9783423280259
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Nicolas Wolz

»Und wir verrosten im Hafen«

Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918
Mit zahlreichen s/w-Abbildungen
Das Fiasko der deutschen Flotte

Die Marine war der Stolz des Kaiserreichs. Doch im Ersten Weltkrieg kam sie kaum zum Einsatz. Ihre kostspielige Existenz war durch ihre Leistung nicht gerechtfertigt. Die Blockade-Strategie der Royal Navy verhinderte ein direktes Kräftemessen. Vor allem die Offiziere empfanden Frustration und Demütigung darüber, dass sie ihr Leben nicht für die Verteidigung des Vaterlandes opfern konnten.

Selbstmörderischer Plan

So entstand gegen Kriegsende der selbstmörderische Plan einer Entscheidungsschlacht mit der Royal Navy. Doch die Mannschaften sahen das anders. Sie verweigerten den Befehl. Der Matrosenaufstand in Kiel 1918 markierte den Beginn der Revolution in Deutschland. Nach dem Krieg wurde die Flotte im britischen Kriegshafen Scapa Flow interniert und versenkte sich im Juni 1919 selbst. Ihre Wracks sind heute noch ein beliebtes Taucherziel.

Nicolas Wolz lässt in »Und wir verrosten im Hafen« Zeitzeugen zu Wort kommen

Der Krieg zur See ist in Deutschland bisher wenig beachtet worden. Er wird in »Und wir verrosten im Hafen« vor allem aus der Sicht der Zeitgenossen geschildert, auf der Basis von Tagebüchern, Briefen und Erinnerungen der Matrosen und Offiziere. Ein faszinierender Blick auf eine Zeit, deren Mentalität uns glücklicherweise total fremd geworden ist. Nicolas Wolz trägt mit diesem Buch erheblich zum Verständnis dieser Epoche und ihrer Folgen bis in das »Dritte Reich« bei.

Erhältlich als
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9783423280259
1. Oktober 2013
978-3-423-28025-9
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9783423419932
1. Oktober 2013
978-3-423-41993-2
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Details

EUR 21,90 € [DE], EUR 22,60 € [A]
dtv Sachbuch
Originalausgabe, 352 Seiten, ISBN 978-3-423-28025-9
1. Oktober 2013

Autorenporträt

Nicolas Wolz

Nicolas Wolz

Nicolas Wolz, Dr. phil., Jahrgang 1972, hat Geschichte in Frankfurt, Tübingen und London studiert. Er war mehrere Jahre lang Redakteur bei der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹ und ist heute in leitender Funktion in der Kommunikationsabteilung der Deutschen Bundesbank tätig. Nicolas Wolz hat bereits seine Dissertation über Kriegserfahrungen deutscher und britischer Seeoffiziere im Ersten Weltkrieg verfasst und dafür umfangreiche Quellenforschung in deutschen und britischen Archiven betrieben. Dabei ist er auf eine Vielzahl bislang unveröffentlichter Briefe und Tagebücher gestoßen. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Frankfurt. Mehrere Buchveröffentlichungen.

Pressestimmen

Stefan Rentzsch, Bundeswehr aktuell, 18. Mai 2015
»Das Buch setzt - auch mit der beeindruckenden Fülle ausgewerteter Literatur und Primärquellen - Maßstäbe für eine solide und gut verständliche Geschichtsschreibung.«
Gerd Fesser, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 1. Januar 2015
»Wolz hat ein fundiertes, dabei gut lesbares Buch vorgelegt. Mit seiner vergleichenden Mentalitätsgeschichte der deutschen und britischen Marineoffiziere ist er neue Wege gegangen.«
A. Manutscharian, Das Parlament, 13. Oktober 2014
»Auch 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges gibt es keine Gesamtdarstellung des Seekrieges zwischen der kaiserlichen Marine und der britischen Royal Navy. Diese Lücke versucht der Historiker und frühere FAZ-Redakteur Nicolas Wolz mit seinem quellenreichen und perfekt geschriebenen Buch zu schließen.«
Gustav Gaisbauer, Fantasia, 1. September 2014
»Nicolas Wolz beherrscht auch einen unglaublich frischen und lebendigen Stil, ohne dass dadurch die Objektivität leiden würde.«
Märkische Allgemeine, 28. Juni 2014
»Eine äußerst lesenswerte Studie.«
Main-Echo, 17. Mai 2014
»Es ist Wolz gelungen, atmosphärisch anschaulich zu machen, wie sich das Marineleben angefühlt hat.«
Wiesbadener Kurier, 8. Mai 2014
»Es lohnt sich, das Buch des Frankfurter Historikers aus der Fülle der Neuerscheinungen zum Ersten Weltkrieg herauszugreifen.«
Passauer Neue Presse, 7. Mai 2014
»Dass Wolz immer auch die Tradition der Royal Navy dagegenhält, macht die Lektüre um so spannender.«
Werner Birkenmaier, Stuttgarter Zeitung, 25. April 2014
»Der Wert dieses Buches liegt vor allem in der Schilderung, wie die Moral in der kaiserlichen Marine zerfiel.«
Hannes S. Macher, Forum Politikunterricht, 1. April 2014
»Der Leser erhält so einen schrecklich-faszinierenden Einblick in die Erlebnis- und Gedankenwelt der Marinesoldaten auf beiden Seiten der Nordsee.«
Johann Book, medienprofile, 1. März 2014
»Bemerkenswert an diesem militärhistorischen Werk ist vor allem der quellengestützte Einblick in die Erlebnis- und Gedankenwelt der auf deutscher und britischer Seite beteiligten Soldaten.«
Thomas Speckmann, Merkur, 1. März 2014
».. die erste moderne Gesamtdarstellung des Seekriegs der Kaiserlichen Marine gegen die Royal Navy, die neben den militärischen und politischen Aspekten auch Soziales, Alltags- und Mentalitätsgeschichte berücksichtigt.«
Wolf Schwerdt, GeschiMag, 16. Februar 2014
»Es ist ein faszinierender und erhellender Blickwinkel ...«
Heike Baller, www.koelner-leselust.de, 10. Februar 2014
»Nicolas Wolz ist ein interessantes Buch gelungen, das Einblick in eine sonst weniger beachtete Szenerie des Ersten Weltkriegs erlaubt. Schön ist dabei der 'bilaterale' Blick.«
Bernhard Windisch, Nürnberger Zeitung, 25. Janaur 2014
»... beinahe unverschämt leicht lesbar ...«
Westfälische Nachrichten, 24. Januar 2014
»... ein hoch interessanter Beitrag zur Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges.«
Emil Fadel, octopus, 13. Januar 2014
»... gerade für Historiker, Kenner und Menschen, die das Meer lieben, empfehlenswert.«
Egotrip, Internet-Magazin, 1. Oktober 2013
»Wolz zeigt auch die Ironie der Seekriegsgeschichte, dass ausgerechnet die verspottete Waffengattung der U-Boote (gemein, hinterrücks, etc.) zum Hoffnungsträger der Marine wurde.«
Albert Meisl, Münchner Merkur, 20. Januar 2014
»... eine ausgezeichnet, wunderbar lesbare Gesamtdarstellung dieses höchst unrühmlichen Kapitels der Militärgeschichte ...«

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