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Valentina D'Urbano

Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung

Roman
Eine Liebe unter falschen Vorzeichen

Nächstes Jahr fahren wir ans Meer, sagt Beatrices Vater an zu heißen Sommerabenden jedes Jahr lächelnd. Ein Versprechen, das sich nie erfüllt, aber die Familie trotzdem glücklich macht. Im Stockwerk darüber jedoch wird Alfredo, Beatrices bester Freund, von seinem besoffenen Vater mal wieder halb totgeprügelt. So wie viele in der »Festung«, jenem Viertel in den Hügeln der Stadt, in das kein Taxi fährt, kein Polizist freiwillig einen Fuß setzt, hat Alfredo schon verloren, bevor sein Leben richtig beginnen kann. Als Kinder hat man Beatrice und Alfredo »die Zwillinge« genannt, später wurde aus der Freundschaft Liebe. Eine harte Liebe, ohne Romantik und Liebesgeflüster, und mit einem jähen Ende ...

Mit sprödem Charme erzählt Valentina D’Urbano von einer bitteren Liebe und von einem Lebensmut, der sich wie wilde Blumen durch eine betonharte Kruste aus Gewalt, Elend und Dreck schiebt.

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1. Februar 2014
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Details

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Aus dem Italienischen von Constanze Neumann
Deutsche Erstausgabe, 280 Seiten, ISBN 978-3-423-24999-7
1. Februar 2014

Autorenporträt

Valentina D'Urbano

Valentina D'Urbano

Valentina D´ Urbano, geboren 1985, stammt aus Rom und wuchs in einem Viertel auf, das dem in ihrem Buch beschriebenen sehr ähnlich ist. Ihr in kürzester Zeit verfasster Roman Il rumore dei tuoi passi war ihr Beitrag für einen Schreibwettbewerb - Lo Scrittore, der Schriftsteller -, für den als erster Preis eine Buchveröffentlichung ausgeschrieben war. Sie gewann und der Verlag Longanesi veröffentlichte den Roman umgehend. "Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung" ist ein Roman, der einer ganzen Generation eine Stimme geben wird: den Opfern jener korrupten, raffgierigen Machtelite, die das Land an den Abgrund gebracht hat. Es ist aber auch die Generation, die sich jetzt laut und beherzt zur Wehr setzt.

Buchspecial

Special
Valentina D'Urbano: Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung

Eine unverwechselbare, junge Stimme aus Italien - alle Infos im Buchspecial!

Pressestimmen

Johan Dehoust, Kultur SPIEGEL, Januar 2014
»Atemlos wie ein Sprinter begegnet einem dieses Buch.«
Elle, Januar 2014
»Grandios!«
kulturnews, Januar 2014
»In ihren Worten flackert ein kämpferischer Geist, der weder ohne Grund noch zum Selbstzweck rebellisch ist.«
Petra von der Linde, Stadtanzeiger Hamm, Dezember 2014
»Valentina D’Urbano schreibt diese Geschichte gnadenlos direkt, ungeschminkt und dabei so anrührend, dass es manchmal schmerzt.«
Dagmar Korpanty, Dingolfinger Anzeiger, August 2014
»Dieser Roman fasziniert, ob seiner einfachen, doch authentischen Geschichte, die täglich irgendwo im Nachbarort genau so passieren könnte.«
Mario Ferri, buecherrezensionen.com, April 2014
»Ein ergreifender Roman.«
Nicole Langenbach, Münchner Merkur, Mai 2014
»Außerordentliches Debüt: Valentina D'Urbano erzählt eine bewegende oft schwer erträgliche Liebesgeschichte.«
Teresa Reiter, The Gap, Mai 2014
»Ein sehr besonderes Buch.«
Dagmar Weingartner, bn. bibliotheksnachrichten, Juni 2014
»Absolut ergreifend und lesenswert!«
Sonntags-Anzeiger Siegerland, 10. August 2014
»Mit sprödem Charme erzählt D’Urbano eine bitter-süße Liebesgeschichte in der bedrückenden Atmosphäre eines Elendsviertels.«
Die Presse am Sonntag Wien, 10. August 2014
»Valentina D’Urbano porträtiert ein italienisches Ghetto und eine schwierige Beziehung. Eine große Geschichte aus dem Abseits.«
Dorothee Willers-Klein, Il Giornalino, September 2014
»Valentina D’Urbano kennt sich aus, das spürt man, das liest man in jedem ihrer Worte.«
Katrin Mädler, Hochschulmagazin ›ad rem‹, Dezember 2014
»Die Beschreibung des Milieus ist Valentina D'Urbanos große Kunst.«
buecherrezensionen.org, März 2015
»Ihr Erzählstil ist frisch, direkt, schnörkellos, die Dialoge treffen den Jargon der jungen Menschen.«

