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Volker Seitz

Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann

Ein Insider aus dem Diplomatischen Dienst meldet sich zu Wort

17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in Afrika, zuletzt als Botschafter in Kamerun. Er hat die Ergebnisse der Entwicklungspolitik sehr genau vor Ort beobachten können und jetzt in einer aktualisierten und erweiterten Ausgabe dargestellt. Volker Seitz plädiert in ›Afrika wird armregiert‹ für eine radikale Veränderung dieser Politik. Er plädiert dafür, auf bombastische Konferenzen, Workshops, Tagungen zu verzichten und statt dessen auf die Gedanken der Afrikaner und Afrikanerinnen zu hören, die wissen, was für ihre Länder gut ist: Das Business der Barmherzigkeit muss gestoppt werden, den Herrschaftscliquen muss die Kontrolle über den Geldfluss entzogen werden.

Volker Seitz plädiert für eine radikale Änderung der Entwicklungspolitik


Afrika ist nicht nur der Kontinent der Kriege, Krankheiten und Katastrophen, sondern auch ein Kontinent voll gewaltiger Ressourcen und reicher Kulturen, der von freundlichen, dem Leben zugewandten Menschen bewohnt wird. In den ärmsten Ländern sind die Menschen oft am heitersten. Doch Volker Seitz weiß, es ist eine Heiterkeit am Rande des Abgrunds, denn viele leben und sterben unter verheerenden wirtschaftlichen und hygienischen Verhältnissen. Ein Ende ist nicht in Sicht, solange die korrupten Eliten vom Stamm der Wa Benzi, so genannt nach der sehr beliebten Automarke, in ihrer Ausplünderungsmentalität weiterhin ohne jede Verantwortung regieren und unbekümmert die Ressourcen verschwenden können, weil dieser Missbrauch für sie keine Folgen hat. ›Afrika wird armregiert‹, so Volker Seitz.

Aus dem Vorwort von Rupert Neudeck:


»Es gibt viele Bücher über das Scheitern dessen, was wir mit einem falschen Wort Entwicklungshilfe nannten. Dieses Buch gibt dem Gebäude den letzten Stoß. Nach seiner Zerstörung muss etwas ganz Anderes aufgebaut werden.«

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7. Auflage 2014
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Mit einem Vorwort
von Rupert Neudeck
Originalausgabe, 240 Seiten, ISBN 978-3-423-26038-1
7. Auflage 2014

Autorenporträt

Volker Seitz

Volker Seitz

Volker Seitz, Jahrgang 1943, war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und in mehreren Ländern Afrikas, und von 2004 bis zu seinem Ruhestand 2008 Leiter der Botschaft in Jaunde/Kamerun.

Pressestimmen

Andreas Jungbauer, Mainpost, Januar 2010
»Das Buch liefert einen bereichernden Beitrag mit klarsichtiger analytischer Bestandsaufnahme und einer spürbaren Verbundenheit mit Afrika.«
Wiener Zeitung, Juni 2009
»Eine äußerst interessante Analyse hinter die Kulissen der Entwicklungshilfe.«
Berlin Online/Berliner Zeitung, Juli 2009
»Ein fulminantes Plädoyer des früheren deutschen Botschafters in Kamerun gegen das Business der Barmherzigkeit.«
Magdeburger Volksstimme, Juli 2009
»Wer sich für Afrika interessiert, muss diese Schrift der unbequemen Wahrheiten lesen.«
orf.at, Februar 2009
»Ein lesenswerter Diskussionsbeitrag in einer seit lange schwelenden Debatte.«
Münchner Merkur, 12. Juni 2010
»"Ein interessanter und aufschlussreicher Ansatz."«

