Coverbild Am Tag davor von Sorj Chalandon, ISBN-978-3-423-14781-1
demnächst

Am Tag davor

Roman
»Ein großes Buch von einer unglaublichen erzählerischen Kraft.« Volker Weidermann in ›Das Literarische Quartett‹ (ZDF)

Der Tag vor der Katastrophe: Der 16-jährige Michel fährt gemeinsam mit seinem geliebten großen Bruder Joseph auf dem Moped durch die Straßen seiner französischen Heimatstadt. Gemeinsam fühlen sie sich unbesiegbar. Am Tag darauf kommen bei einem Grubenunglück 42 Bergmänner ums Leben, aufgrund eines fatalen
Fehlers der Werksleitung. Joseph erliegt seinen Verletzungen. Michel flüchtet sich nach Paris, auch um die Worte des Vaters zu vergessen: »Du musst uns rächen!« Doch der Schmerz vergeht nicht, und so beginnt Michel Jahre später seinen Rachefeldzug. Noch weiß er nicht, dass die Nacht vor dem Unglück anders war, als er sie in Erinnerung hat.

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dtv Literatur
Aus dem Französischen von Brigitte Große
320 Seiten, ISBN 978-3-423-14781-1
Autorenporträt
Portrait des Autors Sorj Chalandon

Sorj Chalandon

Sorj Chalandon, geboren 1952 in Tunis, gilt als einer der bedeutendsten Journalisten und Schriftsteller Frankreichs. Viele Jahre lang schrieb er für die Zeitung ...
Übersetzerporträt

Brigitte Große

Brigitte Große, 1957 in Wien geboren, studierte Philosophie, Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Hamburg. Anschließend war sie als Lektorin und ...

