Coverbild Lügen von gestern und heute von Ursula Fricker, ISBN-978-3-423-28073-0
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Lügen von gestern und heute

Roman
Die Lügen, die uns formen

Beba träumt von einer Karriere als Pianistin, arbeitet aber als Prostituierte. Nach dem Krieg in ihrer Heimat ist sie der Armut entflohen. Sie spart auf ein Klavier, fängt an, in einem Jazzclub aufzutreten.

Auch Isa, eine Studentin, träumt. Sie will die Welt verbessern und gerät in den Kreis linker Aktivisten. Zunehmend militanter unterstützen sie und ihre Genossen die Flüchtlingsbewegung.

Innensenator Ottens Utopien sind längst dem politischen Alltag gewichen. Unter Zugzwang lässt er ein illegales Flüchtlingscamp räumen, nicht ahnend, was ihn diese Entscheidung kosten wird.

Ein Roman über die Sehnsucht nach dem Guten und Richtigen, über drei Menschen, die sich selbst behaupten müssen und staunend erkennen, wer sie eigentlich sind.

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Coverbild Lügen von gestern und heute von Ursula Fricker, ISBN-978-3-423-28073-0
22. April 2016
978-3-423-28073-0
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Coverbild Lügen von gestern und heute von Ursula Fricker, ISBN-978-3-423-42959-7
22. April 2016
978-3-423-42959-7
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Details
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dtv Literatur
Originalausgabe, 368 Seiten, ISBN 978-3-423-28073-0
Autorenporträt
Portrait des Autors Ursula Fricker

Ursula Fricker

Ursula Fricker, 1965 in Schaffhausen geboren, studierte Sozialarbeit in Bern, arbeitete in einem Heim für geistig behinderte Menschen und in der Theaterpädagogik. Neben ...

Pressestimmen

Märkische Oderzeitung, 22. Dezember 2016
»Ursula Fricker hat mit 'Lügen von gestern und heute' einen aktuellen Roman geschrieben, der weder auf die Tränendrüse drückt, noch Stimmungen schürt.«
Juliane Löffler, Der Freitag, 01. September 2016
»Fricker macht präzise, zeitgenössische Beobachtungen, die teilweise in der Erzählhaltung poetisch und universell werden.«
St. Galler Tagblatt, Juli 2016
»Ursula Fricker glückt in ihrer brillanten Collage dank konsequenter Innenperspektive eine intime Nähe zu den Figuren.«
DONNA, 01. Juni 2016
»Ein ebenso kluges wie unterhaltsames Werk«
Petra Samani, buchblinzler.blogspot.de, Februar 2017
»Besonders gefallen hat mir die poetische Sprache der Autorin, die die politischen, philosophischen und psychologischen Elemente der Geschichte und die verschiedenen Handlungsstränge so meisterlich miteinander verbindet.«
P.S., 07. Oktober 2016
»Auch wenn wir kommen sehen, worin die Geschichte schließlich mündet, behält der Roman die Spannung.«
Melanie Bösinger, Spectrum, 26. September 2016
»Der Autorin gelingt es, zwischen die Zeilen zu schreiben und die Lesenden damit stets zum Nachdenken und Weiterlesen anzuregen.«
Norbert Striemann, Radio Mülheim LITERADIO, September 2016
»Fest steht, dass Ursula Fricker eine tolle Geschichte gelungen ist.«
Aviva, 26. August 2016
»Fricker versteht es, ihren Charakteren in all ihren Erinnerungen, Träumen und Fehlern Glaubwürdigkeit zu vermitteln.«
Christina Repolust, Apropos, 01. August 2016
»Drei Geschichten, Radikalisierung und Beheimatung sind in diesem Roman fein verwoben.«
Rupert Sommer, In München, 09.-22.06.2016
»Ihr Berlin-Roman ist dicht, packend und passt unaufgeregt perfekt in erregte Zeiten.«
Sandra Matteotti, denkzeiten.com, Mai 2016
»Ein Buch, das einen in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.«
Eckhardt Badziong, Blitz-Magazin, Mai 2016
»Autorin Ursula Fricker hat ein beeindruckendes Buch über die Sehnsucht nach dem Guten und Richtigen geschrieben und berichtet dabei über drei ganz unterschiedliche Menschen.«
Birgit Fromme, Buchprofile/Medienprofile Jg. 61/2016, Heft 4, November 2016
»Lesenswert!«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Die Lügen, die uns formen. Inhalt und meine Meinung: [ Achtung, ich berichte hier teilweise aus dem Inhalt des Romans. ] Der Roman spielt in einer deutschen Stadt im Jahre 2013. Besitzt also eine gewisse Aktualität; auch vor dem Hintergrund des Flüchtlingsthemas. Der Roman dreht sich um drei Personen: Beba, Isa und Herrn Otten. Diese Drei haben erst einmal nichts miteinander zu tun, werden in dem Roman aber geschickt miteinander verwoben. Sehr gut gefallen haben mir die stellenweise fast schon poetischen Formulierungen der Autorin. „Ein paar Minuten später war der Wolkenbruch vorbei, die Sonne kam heraus […] dampfte sie die Nässe aus den Wegen ...“ (S. 6). Aber vieles war in meinen Augen auch ein unnötig verkomplizierter Sprachstil; stockig und (auf den ersten Blick) unzusammenhängend. Schwierig war es auch, sich in die drei Erzählstränge einzulesen: Welche Person in welcher Situation, in welcher Timeline; denn insbesondere zu Beginn vieler Kapitel ist man als Leser lange im Unklaren, um wen und wann es gerade geht. Man muss also, meiner Meinung nach, dem Roman Zeit geben und man darf am Anfang nicht gleich zu viel erwarten. Sehr gut arbeitet die Autorin zu jedem der drei Protagonisten die Lebensumstände und Hintergründe heraus. Beba: Sie hat die Armut ihres Heimatlandes und ihre Familie verlassen in der Hoffnung auf ein neues Glück. Gestrandet in Deutschland wird sie in einem Bordell „aufgenommen“. Ihrer Familie schickt sie immer einen großen Teil ihres erarbeiteten Geldes nach Hause. Für ihre Familie ist sie jedoch nur eine bequeme Geldquelle; es werden Briefe über angebliche Krankheiten der Familienmitglieder an Beba geschrieben. Beba ist für sie eher eine Melkkuh, die ihnen in der Ferne lieber ist. So kommt es, dass im Laufe der Zeit das Bordell für Beba mehr ein Zuhause wird und ihr ihre „Kolleginnen“ näher stehen als „ihre Familie in der Heimat“. Isa: Tochter aus wohl behüteten Zuhause; entwickelt jedoch das Gefühl sich engagieren zu müssen. So schließt sie sich einer Gruppe Autonomer an, die sich für eine Gruppe Flüchtlinge einsetzen. Als ihre politischen Aktionen nicht die erhoffte Wirkung erzielen, geht sie einen zunehmend radikaleren Weg, was zu einer Ausuferung / Eskalation der Gewalt führt. Herr Otten, der Innensenator: Die Antirassismusaktivisten und der Senator stehen (politisch gesehen) jeweils auf der anderen Uferseite. Beide handeln nicht ohne nachgedacht zu haben, sondern weil sie für ihre (politischen) Ideale einstehen; weil sie meinen, ihre eigenen Ideale / Ansichten seien die Richtigen. Die Quintessenz des Romans: Die Lügen (= das Wunschdenken) sind es, die uns formten. Fazit: Sehr gut. 4 Sterne (von max. 5 Sternen)«
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