Leserstimmen

Ihre Meinung

Ralf Schnieders, April 2015
»„Afrika wird arm regiert“ ist eine schonungslose, tiefschürfende und dabei kurzweilige Kritik der afrikanischen Machteliten und des Samariterverhaltens des Nordens gegenüber Afrika. Es ist ein Plädoyer für einen Aufbruch der afrikanischen Nationen mit praktischen, lebensnahen Beispielen für erfolgreiche Entwicklungsstrategien. Der afrikanische Kontinent verfügt über die notwendigen Talente und Ressourcen. Der Autor will „die düsteren Farben unseres tristen Afrika-Bildes aufheitern“. Volker Seitz kennt Afrika wie kaum ein anderer Deutscher aus zahlreichen Aufenthalten seit über 40 Jahren. Er war insgesamt 17 Jahre auf Posten in sieben afrikanischen Ländern für das Auswärtige Amt, mehrmals als Botschafter. Aus dieser Zeit lässt er seine umfangreiche Detailkenntnis, persönlichen Erfahrungen und anekdotische Begebenheiten einfließen, was das Buch zu einer journalistischen Lektüre macht. Er beschreibt skandalöse Zustände und Erfolgsgeschichten. Seitz resümiert seine Erfahrungen und kritisiert das gegenwärtige Entwicklungshilfe-System und die davon profitierenden Akteure („Wettlauf der Wohltäter“, „Irrgarten der Entwicklungshilfe“). Wer für die heutige Lage afrikanischer Staaten Sklaverei und Kolonialismus verantwortlich macht, will vom eigenen gegenwärtigen Versagen ablenken. Afrika leidet vielmehr an seinen Machteliten, ein Aufstieg kann nur bei einer Reform der Regierungsführung gelingen, und dies müssen die Afrikanern selbst in die Hand nehmen. Die Europäer können sie darin nur unterstützen.«
ANTWORTEN
K. Ehlers, Mai 2012
»„Afrika wird armregiert“ ist ein ungewöhnliches Buch über die Entwicklungszusammenarbeit, weil es nicht deren gängige Konzepte, Ideen, hehre Ziele oder Verheißungen naiv oder vordergründig kritisch nacherzählt. Vielmehr beschreibt Volker Seitz ungeschminkt, sicher auf seiner langjährigen beruflichen Erfahrung in Afrika gründend, ein Biotop, in welchem Korruption, illusionäre Vorstellungen, Verschwendung bestens gedeihen, und er formuliert beispielsweise Sätze wie diese: „Der Begriff der Entwicklungszusammenarbeit verschleiert, was in der Realität passiert. Trotz aller Partnerschaftsrhetorik endet die Zusammenarbeit bereits, wenn es um die Verpflichtung zur Erbringung von Eigenleistungen… geht.“ Seitz gehört damit zu den wenigen in diesem Sektor, die kein Interesse daran haben, uninformierte Auffassungen zu perpetuieren. Das Buch öffnet nicht nur interessierten Laien die Augen, sondern weist darüber hinaus mit seiner Faktenfülle und seinen prägnanten Analyseansätzen im sozialwissenschaftlichen Bereich denjenigen den Weg, die mehr vorhaben als einzelnen Projekten und Programmen hinterherzuevaluieren, sondern die lieber das Gesamtsystem in den Blick nehmen möchten.«
ANTWORTEN
Manuela Raidl-Zeller, Februar 2010
»Vielen Dank für dieses tolle und wertvolle Buch, das hoffentlich nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln anregt. Alle, die sich mit großem oder auch kleinerem ehrlichen Engagement für ein besseres Leben in Afrika einsetzen, haben es sich verdient.«
ANTWORTEN
Martin Falk, Februar 2010