Leserstimmen

Ihre Meinung

Gelinde, September 2015
»Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung, von Valentina Dúrbano Cover: Im ersten Moment strahlt es eine gewisse Leichtigkeit aus, aber der Schein trügt. Inhalt: Eine schonungslose Erzählung über das Leben in einem „Elendsviertel“ in Rom (das aber auch so in jeder anderen Großstadt der Welt ablaufen könnte). Die Familie, bestehend aus seinem gewalttätigen Vater und seinen zwei Brüdern, von Alfredo zieht in die Wohnung über Beatrice und ihrer Familie. Eine Art Hass-Liebe entsteht zwischen den Beiden. Aber nichts kann den Abstieg von Alfredo aufhalten. Meine Meinung: Das Buch beginnt mit der Beerdigung von dem gerade mal 20 Jahre alt gewordenen Alfredo. Dann kommt der Rückblick, und wir sehen auf ein unglaubliches Leben. Es erscheint mir so unwirklich, so unglaublich, unfassbar! Eine Welt voller Armut, Gewalt, Kriminalität, aber auch voller Freundschaft, Ehre, gegenseitigem Zusammenhalt, ein unbekannter Code gehört zum Alltag. Eine unglaubliche Liebe (Hass-Liebe) kristallisiert sich heraus und steht immer mehr im Mittelpunkt. Unvorstellbar grausam und schonungslos wird beschrieben, wie das Heroin sich ins Leben schleicht und selbst die größte Liebe es nicht schafft diesem Teufelszeug die Stirn zu bieten und die Sucht zu überwinde. Der Schreibstil ist sowas von eindringlich, er geht mir tief unter die Haut und noch tiefer. Autorin: Valentina D`Urbano, geboren 1985, stammt aus Rom und wuchs in einem Viertel auf, das dem im Roman beschriebenen sehr ähnlich ist. Mein Fazit: Dieses Buch macht mich einfach fassungslos. 5 Sterne.«
ANTWORTEN
Christina Fischer, März 2014
»Inhalt: La Fortezza, das Leben in diesem Viertel formt dich wie Wachs. Entweder gehst du gestärkt daraus hervor, oder du gehst unter. Die junge Bea und ihr Freund Alfredo wachsen in La Fortezza auf. Obwohl ihrer beider Leben von Armut gekennzeichnet ist, so verlaufen ihre Lebenswege vollkommen anders. Bea besitzt eine liebevolle Familie, während Alfredo tagtäglich von seinem alkoholabhängigen Vater verprügelt wird. Dennoch verbindet diese beiden Kinder eine Freundschaft, die über jede Prüfungen hinauswächst, die ihnen das Leben in diesem harten Viertel abverlangt. Cover: Das Cover an sich verrät einiges über den Inhalt der Geschichte. Es ist düster, wirkt verregnet und ist noch dazu in Schwarzweiß gehalten. Das schwarze Kleid und die barfüßigen Beine interpretierte ich als Zeichen der Armut und der Trauer, noch dazu der verlorene Gesichtsausdruck der Frau. Alles wirkt passend für diese Geschichte. Dennoch muss ich sagen, auch wenn mir das Cover gut gefällt, geködert hat mich der Titel des Buches. Er ist unüblich lang und ein richtiger Eyecatcher. Charaktere: Die Charaktere, die die Autorin erschaffen hat, sind unbeschreiblich gut gelungen. Jedes Wort wirkt real, jede Tat glaubhaft, die Beziehung untereinander entsprechen den Umständen. Selten gingen mir Protagonisten so stark unter die Haut wie in diesem Buch. Beatrice, auch Bea genannt, ist der Hauptcharakter des Buches. Geformt von dem harten Leben in diesem Viertel, ist sie ebenfalls hart geworden. Sie ist egoistisch, gibt nichts leichtfertig her und besitzt dennoch eine Stärke, die sie denjenigen zuteil kommen lässt, die sie liebt. Ich empfand sie als große Stütze Alfredos, aber in vielen Situationen auch als jemanden, der viel mehr fordert, als er gibt. Alfredo ist der mittelälteste Sohn des Säufers, der im Wohnblock über Beas Familie wohnt. Als er mit sieben Jahren fast von seinem Vater totgeprügelt wurde, nimmt Beas Mutter sich seiner an. Alfredo wird zum Teil ihrer Familie, er schläft manchmal nächtelang mit Bea und ihrem kleinen Bruder Franceso in einem Bett. Diese Nähe schweißt sie zusammen, durch Liebe, aber auch durch Zorn. Alfredo empfand ich in der Geschichte als den schwächeren Part. Während Bea diejenige ist, die hasst, ist er jemand, der liebt. Noch nicht einmal als er in der Lage ist sich zu wehren, tut er seinem grausamen Vater etwas an. Die Situation der beiden wird immer verworrener je älter sie werden und die Beziehung sich zwischen ihnen verändert. Aber während Bea den Prüfungen des Lebens standhält, droht Alfredo unter ihnen zu zerbrechen. La Fortezza: Wow! Das Viertel, in dem die Geschichte spielt, ist mit solch einer brutalen Klarheit