jüdischen Lyrikerin Mascha Kaléko erscheint nun die erste Gesamtausgabe ihrer intelligenten und lustigen Werke und Briefe.«

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