Pressestimmen

Andreas Wirthensohn, WDR 3, Mosaik, September 2019
»Sorj Chalandon erzählt eindringlich davon, wie unerbittlich Schuld und Verdrängung ein ganzes Leben bestimmen können.«
Sophie Passmann, Instagram, September 2019
»Buch wie eine Netflix-Serie, nur geiler und klüger!«
Rainer Moritz, Die Furche, September 2019
»Sorj Chalandon ist ein großer, packender Roman geglückt, den Brigitte Große vorzüglich übersetzt hat.«
Christine Westermann & Andreas Wallentin, WDR 5 - Bücher
»Der erste Teil des Romans ist eine Mischung aus Familiengeschichte und Kriminalroman. Und dann der Paukenschlag, wenn die Geschichte einer jähe, völlig unerwartete Wendung nimmt.«
Volker Weidermann in Das Literarische Quartett (ZDF)
»Ein großes Buch von einer unglaublichen erzählerischen Kraft.«
Thea Dorn in Das Literarische Quartett (ZDF)
»Ich habe selten ein so differenziertes Buch über Schuld und Rache gelesen.«
Kathrin Kramer, Tages-Anzeiger, August 2019
»Chalandon ist eine Art Kriminalroman gelungen, in dem derjenige, der am Ende schuldig gesprochen wird, nicht die Schuld und schon gar nicht die Verantwortung trägt.«
Kathrin Kramer, Basler Zeitung, August 2019
»›Am Tag davor‹ von Sorj Chalandon liest sich wie ein Krimi, ist aber zornige Anklage.«
Sonntag Express, August 2019
»Was für eine Geschichte!«
Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, Juli 2019
»In seinem detailgenau recherchierten Roman ›Am Tag davor‹ verbindet Chalandon die Zeit, in der man die Kohlearmee für die Modernisierung des Landes brauchte, mit der Gegenwart.«
Jürgen Ritte, Neue Zürcher Zeitung, Juli 2019
»Sein Roman ist Hommage an die Opfer und eine subtile Auseinandersetzung mit der Erinnerung in einem.«
NDR, Bücherjournal, Juni 2019
»Über 40 Jahre später erzählt er nun die Geschichte der Bergwerkskatastrophe mit fiktiven Elementen - ein spannender Roman über Schuld, Verdrängung und Rache.«
Dina Netz, WDR 5, Lesefrüchte, Juni 2019
»Chalandons Roman ist eine Hommage an die Toten von1974, aber auch an alle anderen Bergleute, die unter Tage Gesundheit und Leben ließen.«
Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung extra, 01./02.06.2019
»Legende und Wahrheit durchdringen sich bei diesem Autor auf vielschichtige Weise, und das Bemerkenswerte ist die enorme erzählerische Klarheit und Schnörkellosigkeit, mit der ihm das gelingt.«
Carolin Fischer, Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik, Mai 2019
»Spannend wie ein Krimi, düster wie eine Kohlenhalde: Der preisgekrönte Schriftsteller Sorj Chaladon erzählt im Roman ›Am Tag davor‹ die Vorgeschichte eines Grubenunglücks – tiefgründig und ungemein bewegend.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 27./28.04.2019
»Sorj Chalandon erzählt von einer fiktiven Familie, verknüpft ihre Geschichten aber so eng mit Politik und Wirtschaft jener Jahre, dass sein Buch auch ein Denkmal für eine vergessene Arbeitswelt ist.«
Carola Wittrock, ARTE, metropolis, April 2019
»Ein spannender Roman über Schuld, Verdrängung und Rache.«
Martin Münzberger, Wilhelmshavener Zeitung, Juli 2020
»Es gibt sie glücklicherweise immer wieder - diese Romane, die dich umhauen.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, Dezember 2019
»Eine packende Story über Schuld, Verdrängung, Rache und Sühne mit viel authentischem Hintergrund.«
Gisela Fichtl, Münchner Feuilleton, Dezember 2019
»Welche Kraft Literatur, welche Kraft Sprache entfalten kann, das lässt sich kaum wunderbarer erleben als mit diesem Roman des großen, französischen, in Deutschland endlich entdeckten Autors: Sorj Chalandon.«
Volker Dettmar, Der evangelische Buchberater, April 2019
»Besonders packt die Sprache: schlicht, ohne Pathos, aber doch ungemein bewegend.«
Henning Meyer-Veer, Ibbenbürener Volkszeitung, November 2019
»Ein Buch von großer Dichte und großer Kraft.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, Oktober 2019
»Es ist eine vielschichtige Abrechnung und eine Reise in die soziale Finsternis, bei der sich die Grenzen zwischen Wahrheit und deren Verdrängung immer wieder verschieben.«
Frankreich erleben, Herbst 2019
»Der Stil erinnert an einen Émile Zola (1840-1902) unserer heutigen Zeit. Große Kunst!«
für uns, Mitgliedermagazin von Haufe-Lexware, Oktober 2019
