Nathan der Weise

Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen

»Vor grauen Jahren lebt' ein Mann in Osten,

Der einen Ring von unschätzbarem Werth'

Aus lieber Hand besaß. Der Stein war ein

Opal, der hundert schöne Farben spielte,

Und hatte die geheime Kraft, vor Gott

Und Menschen angenehm zu machen, wer

In dieser Zuversicht ihn trug.«

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Das Schlüsselwerk der Aufklärung
Nathan der Weise

Dieses letzte und bekannteste Schauspiel Lessings ist eine Hommage an die Werte der Gleichheit und Toleranz. Das fünfaktige Drama ist nach klassischem Vorbild im Blankvers verfasst und enthält die berühmte Ringparabel, die das Kernstück des Werks bildet. Sie gilt als Schlüsseltext der Aufklärung und formuliert pointiert die Idee einer vorurteilsfreien Humanität und eines toleranten Religionsverständnisses. ›Nathan der Weise‹ ist kein blutleeres Ideendrama, sondern lässt Konflikte und Figuren plastisch werden.

Bibliografische Daten
EUR 5,90 [DE] – EUR 6,10 [AT]
ISBN: 978-3-423-02600-0
Erscheinungsdatum: 01.04.1997
8. Auflage
272 Seiten
Sprache: Deutsch
Zusatzinfos: Lehrerprüfexemplar
Autor*innenporträt
Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing kam am 22. Januar 1729 in Kamenz/Oberlausitz als Pfarrerssohn und drittes von zwölf Kindern zur Welt. Nach dem Abitur studierte er zunächst Theologie, wandte sich aber bald den philologischen Fächern zu. Der Schriftsteller arbeitete als Dramaturg für das Hamburger Nationaltheater und verfasste zahlreiche berühmte Werke. Privat hatte Lessing 1777/78 sowohl den Tod seines Sohnes als auch den seiner Frau zu verkraften. Er starb am 15. Februar 1781 vereinsamt in Braunschweig. Die Uraufführung seines ››Nathan‹‹ im Jahr 1783 erlebte er nicht mehr. Als bedeutendster Dichter, Denker und Kritiker der Aufklärung, dessen Genialität sogar Goethe bewunderte, gilt er heute als erster moderner Autor Deutschlands.    

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