»Mit seinem sehr gut und flüssig geschriebenen Buch regt Volker Seitz wirklich zum Nachdenken über die Entwicklungszusammenarbeit an. Er zeigt deutlich, dass wir nicht unbedingt ein Mehr an Entwicklungshilfe brauchen; er macht sie aber auch nicht für alles Übel in Afrika verantwortlich. Man sieht deutlich, dass dem Autor sehr viel an einer Verbesserung der Qualität der Entwicklungszusammenarbeit gelegen ist. Volker Seitz zeigt, dass dabei insbesondere Afrikaner in den Prozess der Entwicklung eingebunden werden sollten, ohne dass wichtige Prinzipien wie Menschenrechte vernachlässigt werden. Das Buch handelt von sehr vielen verschiedenen Facetten der Entwicklungszusammenarbeit und es wird dabei auch deutlich, dass die Probleme der afrikanischen Länder sehr unterschiedlich sind. Alles in allem ein wirklich sehr interessantes und gelungenes Werk.«
ANTWORTEN
Rudolf H.Strahm , Januar 2010
»Es ist wertvoll und nötig, dass eine Diskussion über die Wirkungen der Entwicklungszusammenarbeit zustande kommt. Dies möchte ich auch der Schweiz wünschen. Volker Seitz' Buch ist geeignet, eine Reflektion über den Nutzen der Hilfe in Gang zu setzen. Vor allem auch, weil es pragmatisch und unideologisch daherkommt. Die Kritik an der Entwicklungspolitik der Europäer kam ja in den letzten Jahren aus der neoliberalen Ecke und war weltanschaulich durch die Weniger-Staat-These voreingenommen. Diesen Eindruck hat man bei Volker Seitz nicht. Deshalb empfehle ich seine Schrift auch zur Lektüre in der Schweiz. Rudolf H. Strahm CH-3037 Herrenschwanden Schweiz«
ANTWORTEN
Daniela Roth, November 2009
»In dem Für und Wider bezüglich so genannter "Entwicklungshilfe" für wirtschaftliche ärmere Länder zeigt Volker Seitz kenntnisreich einen viel versprechenden Weg auf: Man sollte auf die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Länder selbst hören, denn sie wissen, was gut für ihr Land ist. Seitz zeichnet ein sehr positives Bild der Menschen in Afrika: Anständigkeit und Integrität, Erfindergeist und Gastfreundschaft, Humor und Gelassenheit zeichne sie aus. Gemeint sind damit vor allem die ganz normalen Afrikanerinnen und Afrikaner – nicht die herrschenden Klassen, die dem Westen und seinen Interessen nur allzu dienlich sind. Hervorzuheben ist, dass Seitz die besondere Rolle von Künstlern bei politischen und Entwicklungsprozessen bemerkt. Er nennt als ein Beispiel seinen Freund Romuald Hazoumé, bildender Künstler aus Benin, der bei der Documenta12 2007 in Kassel Masken und ein Flüchtlingsboot aus Kanistern gezeigt und den Arnold-Bode-Preis gewonnen hat. Hazoumé ironisiert gegenseitige Voreingenommenheiten, Kulturalisierungen, und veranschaulicht damit die Perspektivendifferenz. Europäer denken bei afrikanischer Kunst nur an "Masken"? Dann kriegen sie die – gefertigt aus dem Müll, den sie hinterlassen: "Masken" aus Kanistern, Schallplatten, einem alten Bügeleisen. Afrikaner setzen ihr Leben aufs Spiel, um in kaum seetüchtigen Booten nach Europa zu gelangen? Sie sollen sehen, dass sie das erträumte "Paradies" selbst schaffen können: Eine Panorama-Fotografie eines beninischen Dorfes sieht aus wie ein tui-Foto vom Traum-Strand. Die Liebe zum Kontinent Afrika ist Seitz' Motor, das ist Kapitel für Kapitel zu spüren. Dass er sich ganz in den Dienst der Sache stellt unterscheidet ihn von vielen wohlmeinenden "Helfern". Daniela Roth«
ANTWORTEN
Florian Rinke, September 2009