gekennzeichnet, dass man es förmlich vor Augen hat. Für Menschen, die ein solches Leben nicht kennen, mag es wie eine ausgedachte Geschichte erscheinen und doch verspürt man ein sachtes Ziehen in der Magengegend, eine stumme Mahnung, dass solche Viertel nicht der Phantasie angehören. Denn das Leben schreibt Geschichte! Meinung: Ich hatte die Geschichte binnen zweier Tage durch, hätte ich nicht ein Kleinkind zuhause, ich hätte das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Zu Beginn war ich skeptisch. Die Inhaltsangabe verrät einiges, der Leser weiß also sofort, dass es für Alfredo und Bea nicht gut ausgehen wird, denn das Buch nimmt seinen Anfang mit Alfredos Beerdigung. Natürlich fragte ich mich da, ob die Geschichte mich dennoch fesseln konnte. Und ja, das ist diesem Buch durchaus gelungen. Ich war so gefangen in der Welt von Bea, in ihrer Erinnerung über ihre Kindheit mit Alfredo, dass ich die meiste Zeit vergass, was am Ende geschehen würde. Ich würde gerne den Begriff bittersüß verwenden um die Beziehung der Beiden zu beschreiben, tatsache jedoch ist, dass kaum etwas in La Fortezza süß ist. Die Autorin verwendet eine Art dies zu umschreiben, ich kenne den genauen Wortlaut nicht mehr, aber aus meiner Erinnerung heraus, klingt es ist in etwa so: "Die Menschen in La Fortezza werden schnell erwachsen, bekommen schnell Kinder, denen sie das gleiche hoffnungslose Leben hinterlassen und sie sterben schnell." Wenn man bisher keine Ahnung von diesem Leben hatte, so ist man dadurch schlauer. Man bekommt Einsicht in dem Wirken der Kinder. Die Treffen an bestimmten Orten des Viertels, die ungewollte Schwangerschaft, die von einer Engelsmacherin beendet wird. Das Kiffen in den Hinterhöfen und noch Schlimmeres. Menschen, die verhaftet werden, oder Menschen, die unter diesem Leben zerbrechen. Nicht selten fand ich mich mit einem dicken Kloss in der Kehle wieder oder spürte Tränen, die mir in die Augen drangen. Ich litt mit den beiden förmlich mit, wissend, wie schnell man auf das Ende zuraste. Und wissend, was das für eine Ende sein würde. Irgendwie hoffte man doch, man hoffte man hätte mehr Zeit. Man hoffte, alles würde sich zum Guten ändern, nicht was den Tod betrifft. Alfredo stirbt, das ist gewiss, aber an der Art, wie das Buch zu ende geht. Kritik: Ich muss sagen, zu diesem Buch habe ich so gut wie keine Kritik. Vielleicht lediglich eine kleine Anmerkung. Die ganze Zeit über erwartete ich, dass zwischen den beiden mal etwas passieren würde. Sie lieben sich, sie sind eifersüchtig und man merkt als Leser, dass sie nicht ohneeinander können. Allerdings wurde in dem ganzen Buch nicht ein einziges Mal geschrieben, dass sie miteinander schliefen. Bei einem Drama erwarte ich nicht unbedingt ellenlange Sexszenen, aber wenn man am Ende erfährt, dass es dennoch Liebesszenen gegeben haben musste, dann hätte ich mir als Leser gewünscht, etwas davon zu erfahren. Sogar wenn es nur eine winzig kleine Umschreibung gewesen wäre. Dies am Ende wie aus heiterem Himmel zu erfahren, hat mir nicht so ganz gefallen. Fazit: "Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung" ist Drama pur. Dem Leser sollte klar sein, dass er sich auf eine Geschichte einlässt, die tief unter die Haut geht. Tränen und eine enge Kehle gehören zu diesem Buch mit dazu und dennoch bleibt man am Ende staunend zurück, denn trotz der großen Traurigkeit kann man nicht anders, als zu erkennen, wie ergreifend diese Geschichte geschrieben worden ist. Aus diesem Grund erhält dieses Buch von mir 5/5 und ein Wow!«
ANTWORTEN
Helga Hensel, Januar 2014
»Ein gelungenes Debüt für Valentina D’Urbano. Die Autorin schreibt klar und deutlich, beschönigt nichts und greift in ihrer Sachlichkeit mitten ins Herz. Das Buch ist in der Ich-Form aus Sicht von Bea geschrieben, gewährt so einen direkten Blick auf das Geschehen. Zu Anfang ist mir als Leserin gar nicht klar, worum es in diesem Buch überhaupt gehen wird. Ganz behutsam nimmt Valentina D’Urbano mich an die Hand und Schritt für Schritt beschreiten wir den Weg aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Unvorbereitet eröffnet sich mir die ganze Wahrheit, aber ich kann nicht wegsehen, gebe mich der Hoffnung hin, muss mich letztlich jedoch der Realität stellen.«
ANTWORTEN
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