»Der franzose Sorj Chalandon hat einen atemberaubenden Roman über Schuld und Sühne geschrieben.«
Morgenpost am Sonntag Dresden, September 2019
»Ein derart intensiver Roman, dass man ihn nicht aus der Hand legen kann.«
Svenja Faßpöhler, ›Das literarische Quartett‹
»Der Roman zeigt die Brutalität des Konzepts von Gerechtigkeit, das die Rache als blinden Fleck stets in sich trägt.«
Christine Westermann, ›Das literarische Quartett‹
»Ein wirklich tolles Buch.«
Augsburger Allgemeine, September 2019
»Dies ist ein Buch, das nicht mit dem letzten Satz endet.«
Barbara Meixner, Buchmarkt, September 2019
»Sorj Chalandons Stärke ist die Lakonie und das unbedingte Vermeiden von Übertreibung; ich glaube, das macht ›Am Tag davor‹ für mich so bewegend.«
Ada Dorian, Stadtblatt Osnabück, September 2019
»Sein Roman zeigt eindrücklich, das Erinnerung von der eigenen Schuld beeinflussbar ist.«
Franz Schmider, Badische Zeitung, August 2019
»Dieses Buch ist im besten Sinne schnonungslos.«
Mainhattan Kurier, August 2019
»Eine zutiefst bewegende Geschichte über Schuld und Verdrängung, Rache und Sühne.«
ruthjusten.de, August 2019
»›Am Tag davor‹ ist ein kluger, sprachgewaltiger und nachdenklich stimmender Pageturner.«
der-kultur-blog.de, August 2019
»Mit Feinfühligkeit und leiser Dramaturgie erzählt Sorj Chalandon von einer individuell erlebten Schuld, die keine war, aber dennoch ein Leben bestimmt hat.«
Bernd Kielmann, Buch-Magazin, August 2019
»Ein erschütternder Roman über Schuld, Verdrängung und zwei Brüder, die einander bewunderten.«
Martin G. Wanko, Vorarlberger Nachrichten, April 2019
»In klug verschachtelten Kapiteln beschreibt der Autor, wie ungerecht und hart die französische Welt in den 1970er-Jahren sein konnte.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»„Manchmal muss man die Unvernunft bis zum Ende treiben, um sich der Vernunft zu stellen.“ (S. 262) Manchmal blendet man sich als Leser ja selber mit seinem „flüchtigen“ Blick auf Buchbeschreibung, Klappentext etcpp. und denkt sich „Och nee, das ist kein Buch für mich.“ Kurze Zeit später: die Leserunde zu dem Buch ist vorbei, die Rezensionen sind durch die Bank positiv. Wenn diese Reaktionen dann auch noch von Leuten stammen, deren Meinung man (in der Regel) vertrauen kann und die man im Lauf der Zeit zu schätzen gelernt hat, wirft man einen zweiten, diesmal intensiveren Blick auf den Inhalt, bringt es in Zusammenhang mit den Rezensionen und siehe da – das nächste „Ich mag keine …, aber das gefällt mir“-Buch landet auf der unendlich langen Liste der „Will ich lesen“-Bücher. Und wenn es dann noch Menschen gibt, die einem Buchpakete schicken…:-) Okay, gemäß dem o. g. Zitat ist meine Unvernunft nun zu Ende. Ich habe mich meiner Vernunft gestellt und „Am Tag davor“ von Sorj Chalandon gelesen. Tja, was soll ich sagen? Hätte ich es nicht gelesen, hätte ich einen heißen Anwärter auf den „Over the top 2019“-Titel verpasst. Definitiv. Und dieses (literarische) Jahr geizt weiß Gott nicht mit Highlights… Sorj Chalandon hat sich einer (realen) Geschichte angenommen, die er mit fiktiven Elementen mischt, um (wie er in Interviews betont hat) den 42 Opfern des Grubenunglücks am 27. Dezember 1974 in der Zeche Saint-Amé in Liévin mit Respekt zu begegnen. Das ist ihm mit seinem Roman grandios gelungen. Alle „Kumpels“ werden am Ende des Buches namentlich erwähnt und gewürdigt. Dieses reale Szenario ist aber nur der Aufhänger für die fiktive Geschichte um Michel Flavent, der 40 Jahre nach dem Tod seines Bruders Gerechtigkeit walten lassen will…Im zweiten Teil des Romans erfährt die geneigte Leserschaft dann (Kohle-)Schicht für (Kohle-)Schicht die ganze Wahrheit. Und plötzlich ist man mittendrin in einem Prozess, bei dem es um so viel mehr geht als um Gerechtigkeit, um Schuld und Sühne… In einer beeindruckend präzisen und nie blumigen Sprache transportiert Sorj Chalandon mit einer Lore sämtliche Gefühlslagen seines Protagonisten und aller, die mit ihm zu tun haben, direkt ins Herz seiner Leserinnen und Leser und schafft es, einen atemlos lesen zu lassen, bis man das Buch nach der letzten Seite zuklappt. Definitive Leseempfehlung!«
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