»Volker Seitz Buch ist Vision und Vergangenheitskritik zugleich. Hart geht er mit den westlichen Industrienationen ins Gericht, denen er jahrzehntelange Versäumnisse bei der Entwicklungshilfe vorwirft. Zu viel, zu teuer, zu wirkungslos – so die Kernvorwürfe in seinem Buch. Er plädiert daher für einen radikalen Wandel, hin zu mehr Eigenverantwortung und schärferer Überprüfung der Ergebnisse in Afrika. Seitz Ausführungen lassen Erinnerungen aufkommen an den Ablasshandel im Mittelalter. Die Menschen kauften Ablassbriefe, um sich ihrer Sünden zu entledigen. Während die Kirche reicher und reicher wurde, sparten sich die Menschen das Geld für die „Sündentilgung“ vom Munde ab. Auf seine Wirksamkeit überprüfen konnten sie ihren Sündenerlass freilich nicht. Ähnlich verhält es sich mit Afrika: Der Westen spendet Millionen von Euro, erlässt Schulden und startet Programme. Jeder will teilhaben am weltweiten Wettlauf um den meisten Einsatz fürs Gute. Doch auch hier überprüfen wir die Wirksamkeit nicht, obwohl wir (anders als im Mittelalter) durchaus dazu in der Lage wären. Stattdessen sehen wir auch hier wieder zu, wie korrupte Eliten das Geld zur eigenen Bereicherung nutzen und den Kontinent lähmen. Und der Irrsinn geht weiter: Statt die Notbremse zu ziehen und zu beweisen, dass wir seit dem Mittelalter hinzugelernt haben, verschließt der der Westen weiter die Augen und überschüttet das Land (oder besser gesagt die Eliten) mit Geld. Bis jetzt! Denn Volker Seitz rüttelt wach, ermahnt und kritisiert schonungslos das jetzige System, in dem es so vielen um das Wahren von Besitzständen geht. Er spricht für Afrika, das Land, in dem er so viele Jahre seines Lebens verbrachte. Bisher wurden die Menschen dort häufig überhört. Mit diesem Buch haben sie eine Stimme. Denn Volker Seitz kritisiert nicht nur. Er räumt auch mit Vorurteilen auf und zeigt Perspektiven. Sein Buch ermutigt und bedrückt zugleich. Fassungslos liest sich der Leser durch die rund 200 Seiten. Wie kann ein solches System noch immer existieren? Wie können sich Menschen auf Kosten anderer so unglaublich bereichern? Und vor allem: Wie konnten die Verantwortlichen so lange davor die Augen verschließen? Zwischen den Zeilen spürt man, welchen Kampf gegen Windmühlen Seitz über all die Jahre in Afrika mit den deutschen Behörden gekämpft haben muss. Wie viele Appelle unerhört blieben. Wie oft er vor verschlossenen Türen stand. Doch man spürt vor allem noch etwas anderes: Seine Liebe zu Afrika. Und zwar nicht die nostalgische Liebe, wie sie vielleicht in Touristen entsteht, die majestätische Elefanten und Löwen in den Nationalparks beobachteten. Es ist vielmehr eine Liebe, die es ihm erlaubt zu kritisieren. Nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe. Und das ist es doch, worauf es bei der Entwicklungszusammenarbeit ankommt.«
ANTWORTEN
Michael Rebhan, September 2009
»Volker Seitz trifft den Nagel auf den Kopf, bringt die Probleme auf den Punkt und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. Den Schilderungen und Argumenten von Herrn Seitz kann ich nur zustimmen - 50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe haben der gemeinen Bevölkerung Afrikas, außer Abhängigkeit von ihr, wenig gebracht. Die meisten leben weiterhin in bitterer Armut, ohne Zukunftsperspektive. Nutznießer waren und sind nach wie vor machthungrige, selbstherrliche und in sagenhaften Luxus schwelgende Machteliten. Diese von uns alimentierten Herrscher sehen keinen Anlaß ihre Staaten zu entwickeln, warum auch? Der Grund für Entwicklungshilfe entfiele doch. Dabei sind die meisten afrikanischen Länder potentiell reich, gesegnet mit Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen, reich auch an Kultur und Lebensfreude. Das Buch beschreibt die Zusammenhänge zwischen Entwicklungshilfe, Abhängigkeit der Empfängerstaaten und den damit verbundenen Folgen griffig, plausibel und schlüssig. Der Autor erklärt anhand von Beispielen und Fakten in sehr verständlicher Form, weshalb es so nicht weiter gehen kann und warum die bisherige Entwicklungspolitik verfehlt war. Selbstverständlich sollte der afrikanischen Bevölkerung mit sinnvollen und nachhaltigen Projekten geholfen werden, dabei ist Bildung ein entscheidender Eckpfeiler. Außerdem muß Hilfe von guter Regierungsführung abhängig gemacht werden. Wer Menschenrechte mißachtet, Gelder verschwendet und nichts zur Verbesserung der Lebensumstände seiner Bevölkerung tut, dem muß der Geldhahn abgedreht werden. Ein sehr gutes Buch für jeden der sich für Afrika interessiert und sich mit der umstrittenen Materie "Entwicklungspolitik" befaßt.«
ANTWORTEN
Christoffer Steffen, August 2009
»DAS Buch mit sachlichen Informationen für eine Meinungsbildung zum heutigen Stand der Entwicklungshilfe in Afrika. Volker Seitz bringt objektiv, mit klaren Fakten, zahlreiche Beispiele aus seinen über 40 Jahren Dienst für das Auswärtige Amt und vor allem: Konkrete Lösungsvorschläge - losgelöst von irgendwelchen abstrakten Zahlen im Milliardenbereich. Auch wenn dem Autor von vielen Entwicklungshilfe-Experten eine Art Nestbeschmutzung vorgeworfen wird, plädiert er für eine kritische Betrachtung der Entwicklungshilfe-Industrie, z.B. durch unabhängige Prüfungen des Entwicklungsfortschritts. Eine bloße Umbennenung des Wortes „Entwicklungshilfe“ in „Entwicklungszusammenarbeit“ ändert nichts. Für mich ist es schockierend, dass eigentlich alle meiner im Entwicklungshilfe-Bussiness arbeitenden Bekannten im Gegensatz zu ihren in Papieren dargestellten Vorschlägen oder Ergebnissen, eine in persönlichen Gesprächen davon abweichende Meinung vertreten, die ähnlich der von Volker Seitz ist. Was viele denken, hat er in sein Buch verpackt. Für jeden, der sich auch nur etwas für Entwicklungshilfe oder Afrika interessiert ist das Buch ein Muss, sonst wird uns irgendwann mal jemand fragen: „Warum habt ihr damit eigentlich immer so weiter gemacht, wenn ihr doch schon längst wusstet, dass sich mit dieser Afrika-Politik nichts bessert?“«
ANTWORTEN
Roswitha Kossack, August 2009
»Für mich ist es ein wirklich gutes Buch, sehr klar, sehr kritisch, sehr gut recherchiert. Hier werden Roß und Reiter beim Namen genannt. Beim Lesen dieser Zeilen hat mich eine eine ungeheure Wut ergriffen, wie bei uns mit dieser sog. Entwicklungshilfe umgegangen wird und daß es fast niemanden interessiert, was für Projekte auch umgesetzt werden. Auf der anderen Seite der ungeheure Luxus vieler Regierungs-Chefs in Afrika und die große Gleichgültigkeit dem eigenen Volk gegenüber. Ich stimme dem Autor Volker Seitz vollkommen zu, daß die afrikanischen Staaten nach 50 Jahren Entwicklungshilfe Selbstverantwortung übernehmen müssen und wir sie "nur" begleiten dürfen. Wir müssen Rechtsstaatlichkeit einfordern und noch vieles mehr, wie es auch Obama bei seiner Rede in Ghana getan hat. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen. Jeder, der sich ein wenig für dieses Thema interessiert, sollte es lesen!«
ANTWORTEN
Daniel Koss, August 2009
»Für die Afrikainteressierten meiner Generation –ich bin fast 40 Jahre jünger als der Autor- ist dieses Buch von unschätzbarem Wert. Wem Afrika am Herzen liegt, der muss die schonungslos-selbstkritisch vorgetragene Lebenserfahrung eines profunden Kenners der deutschen Afrikapolitik sehr, sehr ernst nehmen. Das Buch ist ernüchternd-erschütternd. Kann es unserer Generation gelingen, einen echten Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika zu leisten? Nach Lektüre dieses Buches (samt einiger darin enthaltener Literaturhinweise) bin ich überzeugt: Wir werden genauso scheitern wie frühere Generationen auch, wenn wir gleichgültig zusehen, wie die Strategien der Entwicklungsbürokratien letztlich ins Leere laufen (oder gar noch schlimmer), trotz finanziellen Aufwands und trotz guten Willens. Was genau ist also zu tun? Abgesehen von seinem energischen Plädoyer für analytische Ehrlichkeit überlaesst es der Autor letztlich anderen, eine schlüssige entwicklungspolitische Strategie zu formulieren. Das Buch beschreibt im Detail die große Herausforderung, vor der wir als neue Generation von Afrikainteressierten nach Jahrzehnten des Scheiterns stehen.«
ANTWORTEN
Susanne Heinrich, Juli 2009
»In kurzen Kapiteln vermittelt Volker Seitz auch "Nicht-Insidern" sehr gut verständlich seine Liebe zu Afrika aber v.a. auch seine Kritik daran, wie mit den Entwicklungsgelder umgegangen wird. Danke für sein Engagement. Ich hoffe, dieses Buch kann einiges bewirken.«
ANTWORTEN
Brigitte Arndt-Rausch, Juli 2009
»In seinem Buch:"Afrika wird armregiert", zeigt Volker Seitz seine Begeisterung für Afrika, die lebensfrohen Menschen, die reiche Kultur und die faszinierenden Landschaften auf. Insgesamt hat der Autor 17 Jahre in unterschiedlichen Ländern Afrikas gelebt. Entwicklungshilfe ist bei der Bevölkerung in Europa überwiegend positiv belegt. Ein Großteil würde sogar für eine Verdopplung der Mittel plädieren. Für diejenigen, die vor Ort sind, stellt sich die Realität ganz anders dar. 2006 wurden mehr als 100€ pro Europäer für Entwicklungshilfe ausgegeben. Trotzdem haben nur 10% der Bevölkerung in Schwarzafrika Zugang zu Elektrizität. Es ist beeindruckend zu lesen, wo das Geld der Entwicklungshilfe wirklich bleibt. Lassen Sie sich die Spannung nicht nehmen. Vielleicht haben Sie schon hin und wieder gedacht, dass diese Gelder nicht ganz sinnvoll investiert werden. Es ist viel schlimmer. Das Buch schließt mit konkreten Verbesserungsvorschlägen. Zumindest sind die Stellschrauben erkannt.«
ANTWORTEN
Jürgen Haushalter, Juli 2009
»Engagiert und eindeutig ergreift Afrikaliebhaber Volker Seitz Partei für die in Armut lebenden Menschen auf dem afrikanischen Kontinent. Ohne Tabus liest er den verantwortungslosen Dauerpräsidenten afrikanischer Staaten die Leviten. Ebenso prangert er die unheilvolle Allianz der westlichen Entwicklungshilfeindustrie mit den Eliten der Nehmerländer an. Seine Beobachtungen resultieren aus einem vor Ort angehäuften, 17-jährigen Erfahrungsschatz im höheren diplomatischen Dienst. Über die Vorschläge Seitz's zu einer radikalen Neuausrichtung der unglaubwürdigen Entwicklungspolitik kann man streiten, aber diese mit vielen Fakten angereicherte, schonungslose Dokumentation ist ein Muss für alle, die den Irrgarten der Entwicklungshilfe durchblicken möchten. Das Buch ist im richtigen Moment erschienen, hat doch US-Präsident Barack Obama jüngst in Ghana die afrikanischen Missstände überraschend massiv kritisiert.«
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